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         <titleStmt>
            <title>Brief Greti Tillich (geb. Wever) an Paul Tillich vom 19. August 1940</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1931">Margarete Tillich</author>
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               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
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               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 193</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, eigenhändig</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
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         </sourceDesc>
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            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
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         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
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      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1931">Margarete Tillich</persName>
               <date when="1940-08-19">19.08.1940</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Pau Tillich</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1931">Korrespondenz mit Margarete Tillich</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1931" target="L01050.xml">Brief von Greti Wever an Paul Tillich vom 15. Januar 1930</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1931" target="L01589.xml">Brief von Margarete Wever an Paul Tillich ohne Datum</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10497.xml">Brief von Samuel McCrea Cavert an Paul Tillich vom 14. August 1940</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10499.xml">Brief von Marguerite Block an Paul Tillich vom 29. August 1940</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1940-08-19"/></creation></profileDesc>
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         <change who="MI" when="2025-10-24">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
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         <div type="writingSession">
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            <opener><dateline><rs ref="#tillich_place_id__1102" type="place">Schwerin</rs>/<rs ref="#tillich_place_id__1103" type="place">Bestensee</rs>/Mark.<lb/>
            <date when="1940-08-19">19. Aug. 40.</date></dateline>
            <salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs>,</salute>
            </opener>
            <p>Dein Lebenszeichen mit einer Karte war ja sehr nett, aber warum hast Du denn 
               nicht wenigstens gleich eine kurze Bestätigung, dass <rs ref="#" type="person">Klaus</rs> <!-- unklar wer gemeint ist, evtl. tillich_place_id__470 -->
            Deinen Namen tragen darf, mitgeschickt? Dann hätte ich doch wenigstens etwas in den Händen, wenn
            ich nach Beendigung des Krieges, den ich nach 14 Tagen annehme, die Sache wieder aufgerollt wird.
            Schicke es mir doch bitte sofort, irgend eine notarielle Beglaubigung braucht ja erst später zu
            erfolgen.–</p>
            <p>Nun willst Du von uns allen hören? Ich kann mir denken, dass Dich das interessieren
               könnte. In meinem ersten Brief<note type="ea">liegt nicht vor</note> vorigen Jahres,
               den ich nach einem Vierteljahr zurückbekam, stand alles sehr schön drin. Mir hat es
               direkt Spass gemacht, ihn wieder zu lesen. Aber ich kann ihn nicht wieder schicken,
               da er die damalige Zeit behandelt, die nun schon überholt ist.</p>
            <p>Eigentlich interessieren mich Familiengeschichten jetzt weniger denn je, ich lebe nur
               in der Weltgeschichte und mache zwischendurch meine Arbeit. Es ist etwas Wunderbares
               mit einem siegreichen Volk zu leben. Ich muss des öfteren an <rs ref="#tillich_person_id__1826" type="person">Spengler</rs>s einen Ausspruch
               denken, dass es Menschen gibt, die die Schaffung eines guten
                  <unclear>P?naus</unclear> für wichtiger halten als die Erfindung eines
               Flugzeugmotors – Ich wollte, Du kämst einmal her und siehst Dir meine ganze
               Herrlichkeit an. Dann könnte Dir <unclear>Dini</unclear> alles so schön erzählen, was
               Du wissen möchtest.<pb/> Ich lebe jetzt bischen einsam, da mein lieber Sohn als
               Soldat in <rs ref="#tillich_place_id__189" type="place">Halle</rs> mich ganz
               vergessen hat, und seine freie Zeit mit Briefen an seine Freundin in <rs ref="#tillich_place_id__470" type="place">Wien</rs> ausfüllt. Das ist eben
               Mutterlos. Er erlebt nichts Neues in seiner Funkerausbildung, beneidet die
               Fallschirmjäger, zu der sich unendlich viele melden. Aber ich habe ihm geschrieben,
               dass er sich später immer noch den Hals im Flugzeug brechen kann und bei seiner
               Funkerei bleiben soll.</p>
            <p><unclear>Dini</unclear><!-- unklar wer gemeint ist --> ist noch immer gesund und
               munter. <unclear>Eva</unclear>
               <!-- unklar wer gemeint ist vielleicht tillich_person_id__2047 --> etwas nervös, da
               sie einen schwierigen Mann hat; nicht mein Geschmack. T.
