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         <titleStmt>
            <title>Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger vom 1. Oktober 1945</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
            <respStmt>
               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0000-0002-0440-4008">Gerrit Mauritz</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                  <postCode>1010</postCode>
                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc type="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 649/184(11)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, eigenhändig</p>
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <encodingDesc>
         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
               <date when="1945-10-01">01.10.1945</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1762">Elisabeth Seeberger</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1762">Korrespondenz mit Elisabeth Seeberger</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1762" target="L10421.xml">Postkarte von Paul Tillich an Elisabeth Seebergervom 16. Juli 1938</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1762" target="L10951.xml">Brief von Elisabeth Seeberger an Paul und Hannah Tillich vom 01. Juli 1946</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10866.xml">Brief von Paul Tillich an Frederick deWolfe Bolman Jr. vom 22. September 1945</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10868.xml">Brief von Ralph Eugene Diffendorfer an Paul Tillich vom 15. Oktober 1945</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1945-10-01"/></creation></profileDesc>
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         <change who="GM" when="2025-05-28">Transkription</change>
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   <text type="letter">
      <body>
         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline>99 Claremont Avenue, New York 27, N.Y.<date when="1945-10-01"><hi rend="u">Oct. 1. 1945.</hi></date></dateline>
               <salute>Meine liebe <rs ref="#tillich_person_id__1762" type="person">Elisabeth</rs>!</salute>
            </opener>
            <p>Hab Dank für deinen zweiten Brief, der mir einige Lasten von der Seele genommen hat.
               Denn ich weiss nun, dass Ihr vereinigt seid und Du mit Deiner gewohnten Energie Euer
               beider Leben in die Hand nehmen kannst. Ich bewundere Deine Kraft, mit der Du
               zurückgegangen bist. Das Allgemeine über uns weisst Du ja, so will ich jetzt auf
               einzelne Fragen eingehen. Die erste und wichtigste: Die Lebensmittelpakete.
               Selbstverstädnlich schicken wir regelmässig, sobald wir klar wissen, wie. Es dauert
               ziemlich lange, und es wäre nach der Auskunft, die wir erhalten haben, nicht mehr
               möglich gewesen, es an den Übermittler dieses Briefes zu senden. Wir sind aber einer
               anderen Adresse auf der Spur, und denken, sie heut zu bekommen. Wir wer<pb n="2"/>den
               dann sofort etwas schicken, und regelmäßig fortfahren. Es kommt alles auf die Adresse
               eines lange in Berlin oder Tempelhof stationierten Soldaten an. An <rs ref="#tillich_person_id__219" type="person">Jacob Billström</rs> in Schweden habe
               ich geschrieben. Ich war immer mit ihm in Verbindung und habe oft von Euch durch ihn
               gehört. – Stehst du mit <rs ref="#tillich_person_id__641" type="person">Frede</rs>
               und <rs ref="#tillich_person_id__643" type="person">Trude</rs> in Verbindung? Ich
               kann mir denken, dass er alt geworden ist. Er hat ja die Welt immer so beurteilt, wie
               sie nun aussieht. Was sagt Ihr und er wohl zu der Atom-Bombe? Sie hat hier alles
               übertönt, sogar den Beginn des Friedens. Sie bedeutet eine neue Welt, die nicht mehr
               viel mit der zu tun hat, in der wir gelebt haben. Schreibe doch mehr über <rs ref="#tillich_person_id__641" type="person">Frede</rs> oder bitte ihn, mir zu
               schreiben. Das letzte, was ich von ihm gehört hatte, war über <rs ref="#tillich_person_id__1474" type="person">Pestalozzis</rs> in <rs ref="#tillich_place_id__480" type="place">Zürich</rs>; und das klang sehr traurig.
               – Weisst Du dass <rs ref="#tillich_person_id__1887" type="person">Eckart v.
