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                <title>Brief von Paul Tillich an Lilly Pincusvom 31. Juli 1935</title>
                <!-- Im Dokument steht 31. Juni - Es gibt keinen 31. Juni, Datum ist also falsch abgetippt, wahrscheinlich eher schreibfehler beim Monat als beim Tag-->
                <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-3229-6246">Ole Soldatow</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933-1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                        <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                        <postCode>1010</postCode>
                        <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
                        </placeName>
                    </address>
                </publisher>
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                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
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                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <!-- Wo? -->
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection><!-- ?? --></collection>
                        <idno>NL Pauck Box 44, Folder 4</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, maschinenschriftlich</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <encodingDesc>
            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
        <profileDesc>
            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                    <date when="1935-07-31">31.07.1935</date>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1498">Lilly Pincus</persName>
                </correspAction>
            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1498">Korrespondenz mit Lilly Pincus</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1498" target="L10009.xml">Undatierter Brief von Paul Tillich an Lily Pincus von 1934</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1498" target="L10240.xml">Brief von Paul Tillich an Lily Pincus vom 29. November 1935</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10120.xml">September 1935</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10220.xml">Brief von Elisabeth Tillich an Paul und Hannah Tillich vom 7. August 1935</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1935-07-31"/></creation></profileDesc>
        <revisionDesc status="approved">
            <change when="2025-06-13" who="OS">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    </teiHeader>
    <text type="letter">
        <body>
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                <opener>
                    <dateline><date when="1935-07-31">31 Juli 1935</date></dateline>
                    <salute>Liebe <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1498">Lilly</rs>!</salute>
                </opener>
                <p>Dein Brief<note type="ea">Nicht überliefert.</note> hat mein Herz sehr bewegt. Es
                    ist so viel Liebe und Erwartung darin, wie ich sie gar nicht verdiene, ich danke
                    Dir dafür und für die Unruhe, die die geschäftliche Unfähigkeit der Pfarrer Dir
                    gemacht hat. Ich habe nun eine Anfrage und das Telegramm bekommen. In der
                    Anfrage steht nichts von einer Einladung und nichts von dem was ich dort soll.
                    Auf dem Programm ist nicht zu ersehen, dass ich zu irgend etwas sprechen soll.
                    Die Geburt hat inzwischen so viel verschlungen, dass wir nicht einmal für hier
                    genug haben, geschweige denn dass ich auch nur einen Dollar mitbringen kann.
                    D.h. auch wenn einiges Reisegeld gezahlt wird, ist es unmöglich zu kommen. Wäre
                    ich vor 3 Monaten über die Sache orientiert worden, so hätte ich wahrscheinlich
                    eher etwas flüssig machen können, aber das ist längst, längst zu spät. Wenn Du
                    bereit bist, wie ich, von Hoffnungen zu leben, so ist eine entfernte Möglichkeit
                    gegeben, dass ich nächstes Jahr von <date when="1936-04-01">1 Apr.</date> bis
                        <date when="1936-07-01">1 Juli</date> komme. – Aber das hängt gleichfalls
                    von mindestens drei Umständen ab: 1) Dass ich dann frei bin, weder beruflich
                    noch häuslich gebunden, 2) Dass ich dann Geld habe. 3) Dass ich dann irgend
                    etwas Bestimmtes in Europa zu tun habe. Aber verschliesse das in Deinem Herzen,
                    denn durch Drüber-Reden wird es nur unwahrscheinlicher – es sei denn dass Du
                    irgend eine wichtige Konferenz Einladung veranlassen kannst.</p>
                <p><rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs> und dem <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">Jungen</rs> geht es weiter gut.