               <unclear>HannaMarie</unclear> ist gestorben. <rs ref="#tillich_person_id__1886" type="person">Gertrud</rs>
               <!-- Zuordnung unsider -->war Ostern bei uns; wir verstehen uns wieder gut. Sie
               betrachtet <rs ref="#tillich_person_id__1887" type="person">Eckard</rs> <!-- Zuordnung unsicher -->mit etwas Geringschätzung. Den
               Winter war ich auf dem Kirchhof am Hallenschen Tor und sah, dass <rs ref="#tillich_person_id__1924" type="person">Dein Vater</rs> gestorben war. Ich
               dachte, er würde älter werden. Es war ein merkwürdiges Gefühl an seinem Grabe zu
               stehen und 20 Jahre zurückzudenken.</p>
            <p>Ich weiss nicht, was ich Dir noch schreiben soll. Schreibe mir lieber, was Du alles
               wissen willst. Erzähle mir, was Du so machst. Ich finde, Du solltest jetzt nach hier
               zurückkommen. Später ist man zu alt dazu, um noch einmal zu wechseln.</p>
            <p>Also schreibe bitte recht bald.</p>
            <closer>
               <salute>Herzl. Gruss</salute>
               <signed> D. <rs ref="#tillich_person_id__1931" type="person">G.</rs></signed>
            </closer>
         </div>
      </body>
   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1924">
                  <persName>Tillich, Johannes Oskar</persName>
                  <birth>
                     <date>1857-06-03</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Berlin, Deutschland</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1937-07-30</date>
                  </death>
                  <occupation>Pfarrer, Superintendent und Konsistorialrat</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631602</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Johannes Oskar Tillich (1857 – 1937) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Theologe. 1885 hatte er Wilhelmina Mathilde Dürselen geheiratet, die 1903 verstarb. Seine erste Pfarrstelle hatte er in der lutherischen Gemeinde Starzeddel bei Guben, wo 1886 sein Sohn Paul geboren wurde. Johannes Oskar Tillich und Wilhelmina Mathilde Dürselen waren also die Eltern des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. 1891 wurde Johannes Oskar Tillich Superintendent des Kirchenkreises Schönfließ in der Neumark, 1900 folgte seine Berufung nach Berlin, wo er zum Geheimen Konsistorialrat ernannt wurde.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1931">
                  <persName>Tillich, Margarethe</persName>
                  <idno type="gnd">Keine GND-Nummer</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Margarete Karla Tillich (8. April 1888 – 25. November 1968), geboren als Margarete Karla Wever und genannt Greti, war die erste Ehefrau des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Die Ehe wurde am 28. September 1914 geschlossen und im November 1921 geschieden.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1887">
                  <persName>Sydow, Eckart von</persName>
                  <birth>
                     <date>1885-09-05</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Dobberphul</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1942-07-01</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__37">Berlin</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Kunsthistoriker</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/117387010</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Eckart von Sydow (5. September 1885 – 1. Juli 1942) war ein deutscher Kunsthistoriker und Ethnologe. Er wurde 1912 in Halle promoviert und arbeitete anschließend in Berlin im Umfeld der Staatlichen Museen sowie als Publizist zur zeitgenössischen Kunst. Nach dem Ersten Weltkrieg wandte er sich der außereuropäischen Kunst zu, leitete die Kestnergesellschaft und veröffentlichte grundlegende Studien zur afrikanischen Plastik. 1933 trat er der NSDAP bei und erhielt eine Stelle an der Universität Berlin, wo er zur Kunst sogenannter „Naturvölker“ lehrte. Forschungsreisen nach Afrika prägten seine Arbeiten, die sich mit ethnologischen und kunsthistorischen Fragestellungen verbanden.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1886">
                  <persName>Sydow, Gertrud von</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Gertrud von Sydow (Lebensdaten unbekannt) war die Ehefrau des Kunsthistorikers Eckart von Sydow, von dem sie später geschieden wurde. Gemeinsam hatten sie eine Tochter namens Ulrike. Sie trug den Spitznamen Miesing. Mehr biographische Informationen sind derzeit nicht bekannt.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1826">
                  <persName>Spengler, Oswald</persName>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118616110</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Oswald Spengler (29. Mai 1880 – 8. Mai 1936) wirkte als Kulturphilosoph und politischer Schriftsteller. In seinem Werk Der Untergang des Abendlandes (1918/22) verstand er Geschichte als zyklisches Werden und Vergehen von Hochkulturen und sah Europa in einer Phase des Niedergangs. Das Buch wurde trotz Kritik ein Bestseller und prägte die konservative Revolution. Spengler lehnte Liberalismus und Parlamentarismus ab, hielt zum Nationalsozialismus Distanz und wandte sich später anthropologischen Fragestellungen zu.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__1102">
                  <placeName>Schwerin</placeName>
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                  <placeName>Wien</placeName>
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