<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="L10951.xml" xml:base="https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at" prev="L10949.xml" next="L10952.xml">
    <teiHeader>
        <fileDesc>
            <titleStmt>
                <title>Brief von Elisabeth Seeberger an Paul und Hannah Tillich vom 01. Juli 1946</title>
                <author ref="#tillich_person_id__1762">Elisabeth Seeberger</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
                    <address>
                        <street>Schenkenstraße 8–10</street>
                        <postCode>1010</postCode>
                        <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
                        </placeName>
                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886–1965. Papers, 1894–1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/184(12)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, eigenhändig</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <encodingDesc>
            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933–1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
        <profileDesc>
            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1762"> Elisabeth Seeberger</persName>
                    <placeName ref="#tillich_place_id__49">Berlin-Tempelhof</placeName>
                    <date when="1946-07-01">01.07.1946</date>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                </correspAction>
            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1762">Korrespondenz mit  Elisabeth Seeberger</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1762" target="L10867.xml">Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger vom 1. Oktober 1945</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1762" target="L10956.xml">Brief von Elisabeth Seeberger an Paul Tillich vom 15. Juli 1946</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10949.xml">Brief von R. Clarke Hannaford an Paul Tillich vom 18. Juni 1946</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10952.xml">Brief von Eva Maria Neumeyer an Paul Tillich vom 07. Juli 1946</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1946-07-01"/></creation></profileDesc>
        <revisionDesc status="approved">
            <change when="2025-07-21" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
        </revisionDesc>
    </teiHeader>
    <text type="letter">
        <body>
            <div type="writingSession">
                <pb n="1"/>
                <opener><dateline><rs ref="#tillich_place_id__49" type="place">Tempelhof</rs> d.
                            <date when="1946-07-01">1. Juli 46</date>.</dateline><salute>Ihr <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person"><rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Lieben</rs></rs></salute></opener>
                <p>heute<!-- oder <q>Heute</q> -->
                    <unclear>müßte</unclear> mein ganzer Brief nur <hi>ein</hi> Dank an Euch sein,
                    denn zwei von Euren herrlichen Paketen sind wieder in meine Hand gelangt und
                    welche Freude haben si<del rend="s">ch</del><add place="superlinear">e</add>
                    gemacht und machen sie dauernd. Und wieviel Leuten bereite ich dadurch ein
                    Freudenstündchen. Ich glaube, Ihr wißt garnicht wie Ihr uns damit helft, es ist
                    für uns in gewisser Weise zu mindestens eine
                    Gesundheits<unclear>ret</unclear>tung. Ich habe augenblicklich ziemlich dicke
                    Fingergelenke, die auch weh tun und der Arzt sagte auch, es ist eben doch eine
                    Mangelkrankheit, die jetzt häufiger vorkämen. Und nun kann ich mir doch durch
                    Eure herrlichen Pakete viel Gutes antun. Wenn es für Euch nur nicht zu teuer
                    wird, denn es kostet doch auch immer etwas. Aber vielleicht geben Euch einmal
                        <add place="superlinear">einige</add> von Euren Freunden etwas dazu. Es ist
                    ja auch so unendlich wichtig, wenn <rs ref="#tillich_person_id__3311" type="person">Heidi</rs> mit ihrem süßen, kleinen <rs ref="#tillich_person_id__3506" type="person">Michael</rs> herkommt jetzt im
                    September. Wir haben nur immer noch keine Zuzugsgenehmigung für sie<pb n="2"/>
                    und bangen sehr sie zu bekommen. Es ist zu <unclear>hart</unclear>, wenn ihr <rs ref="#tillich_person_id__3507" type="person">Mann</rs><!-- muss noch ermittelt werden --> lebte, könnte sie glatt mit <rs ref="#tillich_person_id__3506" type="person">Kind</rs> herkommen und da er
                    nun tot ist, geht es nicht. Sie bekommt ja auch keine Witwenunterstützung. Aber
                    wir hoffen doch<supplied>,</supplied><!-- Zeilenende --> daß es glückt, sie
                    herzubekommen. Es ist ja so schön, daß <rs ref="#tillich_person_id__3310" type="person">Waltraud</rs> jetzt hier ist. Sie geht das letzte Jahr zur
                    Schule und hat sehr guten Musikunterricht bei einem Professor, der sie für sehr
                    musikalisch hält. Sie will ja dann später auf der Hochschule Musik studieren. Im
                    August wollen wir auf 4 Wochen zur Erholung in die Lüneburger Heide zu <rs ref="#tillich_person_id__3311" type="person">Heidi</rs> und sie dann
                    mitbringen. <rs ref="#tillich_person_id__1763" type="person">Erhard</rs> hat den
                    Urlaub sehr nötig, da er weit über seine Kräfte arbeitet. Aber es ist doch sehr
                    erfreulich, daß in unsre<supplied>r</supplied> Gemeinde
                        <unclear>kirchlich</unclear> viel Neues <unclear>angefangen</unclear> wird.
