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            <titleStmt>
                <title>Brief von Paul Tillich an Arnold Wolfers vom 17. April 1946</title>
                <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933-1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
                    <address>
                        <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                        <postCode>1010</postCode>
                        <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
                        </placeName>
                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
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                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/167(62)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, maschinenschriftlich</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
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            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
        <profileDesc>
            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                    <date when="1945-04-17">17.04.1945</date>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__2094"> Arnold Wolfers</persName>
                </correspAction>
            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__2094">Korrespondenz mit  Arnold Wolfers</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__2094" target="L10538.xml">Brief von Paul Tillich an Arnold Wolfers vom 29. November 1941</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__2094" target="L10872.xml">Brief von Arnold Wolfers an Paul Tillich vom 29. Oktober 1945</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10623.xml">Brief von Unbekannt an Paul Tillich vom 31. Dezember 1943</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10864.xml">Brief von Frederick deWolfe Bolman Jr. an Paul Tillich vom 19. September 1945</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1945-04-17"/></creation></profileDesc>
        <revisionDesc status="approved">
            <change when="2025-06-02" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
        </revisionDesc>
    </teiHeader>
    <text type="letter">
        <body>
            <div type="writingSession">
                <pb n="1"/>
                <opener><dateline><date when="1946-04-17">April 17, 1946</date></dateline>
                    <salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__2094" type="person">
                        Arnold</rs>:</salute></opener>
                <p><rs ref="#tillich_person_id__3342" type="person">Mr. Edward Morris</rs>, Head of
                    the Yale University Christian Association (künftiger Schwiegersohn von <rs ref="#tillich_person_id__3472" type="person">Paul Kempner</rs>) hat mich
                    eingeladen, mit seiner Gruppe über <rs ref="#tillich__MPIUNK3W" type="work">meinen Teil der CHRISTIAN
                    ANSWER</rs><!-- Christian-Answer-ID: ref="#tillich__ZATSNTWD" --> zu
                    debattieren. Ich beabsichtige, am Mittwoch <date when="1946-05-08">den 8.
                        Mai</date> zu kommen und würde, falls es Euch passt, gern bei Euch wohnen.
                    Es läge mir natürlich daran bei dieser Gelegenheit so viel wie möglich mit Dir
                    zu sprechen. Ich würde dann am Donnerstag nach <rs ref="#tillich_place_id__835" type="place">New London</rs> weiterfahren, wo ich im Connecticut College
                    reden soll. Das Datum steht aber noch nicht fest und hängt ganz von mir ab. In
                        <date from="1946-05-06" to="1946-05-12">der Woche vom 6. Mai</date> ist nach
                    dem <rs ref="#L10929" type="letter">Brief von Herrn Morris</rs> auch jeder
                    andere Tag ausser Donnerstag möglich. Falls Dir also der Mittwoch nicht passt,
                    würde ich einen andern Tag wählen. Ich werde <rs ref="#tillich_person_id__3342" type="person">Mr. Morris</rs> gleichzeitig schreiben und ihn bitten, sich
                    mit Dir in Verbindung zu setzen. Nachdem Ihr Euch entschieden habt, werde ich
                    dem Connecticut College Bescheid geben. Ich freue mich auf das Wiedersehen.</p>
                <p>Und nun eine ganz andere Sache. Du erinnerst Dich, dass ich Dich schon einmal für
                    den Sohn unserer Freunde <rs ref="#tillich_person_id__1423" type="person">Paul</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__1424" type="person">Gaby
                        Oppenheim</rs>, <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurt
                        a/M</rs>, um Rat gebeten habe.<note type="ea">Die Rede ist von <rs ref="#tillich_person_id__3475" type="person">Felix
                        Oppenheim</rs>.</note> Er hat während des Krieges eine Stellung als
                    Intelligence Officer in der amerikanischen Armee gehabt und zwar in Verbindung
                    mit <rs ref="#tillich_place_id__33" type="place">Belgien</rs>. Er ist jetzt hier
                    in einem Amt in <rs ref="#tillich_place_id__554" type="place">Washington</rs>
                    tätig. Ich füge seinen Lebenslauf bei. Er möchte nun, wenn möglich in die
                    akademische Laufbahn übergehen. Er ist ein glänzend begabter Junge und käme in
                    Betracht für das Institute of Human Relations in Verbindung mit einer teaching
                    position, entweder in der Law School oder in der Faculty of Political Science.