                  Sydow</rs> schon 1942 gestorben ist? Wir haben zwei Nachrichten von <rs ref="#tillich_person_id__2041" type="person">M.L.</rs> darüber. Die erste vor
               langer Zeit in einem Roten Kreuz Brief, die letzte aus <rs ref="#tillich_place_id__236" type="place">Kassel</rs>, Reginastr. 12, wohin sie
                  mit<pb n="3"/> ihrer <rs ref="#tillich_person_id__2039" type="person">Mutter</rs>
               in ihr halb zerstörtes Haus zurückgekehrt ist. <rs ref="#tillich_person_id__2040" type="person">Vater</rs> und ein Bruder sind gestorben, ein anderer Bruder ist in
               Breslau verschwunden, ein Bruder lebt mit ihnen <supplied>in</supplied> Kassel,<note type="ea">Die drei Söhne der Familie Werner hießen <rs ref="#tillich_person_id__2585" type="person">Roland</rs>, <rs ref="#tillich_person_id__2587" type="person">Hellmuth</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__2588" type="person">Walter</rs>. Eine Zuordnung der im
                  Brief genannten Schicksale zu den einzelnen Brüdern ist nicht möglich.</note> eine
                  <rs ref="#tillich_person_id__2586" type="person">Schwester</rs> in Augsburg. – Die
               Schwerste von allen Nachrichten ist das Verschwinden von <rs ref="#tillich_person_id__3208" type="person">Hans Jürgen</rs> und
               Hermann<!-- unklar wer gemeint sein kann -->. Besteht nicht auch die Möglichkeit,
               dass sie in russischer Gefangenschaft sind und irgendwann einmal wieder auftauchen
               werden? Es ist unmöglich sich all das vorzustellen, was sich zur Zeit abspielt. Ich
               denke so oft an meine weissagenden Träume seit 1926: Die Schafe auf dem
               Potsdamerplatz weidend (wir haben Bilder gesehen, wie die Russen Vieh durch das
               Brandenburger Tor treiben), <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs> als Lager-Mädchen des 30 Jährigen Krieges (wir hören die tollsten
               Geschichten in dieser Beziehung von den deutschen Mädchen, mit und ohne Schuld). Es
               ist schrecklich, wenn Weissagungen wahr werden. – Ich habe an Frau Ohly
               <!-- konnte nicht ermiittelt werden. -->geschrieben. Sie will wissen, wie es dem Mann
               ihrer Nichte geht. Ich weiss<pb n="4"/> wen sie damit meint. – Bitte schreibe mir
               doch gleich, <hi rend="u">wie</hi>
               <rs ref="#tillich_person_id__1887" type="person">Eckart von Sydow </rs>gestorben ist.
                  <rs ref="#tillich_person_id__2041" type="person">M.L.</rs> hat das nicht
               angedeutet. Ich blicke, während ich dies schreibe, auf sein Bild. – Erzähle mir mehr
               von Euch, von <rs ref="#tillich_person_id__1763" type="person">Ehrhard</rs> und
               seinen Erlebnissen während der Belagerung, von seinen Gedanken über die kirchliche
               Lage, die Treysaer Konferenz<note type="ea">Die Konferenz von Treysa fand vom 27. bis
                  31. August 1945 in <rs ref="#tillich_place_id__1037" type="place">Treysa</rs> (heute Schwalmstadt-Treysa, Nordhessen) statt. Sie war
                  eine der wichtigsten kirchenpolitischen Versammlungen der unmittelbaren
                  Nachkriegszeit und legte den Grundstein für die Gründung der Evangelischen Kirche
                  in Deutschland (EKD). Vertreter der Landeskirchen berieten über die Neuordnung der
                  evangelischen Kirche nach dem Ende des NS-Regimes und das Verhältnis zur
                  internationalen Ökumene.</note> etc. Ich bin in einem beratenden Komittee des
               Welt-Kirchen-Rates für deutsche Kirchendinge und wäre Dir für jede Nachricht dankbar.