                        <rs ref="#tillich_person_id__1763" type="person">Erhard</rs> geht auch öfter
                    zu den Rel. Sozialisten, es sind in dieser Beziehung auch allerlei Ansätze da,
                    so tauchen da allerlei altbekannte Namen auf, wie <unclear>Liz.</unclear>
                    <rs ref="#tillich_person_id__" type="person">Hartmann</rs><!-- Vielleicht Hans Hartmann, ID: 814 -->, <rs ref="#tillich_person_id__3508" type="person">Wegscheider</rs> usw, auch <rs ref="#tillich_person_id__1922" type="person">Ernst Tillich</rs> ist
                        dabei<supplied>.</supplied> Er war ja mehrere Jahre im
                    <unclear>Kz</unclear>. Sein Vater <del rend="s">von</del>
                    <rs ref="#tillich_person_id__3509" type="person">Franz Tillich</rs> ist von <rs ref="#tillich_place_id__351" type="place">Polen</rs> auf dem Gut seiner
                    Verwandten in Schlesien erschossen. – Heute haben wir unten im Haus eine
                        Volksküche<pb n="3"/><!-- am oberen linken Rand: <q>2/</q> --> eröffnet, die
                    sehr nötig war, da die Leute keine Feuerung haben um sich warmes Essen zu
                    kochen. Es war für mich eine Unmenge <unclear>Verarbeiten</unclear>, aber nun
                    klappte es recht gut und hilft hoffentlich vielen Menschen. In der letzten Woche
                    waren <rs ref="#tillich_person_id__1588" type="person">Ilsemargot</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__3510" type="person"><unclear>Geri</unclear> von
                        Reutern</rs> 9 Tage bei uns. Es besteht zwischen uns eine Freundschaft seit
                    Jahren und <rs ref="#tillich_person_id__1588" type="person">Ilsemargot</rs> sagt
                    immer: <q><sic>es</sic> war <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Pauls</rs> bestes Geschenk, daß er mich Euch anvertraut hat.</q> Sie
                    ist ja durch ihren sehr feinen Mann auch selbst famos geworden. Ob Ihr etwas von
                        <rs ref="#tillich_person_id__757" type="person"><rs ref="#tillich_person_id__574" type="person">Fausts</rs></rs> wißt? Wir
                    seit dem Zusammenbruch nicht mehr. <rs ref="#tillich_person_id__3208" type="person">Hansjürgen</rs><!-- evtl. auch <q>Hans Jürgen</q> --> war ja
                    mit der ältesten <rs ref="#tillich_person_id__" type="person">Tochter</rs> sehr
                    befreundet, die einen <rs ref="#tillich_person_id__" type="person">Freiherr v.
                            <unclear>Butlar</unclear></rs> geheiratet hat, der aber garnichts ist.
                        <rs ref="#tillich_person_id__574" type="person">Fausts</rs><!-- meint nur Erich Adolph Faust --> selbst war ja sehr Nazi
                    geworden und seine Frau <add place="superlinear"><rs ref="#tillich_person_id__757" type="person">Margot</rs></add> hat wohl
                    ziemlich gewissenlos ihren <unclear>verschiedene</unclear> Jahre jüngeren
                    Hausfreund <rs ref="#tillich_person_id__758" type="person">Hahl</rs> geheiratet.
                    Es war für die größeren Kinder eine verzweifelte Situation. Wo sie jetzt
                        sind<supplied>,</supplied> wissen wir nicht. Jedenfalls geht es <rs ref="#tillich_person_id__574" type="person">Faust</rs> selbst gewiß nicht
                    gut. – <unclear>Längstens</unclear> schicke ich Euch einmal von uns allen Photos
                    und bitte<pb n="4"/> auch um solche von Euch allen. Ob Ihr wohl etwas von <rs ref="#tillich_person_id__1211" type="person"><rs ref="#tillich_person_id__1212" type="person">Loewenfelds</rs></rs> und
                        <rs ref="#tillich_person_id__1498" type="person"><rs ref="#tillich_person_id__1499" type="person"><sic>Pinkus</sic></rs></rs>
                    wißt? Wir haben ja nichts mehr von <del rend="s">¿</del> ihnen gehört, seitdem
                    sie Gott sei Dank noch zur rechten Zeit herausgingen. – Von Euerm Haus am Meer
                    haben wir mit viel Interesse gehört. Was muß es schön sein und wie gönne ich es
                    Euch als Erholung und Alterssitz. Ich habe auch das selbe Gefühl, daß ich es
                    noch irgend wann einmal sehe, so alt bin ich ja noch nicht. Denkt Euch 2 x in
                    der Woche fliegt ein Flugzeug von <rs ref="#tillich_place_id__49" type="place">Tempelhof</rs> zu Euch. Wenn es doch einmal einen von Euch mitbrächte.