                    Du wirst auch einen Brief von <rs ref="#tillich_person_id__3476" type="person">Prof. Sprout</rs> von Princeton bekommen, der ihn auf das Institute of
                    Human Relations aufmerksam gemacht hat. <rs ref="#tillich_person_id__3475" type="person">Felix Oppenheim</rs>, der wie Du Dich erinnerst ein Neffe von
                        <rs ref="#tillich_person_id__543" type="person">Prof. Errera</rs> in <rs ref="#tillich_place_id__78" type="place">Brüssel</rs> ist, kann nur am
                    Sonnabend von <rs ref="#tillich_place_id__554" type="place">Washington</rs>
                    freikommen und würde Dich gern an einem der nächsten Sonnabende aufsuchen (von
                    10 Uhr morgens an jederzeit, wann immer es Dir passt). Ich wäre Dir dankbar,
                    wenn Du mir so bald wie möglich einen Termin nennen würdest.</p>
                <p>Wir sind in den <date from="1946-04-19" to="1946-04-22">Ostertagen bis
                        Ostermontag</date> in <rs ref="#tillich_place_id__769" type="place">East
                        Hampton</rs> in unserem Haus. Ich hoffe, dass Ihr es bald sehen werdet.</p>
                <closer><salute>Viele herzliche
                    Grüsse,</salute><!-- Keine Unterschrift erkennbar. -->
                </closer>
                <postscript>
                    <p>P. S. <rs ref="#tillich_person_id__1423" type="person">Mr. Oppenheim</rs>
                        fragt mich, ob es einen Sinn hätte, wenn sich sein Sohn bei <rs ref="#tillich_person_id__3477" type="person">Prof. Frum</rs> oder <rs ref="#tillich_person_id__3478" type="person">Prof. Corbeck</rs>
                        vorstellen würde, und ob Du ihm dorthin eine Einführung geben könntest.</p>
                </postscript>
            </div>
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                  <placeName>Frankfurt am Main</placeName>
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                     <geo>50.11552 8.68417</geo>
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                  <placeName>New London (CT)</placeName>
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                     <geo>41.35565 -72.09952</geo>
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                  <placeName>Brüssel</placeName>
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                     <geo>50.85045 4.34878</geo>
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                  <placeName>East Hampton (NY)</placeName>
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                     <geo>40.96343 -72.18480</geo>
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                  <placeName>Belgien</placeName>
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                  <persName>Frum, ???</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__543">
                  <persName>Errera, Jacques</persName>
                  <occupation>Physikochemiker</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>1921 Promotion an der Freien Universität Brüssel, danach Aufbaustudien zur physikalischen Chemie in Paris und Leipzig, seit 1924 Dozent an der FU Brüssel, 1930-1960 Ordinarius ebenda. Zusätzlich wirkte er als Gastprofessor an diversen Universitäten, 1941 ging er bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in die USA. Er war mit Jacqueline Baumann verheiratet und der Bruder von Gaby  Oppenheim.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2094">
                  <persName>Wolfers, Arnold</persName>
                  <birth>
                     <date>1892-06-14</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Sankt Gallen</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1968-07-16</date>
                  </death>
                  <occupation>Politikwissenschaftler</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119262819</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Arnold Wolfers (14. Juni 1892 – 16. Juli 1968) war ein schweizerisch-amerikanischer Politikwissenschaftler, geboren in St. Gallen. Nach juristischer Promotion 1917 wandte er sich Volkswirtschaft und Politikwissenschaft zu und habilitierte sich 1929 in Berlin. Ab 1922 arbeitete er an der Deutschen Hochschule für Politik, zunächst als Mitarbeiter Paul Tillichs in einer Arbeitsgemeinschaft zum religiösen Sozialismus, ab 1930 als Direktor. 1933 emigrierte er in die USA und lehrte von 1935 bis 1957 in Yale. Als Realist prägte er das Billardkugelmodell der Internationalen Beziehungen. Später beriet er das amerikanische Außenministerium.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3472">
                  <persName>Kempner, Paul</persName>
                  <occupation>Jurist, Bankier und Unternehmer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/116127511</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3342">
                  <persName>Morris, Edward P.</persName>
                  <occupation>Romanist</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1423">
                  <persName>Oppenheim, Paul</persName>
                  <occupation>Chemiker und Philosoph</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1013629523</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Oppenheim (17. Juni 1885 – 22. Juni 1977) war ein deutsch-amerikanischer Chemiker, Philosoph und Industrieller, geboren in Frankfurt am Main. Nach dem Studium in Freiburg und Gießen wurde er 1908 promoviert und übernahm den familieneigenen Juwelengroßhandel, ab 1926 arbeitete er bei der I. G. Farben. Mehreren verfolgten Wissenschaftlern, darunter Carl Gustav Hempel und Kurt Grelling, ermöglichte er die Flucht aus Deutschland. 1933 emigrierte er nach Belgien, 1939 in die USA, wo er als Privatgelehrter in Princeton lebte. Er publizierte zur Wissenschaftstheorie und Gestaltpsychologie und begründete mit Hempel das Hempel-Oppenheim-Schema. Er starb in Princeton.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3475">
                  <persName>Oppenheim, Felix</persName>
                  <occupation>Professor für Politikwissenschaft</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/141171227</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Sohn von Paul und Gabrielle Oppenheim</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1424">
                  <persName>Oppenheim, Gabrielle</persName>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/13966789X</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Gabrielle Oppenheim (1892–1997), geborene Errera, war eine Kunstsammlerin aus Belgien, geboren in Brüssel. Als Tochter eines belgischen Juraprofessors heiratete sie 1912 den deutschen Chemiker und Philosophen Paul Oppenheim, mit dem sie zwei Söhne hatte, Félix und Stéphane. 1933 emigrierte das Ehepaar zunächst in ihr Heimatland Belgien, später in die USA.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3476">
                  <persName>Sprout, Harold Hance</persName>
                  <occupation>Jurist und Professor für Politikwissenschaft</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1055266313</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3478">
                  <persName>Corbeck, ???</persName>
                  <birth>
                     <date>1892-11-06</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Pleskau</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
               </person>
               </listPerson><listBibl><biblStruct type="bookSection" xml:id="tillich__MPIUNK3W" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/MPIUNK3W" n="o.A., The World Situation, 1946">
          <analytic>
            <title level="a">The World Situation</title>
            <respStmt>
              <resp>contributor</resp>
              <persName>
                <forename>Paul</forename>
                <surname>Tillich</surname>
              </persName>
            </respStmt>
          </analytic>
          <monogr>
            <title level="m">The Christian Answer</title>
            <imprint>
              <pubPlace>New York</pubPlace>
              <biblScope unit="page">1–44</biblScope>
              <publisher>Scribner</publisher>
              <date>1946</date>
            </imprint>
          </monogr>
        </biblStruct>
        </listBibl><list xml:id="mentioned_letters"><head>erwähnte Briefe</head><item xml:id="L10929">Brief von Edward Morris an Paul Tillich vom 10. April 1946</item></list></back></text>
</TEI>