               Wir arbeiten hier für Hilfe für die deutschen Kirchen. – Sonst stecke ich tief in der
               Wissenschaft und werde bald ein Buch veröffentlichen, eine Sammlung von Artikeln
               unter dem Namen (übersetzt) <rs type="work" ref="#tillich__QQJUHUZE"><quote>Das Ende
                     des protestantischen Zeitalters?</quote></rs> – Bitte schreibe mir doch auch
               über Deine Wanderungen in Tagebuchform, d.h. so genau wie möglich! Schreibe, so oft
               zu kannst!</p>
            <closer>
               <salute>In Liebe</salute> Dein <signed><rs type="person" ref="#tillich_person_id__1928">Paul</rs></signed>
            </closer>
            <postscript>
               <p>Es grüssen <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs>, <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">René</rs>.</p>
               <p>Grüsse <rs ref="#tillich_person_id__1763" type="person">Ehrhard</rs> und alle, die
                  du erreichen kannst!</p>
            </postscript>
         </div>
      </body>
   <back><listBibl><biblStruct type="book" xml:id="tillich__QQJUHUZE" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/QQJUHUZE" n="Tillich, The Protestant Era, 1948">
          <monogr>
            <title level="m">The Protestant Era</title>
            <author>
              <forename>Paul</forename>
              <surname>Tillich</surname>
            </author>
            <imprint>
              <pubPlace>Chicago</pubPlace>
              <publisher>University of Chicago Press</publisher>
              <date>1948</date>
            </imprint>
          </monogr>
        </biblStruct>
        </listBibl><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1887">
                  <persName>Sydow, Eckart von</persName>
                  <birth>
                     <date>1885-09-05</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Dobberphul</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1942-07-01</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__37">Berlin</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Kunsthistoriker</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/117387010</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Eckart von Sydow (5. September 1885 – 1. Juli 1942) war ein deutscher Kunsthistoriker und Ethnologe. Er wurde 1912 in Halle promoviert und arbeitete anschließend in Berlin im Umfeld der Staatlichen Museen sowie als Publizist zur zeitgenössischen Kunst. Nach dem Ersten Weltkrieg wandte er sich der außereuropäischen Kunst zu, leitete die Kestnergesellschaft und veröffentlichte grundlegende Studien zur afrikanischen Plastik. 1933 trat er der NSDAP bei und erhielt eine Stelle an der Universität Berlin, wo er zur Kunst sogenannter „Naturvölker“ lehrte. Forschungsreisen nach Afrika prägten seine Arbeiten, die sich mit ethnologischen und kunsthistorischen Fragestellungen verbanden.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2587">
                  <persName>Werner, Hellmuth</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Er war der jüngere Bruder von Hannah Tillich.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2039">
                  <persName>Werner, Louise</persName>
                  <birth>
                     <date>18??-08-21</date>
                  </birth>
                  <note type="bio">
                     <p>Louise Werner (Lebensdaten unbekannt) war die Mutter von Hannah Tillich. Mehr biographische Informationen sind derzeit nicht bekannt.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1474">
                  <persName>Pestalozzi, Rudolf</persName>
                  <occupation>Eisenwahrenhändler</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>1905 war P. in das bekannte Familienunternehmen ‚Pestalozzi + Co.‘ eingetreten, seine Leidenschaft galt der Fotographie, daneben war er im CVJM ausgesprochen aktiv, wodurch er unter anderem den Dialektischen Theologen Eduard Thurneysen und über diesen Karl  Barth kennenlernte. P.s Landhaus ‚Bergli‘ wurde zu einem vielbenutzen Aufenthaltsort Barths und anderer Theologen. 1914 heiratete er Gerty (1893-1978), geb. Eidenbenz.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1927">
                  <persName>Tillich, René Johannes Stefan</persName>
                  <birth>
                     <date>1935</date>
                  </birth>
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               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2585">
                  <persName>Werner, Roland</persName>
                  <birth>
                     <date>1893-08-07</date>
                  </birth>
                  <note type="bio">
                     <p>Er war der älteste Bruder von Hannah Tillich und diente im 2. Weltkrieg als Hauptmann bei der Luftwaffe. Er verhungerte jedoch später.</p>
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               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
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                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
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                  <death>
                     <date>2016-03-26</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168750431</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
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                  <persName>Billström, Jakob</persName>
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               <person xml:id="tillich_person_id__641">
                  <persName>Fritz, Alfred</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-09-26</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__420">Stuttgart</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1963</date>
