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      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>Brief von Max Horkheimer an Paul Tillich vom 29. Juni 1940</title>
            <author ref="#tillich_person_id__931"> Max Horkheimer</author>
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               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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            <msDesc type="typescript">
               <msIdentifier>
                  <country>Deutschland</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__143">Frankfurt a.M.</settlement>
                  <institution>Goethe-Universität Frankfurt</institution>
                  <repository>Universitätsbibliothek Frankfurt</repository>
                  <collection>UBA Ffm</collection>
                  <idno>Na 1</idno> <!-- Johann Wolfgang Goethe-Universität, Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg, Archivzentrum: UBA Ffm, Na 1,24? / (Na 1, 52 [87]242r-[88]243r) -->
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, maschinenschriftlich</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <encodingDesc>
         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__931">Max Horkheimer</persName>
               <date when="1940-06-29">29.06.1940</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__931">Korrespondenz mit Max Horkheimer</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__931" target="L10502.xml">Brief von Paul Tillich an Max Horkheimer vom 01. Oktober 1940</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10494.xml">Brief Samuel McCrea Cavert an Paul Tillich vom 23. Juni 1940</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10496.xml">Brief von Frank Kingdon an Paul Tillich vom 1. Juli 1940</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1940-06-29"/></creation></profileDesc>
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         <change who="MI" when="2025-08-02">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
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         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline><date when="1940-06-29">29. Juni 1940.</date></dateline>
               Air-Mail. <lb/>
               
               <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Dr. Paul Tillich</rs><lb/>
               <rs ref="#tillich_place_id__831" type="place"><sic>T</sic>armel by the Sea</rs><lb/>
               <rs ref="#tillich_place_id__848" type="place">California</rs>
               <salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs>:</salute>
            </opener>
            <p> Ich wünsche Ihre Ferien nicht zu stören, es sei denn durch <rs ref="#tillich_person_id__932" type="person">Maidon</rs>s und meine persönliche Ankunft,
               die gar nicht so unwahrscheinlich ist.</p><p> Heute handelt es sich um etwas "Geschäftliches", das keinen Aufschub <sic>dulded</sic>. Unser Antisemitismus-Projekt liegt
                  dem American Jewish Comittee vor und entscheidene Geldgeber des Comittees stehen der Finanzierung nicht ablehnend gegenüber. Die Research Abteilung des Comittees 
                  hat uns ebenfalls ihre Sympatie versichert, aber es sieht so aus, als ob sie doch einige Intrigen anzettle, wahrscheinlich damit durch unsere Untersuchungen
                  ihre eigenen tiefgründigen Arbeiten über das gleiche Thema nicht unter den Scheffel gestellt werden.</p>
            <p>Durch eine vertrauliche Mitteilung haben wir soeben erfahren, dass das Comittee
               (durch seinen Generalsekretär, Herrn <rs ref="#tillich_person_id__3537" type="person"> Morris Waldman</rs>) Mr. <rs ref="#tillich_person_id__3539" type="person">Landis</rs> vom Federal Council of Christian Churches schon seit längerer Zeit um
               ein Gutachten gebeten hatte. Dies wurde offenbar erteilt und soll nicht ungünstig
               ausgefallen sein. Genaues darüber wissen wir nicht, jedenfalls hat Herr <rs ref="#tillich_person_id__3537" type="person"> Waldman</rs> auf Grund des
               Gutachtens die Möglichkeit gefunden, das Projekt auf unbestimmte Zeit in den files zu
               begraben ehe er es dem Plenum des Comittees vorlegt, wenn dies überhaupt je der Fall
               sein wird.</p>
            <p>Haben Sie irgend eine Beziehung zu <rs ref="#tillich_person_id__3539">Landis</rs>?