                    Schreibt doch einmal, wie es mit Euerm Kommen aussieht.</p>
                <p>Wenn Ihr nette Leute habt, die alte Unterwäsche oder Wolle, oder vor allem <hi rend="u">Strümpfe</hi> entbehren können<supplied>,</supplied> dann schickt
                        <del rend="s">so</del> es uns doch, wir können ja alles gebrauchen, wenn es
                    auch alt ist. Oder ein warmes Kleid? Und dann etwas zu Essen, wie Ihr es getan
                    habt. Bin ich auch nicht eine zu große Bettelschwester? Aber wir danken Euch ja
                    auch so unendlich für all Eure Liebe, die uns äußerlich und innerlich so froh
                    macht. – Von <rs ref="#tillich_person_id__3208" type="person">Hansjürgen</rs>
                    kam nichts Neues und wir warten eben immer weiter. Das Schönste aus
                    Euren<!-- eigentlich <q>Eure</q> --> Paketen hebe ich für ihn auf.</p>
                <closer><salute><unclear>1000</unclear> Grüße und Vielen Dank und schreibt bald
                        wieder.</salute><signed>Eure <rs ref="#tillich_person_id__1762" type="person">Elisabeth</rs>!</signed>
                </closer>
                <postscript>
                    <!-- Andersherum, am Anfang des Briefs -->
                    <p>Der Inhalt der Pakete war herrlich ausgesucht in jeder Form.</p>
                </postscript>
            </div>
        </body>
    <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1212">
                  <persName>Löwenfeld, Günther</persName>
                  <occupation>Jurist</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Günther Löwenfeld (1895–1984) stammte aus einer jüdischen Familie, wurde aber im protestantischen Glauben aufgezogen. Nach seiner Eheschließung 1921 mit Claire residierte das Paar zunächst in Berlin. 1925 verlegten beide ihren Wohnort nach Potsdam und teilten dort mit dem befreundeten Ehepaar Pincus ein gemeinsames Anwesen namens Haus auf dem Küssel. Während dieser Zeit übte Günther seinen Beruf als Rechtsanwalt in der Hauptstadt aus. 1939 erfolgte die Emigration der Familie schrittweise: Die beiden Kinder wurden zuerst nach England geschickt, Günther folgte später, und Claire reiste über die Schweiz nach, wo sie sich in einer renommierten Schweizer Klinik in Ernährungslehre ausbilden ließ. Während des Krieges arbeitete sie in einem englischen Kinderkrankenhaus. Später ließ sich die Familie in ländlicher Umgebung in einer englischen Grafschaft nieder, wo Günther als Landschaftsgestalter beruflich tätig war.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1498">
                  <persName>Pincus, Lily</persName>
                  <occupation>Britische Sozialarbeiterin und Autorin</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118594419</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Lily Pincus (13. März 1898 – 22. Oktober 1981) war eine deutsch-britische Sozialarbeiterin und Schriftstellerin. Nach ihrer Ausbildung in Fototechnik arbeitete sie als Röntgenassistentin. 1922 heiratete sie einen Juristen, mit dem sie ab 1925 in Potsdam ein Wohngemeinschaftsprojekt mit dem befreundeten Ehepaar Löwenfeld teilte – ein intellektuelles Zirkel, das auch dem Theologen Tillich nahestand. 1939 emigrierten beide nach Großbritannien, wo sie Tätigkeiten in Sozialwesen übernahm. 1948 gründete sie ein Institut zur Ehforschung an einer Londoner Klinik und leitete dieses bis 1965.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__758">
                  <persName>Hahl, Hans</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3507">
                  <persName>???, ??? (s. working note)</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1922">
                  <persName>Tillich, Ernst</persName>
                  <birth>
                     <date>1910-06-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Marienwerder</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1985-03-16</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__130">Düsseldorf</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/128547227</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Er war der Neffe von Paul Tillich.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1499">
                  <persName>Pincus, Fritz</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Fritz Pincus (1893–1963) war Mitbesitzer eines Hauses auf dem Küssel. Mehr biographische Informationen sind derzeit nicht verfügbar.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__757">
                  <persName>Hahl, Margot</persName>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1160519838</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Margot Hahl (geb. 1900), geborene Müller, war eine deutsche Theologin. Seit 1917 studierte sie in Berlin Evangelische Theologie, Ägyptologie und Philosophie und legte 1922 ihr Examen ab. Sie besuchte Vorlesungen von Paul Tillich und Ernst Troeltsch und stand seit ihrer Berliner Studienzeit in engem Kontakt zu Paul und Hannah Tillich; mit Paul Tillich verband sie zeitweise eine persönliche Beziehung. 1922 heiratete sie Erich Faust, von dem sie sich 1937 scheiden ließ. 1938 ging sie die Ehe mit Hans Hahl ein. Die freundschaftliche Verbindung zu den Tillichs bestand bis zu deren Tod fort.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1211">
                  <persName>Löwenfeld, Claire</persName>