                  </death>
                  <occupation>Evangelischer Pfarrer und Heimleiter</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1162904755</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Alfred Fritz (1886 – 1963) war ein deutscher reformierter Pfarrer und kirchlicher Funktionsträger. Von 1904 bis 1908 studierte er Theologie in Tübingen und Halle, wo er sich mit seinem Mitstudenten Paul Tillich anfreundete und wie dieser im Wingolf engagiert war. Seit 1912 wirkte er als Pfarrer in Butterfelde; im selben Jahr heiratete er Johanna Tillich, die Schwester Paul Tillichs, die jedoch 1920 bei der Geburt des dritten Kindes verstarb. Von 1916 bis 1922 war Alfred Fritz als Missionsinspektor in Bremen tätig, anschließend von 1922 bis 1927 Pfarrer der französisch-reformierten Gemeinde in Frankfurt am Main sowie Leiter des dortigen Magdalenenstifts. Ab 1927 arbeitete er im Diakonissenhaus Teltow, wo er die Leitung des Magdalenenstifts und der Fürsorgeabteilung übernahm. In zweiter Ehe war er mit der Pastorentochter Gertrud „Trude“ Fritz, geborene Horn, verheiratet.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2040">
                  <persName>Werner, Jean Otto Nikolaus</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Jean Otto Nikolaus Werner (1865–1943) war der Vater von Hannah Tillich, der Ehefrau des Theologen Paul Tillich. Nach seiner Ordination 1859 wirkte er zunächst als Pfarrer in Wippersheim, später als Schulinspektor und Kreisschulrat. Seine in New York geborene Frau Louise und er hatten drei Söhne, darunter August Adalbert Roland, der im Zweiten Weltkrieg als Hauptmann bei der Luftwaffe diente und später verhungerte.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1762">
                  <persName>Seeberger, Elisabeth</persName>
                  <birth>
                     <date>1893-06-17</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1986</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">Keine GND-Nummer</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Elisabeth Seeberger (17. Juni 1893 – 1986) war die Schwester des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Im Jahr 1917 heiratete sie Erhard Seeberger, der über viele Jahre als Pfarrer in Berlin-Tempelhof tätig war.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3208">
                  <persName>Seeberger, Hans-Jürgen</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2586">
                  <persName>Werner, Elisabeth</persName>
                  <occupation>Krankenschwester</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Liesel Werner, später Klahre (Lebensdaten unbekannt) war die jüngere Schwester von Hannah Tillich. Sie hat als Krankenschwester gearbeitet. Mehr biographische Informationen sind derzeit nicht bekannt.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2041">
                  <persName>Werner, Marie Luise</persName>
                  <occupation>Psychoanalytikerin</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Marie Louise Werner (1894–1978) war eine deutsche Psychoanalytikerin und Lehrerin. Nach ihrer Ausbildung unterrichtete sie ab 1918 an Berliner Schulen. In den 1920er Jahren besuchte sie gestaltpsychologische Vorlesungen und begann eine Ausbildung am Berliner Psychoanalytischen Institut mit Lehranalysen bei Karen Horney (1928–1931) und Carl Müller-Braunschweig (1940–1942). 1936 wurde sie Mitglied der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft. Nach dem Krieg arbeitete sie als Psychotherapeutin und zählte zu den ersten Lehr- und Kontrollanalytiker:innen der 1950 gegründeten Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung. Sie war die Schwester von Paul Tillichs Ehefrau Hannah. Ihre Schwerpunkte waren Kinderpsychologie und die Beziehung zwischen Psychoanalyse und bildender Kunst.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__643">
                  <persName>Fritz, Gertrude</persName>
                  <birth>
                     <date>1883</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1961</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">Keine GND-Nummer</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Gertrude („Trudchen“) Fritz, geb. Horn, war eine deutsche Sozialarbeiterin. Sie absolvierte eine Ausbildung an einer Sozialen Frauenschule. Sie war die zweite Ehefrau von Alfred Fritz. Weitere biographische Informationen sind derzeit nicht bekannt.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2588">
                  <persName>Werner, Walther</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Er war der jüngere Bruder von Hannah Tillich.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1763">
                  <persName>Seeberger, Erhard</persName>
                  <birth>
                     <date>1891-11-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Aschbach b. Bamberg</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1969</date>
                  </death>
                  <occupation>Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/12680446X</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Georg Seeberger (1891–1969) war ein deutscher protestantischer Geistlicher, Dekan und Kirchenrat in Bamberg. Er war mit Elisabeth, der Schwester des Theologen Paul Tillich, verheiratet. Er verfasste mehrere Publikationen, darunter ein Handbuch zur Amtsführung für protestantische Geistliche im Königreich Bayern.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__236">
                  <placeName>Kassel</placeName>
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