               Wenn ja, wäre ich Ihnen unendlich dankbar, wenn sie diese sogleich in Bewegung setzen
               wollten. Ausser Ihrer allgemeinen Ansicht über das Institut und das Projekt könnten
               Sie etwa noch folgendes geltend machen:</p>
            <p>Wir haben in dem Entwurf selbst die theologischen Gesichtspunkte, die, wie sie ja
               wissen, mir persönlich bei der Ausführung besonders am Herzen lägen, zurückgestellt,
               weil das Projekt in dieser Form zunächst für liberale Juden bestimmt war. Ferner
               haben wir aus ähnlichen Gründen nicht hervorgehoben, dass der moderne Anti-Semitismus
               identisch ist mit dem Angriff auf das Christentum: es wird an seiner schwächsten
               Stelle, dem Judentum, getroffen.<pb n="2"/> Sie könnten weiter betonen, dass, wenn
               das Projekt finanziert wird, wir Sie darum bitten würden, mit einem amerikanischen
               theologischen Assistenten zusammen an den Arbeiten leitend teilzunehmen.</p>
            <p><rs ref="#tillich_person_id__3538" type="person">MacIver</rs><!-- Zurodnung unklar -->, <rs ref="#tillich_person_id__3540" type="person">Jessup</rs>
               <!-- 
               Zuordnung unklar, der einzige Jessup der in dem  Kontext in Internetquellen zu finden war -->
               and <rs ref="#tillich_person_id__3541" type="person">Duggan</rs>
               <!-- auch unklar --> haben bereits persönlich an Mitglieder des Comittees geschrieben
               und die Wichtigkeit der Durchführung für die amerikanische Wissenschaft betont. Da
               das Gutachten von <rs ref="#tillich_person_id__3539" type="person">Landis</rs> ohne
               eine genaue Kenntnis des Instituts und anderer Umstände abgegeben worden ist, wäre es
               ausgezeichnet, wenn Sie, oder einer Ihrer Freunde, ihn veranlassen könnten, noch
               einmal in der Sache von sich aus das Wort zu ergreifen und warm dafür einzutreten,
               dass die Ausführung nicht auf die lange Bank geschoben sondern möglichst rasch in
               Angriff genommen wird. Auf dieses "möglichst rasch" kommt es an, denn es ist die
               Taktik der Gegner im Comittee, das Projekt nie formal abzulehnen sondern es immer
               wieder zu vertagen.</p>
            <p>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs>, entschuldigen
               Sie, dass ich Sie damit belaste. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wozu man in den
               Ferien Lust und wozu man keine Lust hat, aber von diesem Projekt hängt für uns viel
               mehr als bloss die Lösung finanzieller Probleme ab.</p>
            <closer>
               <salute>Alles Liebe für <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hanna</rs>
                  und die ganze Gesellschaft.</salute>
               <signed>Ihr </signed>
            </closer>
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                  <persName>Duggan, Stephen P.</persName>
                  <birth>
                     <date>1870-12-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>New York</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1950-08-18</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Stamford, Conneticut</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Bildungsforscher</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3537">
                  <persName>Waldman, Morris</persName>
                  <birth>
                     <date>1879-05-01</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Bardejov, Slowakei</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1963-09-07</date>
                     <settlement>
                        <placeName>New York</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Amerikanischer Rabbi und Sozialarbeiter</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/117119342</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3538">
                  <persName>MacIver, Robert M.</persName>
                  <birth>
                     <date>1882-04-17</date>
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                        <placeName>Stornoway, Schottland</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1970-06-15</date>
                     <settlement>
                        <placeName>New York</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Politologe und Soziologe</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/124559042</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3539">
                  <persName>Landis, Benson Y.</persName>
                  <birth>
                     <date>1897</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1966</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1280672870</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
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                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3540">
                  <persName>Jessup, Philip Caryl</persName>
                  <birth>
                     <date>1897-01-05</date>
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                     <date>1986-01-31</date>
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                        <placeName>New York</placeName>
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                  <occupation>Jurist, Diplomat und Völkerrechtler</occupation>
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                  <persName>Horkheimer, Rose Christine</persName>
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