                    Es ist ein eigentümliches Gefühl Vater eines Sohnes zu sein, ganz anders als bei
                    einer Tochter! Das muss wohl mit Ahnenkultus-Erinnerungen zusammenhängen –
                    übrigens ist <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">René</rs> (oder
                    Stephan?) mir lächerlich ähnlich. Den Wunsch, dass er ein kleiner <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs> werden möge, teile
                    ich übrigens nicht – begreiflicherweise, ich wünsche ihm was Besseres. (Der Name
                    Stephan, den ich an sich wundervoll finde, erweckt zur Zeit in mir etwas
                    unermessliche Assoziationen, wenn ich an Euch schreibe. Der erste <rs ref="#tillich_person_id__1855" type="person">Stephanos</rs> war Märtyrer,
                    der zweite, den Ihr kennt, scheint <pb n="2"/>den Verfolgern näher zu stehen,
                    möge der dritte – das ist unser Wunsch für ihn – nicht nur Märtyrer sondern auch
                    Sieger in dem Kampf sein in dem wir Besiegte sind. Und der andere Stephan??
                    überläufer?? Dass eine Krone (Stephanos) in diesem Kampfe verliehen wird ohne
                    etre <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">rené</rs> ohne Brechung
                    des Willens zur Macht unterscheidet meine Idee und soll <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">Stephan René</rs> unterscheiden
                    von denen die ohne individuelle und allgemeine Bedürftigkeit das Reich Gottes
                    erkämpfen wollen. Aber wenn so etwas ist und der erteilte Segen, von dem <rs ref="#tillich_person_id__1253" type="person">Thomas Mann</rs> in seiner
                    Joseph-Legende so wundervoll plastisch erzählt, dann soll dies der Segen sein,
                    dass er hilft eine gerechtere Welt zu schaffen als die in die er geboren ist.
                    Wenn alles klappt, soll er am <date when="1935-07-06">6. Juli</date> durch unser
                    Freund <rs ref="#tillich_person_id__2957" type="person">Richard Niebuhr</rs>,
                    der zugleich mit <rs ref="#tillich_person_id__1621" type="person">Robert
                        Ulrich</rs>, Mann von <rs ref="#tillich_person_id__271" type="person">Elsa
                        Brandström</rs> – Pate sein soll. Die weiblichen Paten sollen <rs ref="#tillich_person_id__1762" type="person">Elisabeth</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__2041" type="person">M.L.</rs> sein.</p>
                <p>Mir tut so dankbar, dass Ihr Elisabeth einen so schönen Tag mit ihrer Familie
                    bereitet habt. Sie schreibt so begeistert davon. <rs ref="#tillich_person_id__2041" type="person">M.L.</rs> erzählt viel und hat
                    hier aller Herzen erobert; aber sie weiß nicht mehr Objektiveres als wir wissen,
                    sie bringt Heimat-Luft mit und das ist schön. <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs> und dem Kind geht es gut. Die Hitze ist jetzt
                    etwas bedrückend. Aber wir hoffen in der nächsten Woche aufs Land zu können für
                    3 Monate [Adresse immer hier] Eure Sachen waren wundervoll und sehr passend.
                    Wann machen wir die nächste Motorboot-Fahrt? In Liebe und Treue Dir und den
                    anderen!</p>
                <closer>Dein <signed><rs type="person" ref="#tillich_person_id__1928">Paulus</rs></signed>
                </closer>
                <postscript>
                    <p>Übrigens ist der Junge amerikanischer Bürger und kann es bis zum Präsidenten
                        bringen.</p>
                </postscript>
            </div>
        </body>
    <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1498">
                  <persName>Pincus, Lily</persName>
                  <occupation>Britische Sozialarbeiterin und Autorin</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118594419</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Lily Pincus (13. März 1898 – 22. Oktober 1981) war eine deutsch-britische Sozialarbeiterin und Schriftstellerin. Nach ihrer Ausbildung in Fototechnik arbeitete sie als Röntgenassistentin. 1922 heiratete sie einen Juristen, mit dem sie ab 1925 in Potsdam ein Wohngemeinschaftsprojekt mit dem befreundeten Ehepaar Löwenfeld teilte – ein intellektuelles Zirkel, das auch dem Theologen Tillich nahestand. 1939 emigrierten beide nach Großbritannien, wo sie Tätigkeiten in Sozialwesen übernahm. 1948 gründete sie ein Institut zur Ehforschung an einer Londoner Klinik und leitete dieses bis 1965.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1253">