                  <occupation>Diätetikerin</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Claire Loewenfeld (27. September 1899 – 20. August 1974) war eine deutsche Ernährungswissenschaftlerin und Kräuterkundige. Nach ihrer Ausbildung an einer bekannten Schweizer Klinik arbeitete sie in London als Diätologin in einem Kinderkrankenhaus, wo sie sich auf die Ernährungsbehandlung einer Verdauungserkrankung spezialisierte. Während des Zweiten Weltkriegs initiierte sie eine Kampagne zur Nutzung von Wildfrüchten als Vitaminquelle und verfasste verbreitete Informationsschriften dazu. Nach dem Krieg gründete sie mit ihrem Ehemann ein Unternehmen für hochwertige getrocknete Kräuter. Sie verfasste mehrere Bücher zu Ernährung und Kräuterkunde und gehörte zu den frühen Mitgliedern eines führenden Umweltverbandes. Sie war eng mit dem Theologen Paul Tillich befreundet, dessen Kreis sich in ihrem Haus in Potsdam traf, bevor Tillich ins Exil gehen musste. 1938 emigrierte sie mit ihrer Familie nach England.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3310">
                  <persName>Seeberger, Waltraud</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3506">
                  <persName>Seeberger (?), Michael</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3208">
                  <persName>Seeberger, Hans-Jürgen</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1762">
                  <persName>Seeberger, Elisabeth</persName>
                  <birth>
                     <date>1893-06-17</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1986</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">Keine GND-Nummer</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Elisabeth Seeberger (17. Juni 1893 – 1986) war die Schwester des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Im Jahr 1917 heiratete sie Erhard Seeberger, der über viele Jahre als Pfarrer in Berlin-Tempelhof tätig war.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3508">
                  <persName>Wegscheider, ???</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3509">
                  <persName>Tillich, Franz</persName>
                  <occupation>Arzt</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Vermutl. Cousin von Johannes Oskar Tillich und Vater von Ernst Tillich.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3311">
                  <persName>Seeberger, Adelheid</persName>
                  <birth>
                     <date>1922</date>
                  </birth>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__574">
                  <persName>Faust, Erich</persName>
                  <birth>
                     <date>14.12.1893</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Mülhausen</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>26.11.1955</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Traben-Trarbach</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <note type="bio">
                     <p>1922 heiratete er Margot Müller, von der er sich 1937 scheiden ließ.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3510">
                  <persName>Reutern, Gerhard von</persName>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1115210149</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1588">
                  <persName>Reutern, Ilsemargot von</persName>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1139790323</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Ilsemargot von Reutern (1896–1977), geborene Beneke, stammte aus Hamburg. Sie war mit Gerhard von Reutern verheiratet und starb in Berlin. Weitere biographische Informationen sind derzeit nicht bekannt.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1763">
                  <persName>Seeberger, Erhard</persName>
                  <birth>
                     <date>1891-11-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Aschbach b. Bamberg</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1969</date>
                  </death>
                  <occupation>Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/12680446X</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Georg Seeberger (1891–1969) war ein deutscher protestantischer Geistlicher, Dekan und Kirchenrat in Bamberg. Er war mit Elisabeth, der Schwester des Theologen Paul Tillich, verheiratet. Er verfasste mehrere Publikationen, darunter ein Handbuch zur Amtsführung für protestantische Geistliche im Königreich Bayern.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__49">
                  <placeName>Berlin-Tempelhof</placeName>
                  <location type="coords">
                     <geo>52.46667 13.40000</geo>
                  </location>
                  <idno type="geonames">https://sws.geonames.org/2823538/</idno>
                  <idno type="wikidata">http://www.wikidata.org/entity/Q363830</idno>
               </place>
               <place xml:id="tillich_place_id__351">
                  <placeName>Polen</placeName>
                  <location type="coords">
                     <geo>52.00000 20.00000</geo>
                  </location>
                  <idno type="geonames">https://sws.geonames.org/798544/</idno>
                  <idno type="wikidata">http://www.wikidata.org/entity/Q36</idno>
               </place>
               </listPlace></back></text>
</TEI>