                  <persName>Mann, Thomas</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2957">
                  <persName>Niebuhr, H. Richard</persName>
                  <occupation>Theologe</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119066998</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Niebuhr, Helmut Richard (3.9.1894 Wright City, Missouri – 5.7.1962 New Haven, Connecticut) war ein US-amerikanischer evangelischer Theologe und Ethiker. Er stammte aus einer Pfarrersfamilie deutscher Einwanderer und war der Bruder von Reinhold Niebuhr. Nach Studien in Elmhurst, St. Louis, Washington und Yale, wo er 1924 promovierte, lehrte er zunächst in Elmhurst und St. Louis. Ab 1931 wirkte er an der Yale Divinity School, ab 1954 als Sterling Professor. Er war Mitbegründer der United Church of Christ und prägte Generationen von Theologen. Beeinflusst von Kierkegaard, Barth und Troeltsch verband er neo-orthodoxe und liberale Ansätze. In seinem Hauptwerk Christ and Culture (1951) plädierte er für ein kulturtransformierendes Christentum, während seine Schrift The Responsible Self (1962) seine theologische Ethik zusammenfasste.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1762">
                  <persName>Seeberger, Elisabeth</persName>
                  <birth>
                     <date>1893-06-17</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1986</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">Keine GND-Nummer</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Elisabeth Seeberger (17. Juni 1893 – 1986) war die Schwester des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Im Jahr 1917 heiratete sie Erhard Seeberger, der über viele Jahre als Pfarrer in Berlin-Tempelhof tätig war.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1927">
                  <persName>Tillich, René Johannes Stefan</persName>
                  <birth>
                     <date>1935</date>
                  </birth>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631653</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1621">
                  <persName>Robert, Ulrich</persName>
                  <occupation>Deutscher Diplomat</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1855">
                  <persName>Stephanus</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
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                  <persName>Werner, Marie Luise</persName>
                  <occupation>Psychoanalytikerin</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Marie Louise Werner (1894–1978) war eine deutsche Psychoanalytikerin und Lehrerin. Nach ihrer Ausbildung unterrichtete sie ab 1918 an Berliner Schulen. In den 1920er Jahren besuchte sie gestaltpsychologische Vorlesungen und begann eine Ausbildung am Berliner Psychoanalytischen Institut mit Lehranalysen bei Karen Horney (1928–1931) und Carl Müller-Braunschweig (1940–1942). 1936 wurde sie Mitglied der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft. Nach dem Krieg arbeitete sie als Psychotherapeutin und zählte zu den ersten Lehr- und Kontrollanalytiker:innen der 1950 gegründeten Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung. Sie war die Schwester von Paul Tillichs Ehefrau Hannah. Ihre Schwerpunkte waren Kinderpsychologie und die Beziehung zwischen Psychoanalyse und bildender Kunst.</p>
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                  <persName>Brändström, Elsa</persName>
                  <birth>
                     <date>1888-03-26</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Sankt Petersburg</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1948-03-04</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Cambridge, Mass.</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Philanthropin, Lehrerin und Krankenschwester</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118514407</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Elsa Brändström (26. März 1888 – 4. März 1948) war eine schwedische Philanthropin, geboren in Sankt Petersburg. Im Ersten Weltkrieg betreute sie als Krankenschwester deutsche und österreichische Kriegsgefangene in sibirischen Lagern und erhielt dafür den Beinamen „Engel von Sibirien". Später gründete sie Heime für Kinder von Kriegsgefangenen, veröffentlichte 1922 einen Erlebnisbericht und gehörte zu den Mitbegründern der Studienstiftung des deutschen Volkes. 1929 heiratete sie Robert Ulich; 1933 emigrierte die Familie in die USA, wo sie Flüchtlingshilfe organisierte. Sie starb in Cambridge. Paul Tillich würdigte sie nach ihrem Tod als Verkörperung tätiger Liebe.</p>
                  </note>
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