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      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>Brief von Jean Otto Nikolaus Werner an Paul Tillich vom 7. August 1937</title>
            <author ref="#tillich_person_id__">Johannes Werner</author>
            <respStmt>
               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                  <postCode>1010</postCode>
                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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            <msDesc type="typescript">
               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 203(8)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, eigenhändig</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <encodingDesc>
         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__2040">Jean Otto Nikolaus Werner</persName>
               <date when="1937-08-07">07.08.1937</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__2040">Korrespondenz mit Jean Otto Nikolaus Werner</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10340.xml">Brief von Paul Tillich an Fritz Medicusvom 8. April 1937</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10375.xml">Brief von Lily Pincus an Paul Tillich vom 31. August 1937</ref></correspContext></correspDesc>
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            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1937-08-07"/></creation></profileDesc>
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         <change who="MI" when="2026-07-18">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
      
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         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline><rs ref="#tillich_place_id__236" type="place">Kassel</rs>, den <date when="1937-08-07">7. August 1937</date></dateline>
               <salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs>!</salute>
            </opener>
            <p>Durch <rs ref="#tillich_person_id__5325" type="person">Deine Schwester Elisabeth</rs>
               erhielten wir die Nachricht von dem Tode Deines <rs ref="#tillich_person_id__1924" type="person">Vater</rs>s. Nach Deiner und auch <rs ref="#tillich_person_id__2041" type="person">Marie-Luise</rs>ns Äußerungen war ja erst? in der letzten Zeit eine
               oft <unclear>schon ?</unclear> Erregung bemerkbar gewesen, von der man auf ein
               schnelles Ende schließen konnte. Nun ist Dein lieber <rs ref="#tillich_person_id__1924" type="person">Vater</rs> heimgegangen nach einem
               langen segensreichen Wirken. Sei versichert, daß wir mit Dir den schweren Verlust
               fühlen und Dein Leid, in der letzten Stunde nicht bei ihm sein zu können, teilen. Die
               Tragik unseres Lebens habe auch ich bei dem Tode meines Vaters erleben müssen, der im
               80. Jahre von uns schied. In der Sorge um mich mit Frau und fünf 5 kleinen Kindern
               hatte er sich aufgerieben. Und nun kommt das Tragische. Morgens um 6 Uhr tat er den
               letzen Atemzug, und um 9 Uhr hatte ich meine Bestellung als Pfarrer, auf die er so
               sehr gewartet hatte. Dreimal hatte das Konsistorium andere Bestellungen
               zurückgenommen, das sich im letzten Augenblicke Ältere beworben hatten. Aber, wir
               müssen das Leben meistern, wie ich es auch versucht habe. Du aber wirst nach zwei
               Jahren es freier <unclear>?</unclear>an dem Grabe Deines lieben Vaters stehen,–</p>
            <p><rs ref="#tillich_person_id__2041" type="person">Marie-Luise</rs> hat uns viel von
               Euch erzählt. Es war zu schön, daß Ihr noch einmal zusammen sein konntet. Nun seid
               Ihr in den Bergen mit lieben Verwandten und werdet Euch hoffentlich noch vom
               Geschehen erholen.<pb n="2"/>
            </p>
            <p>Wir haben die Absicht, am 14. nach <unclear>Lanzenkirchen</unclear> zu fahren, dort bis Anfang
               September zu bleiben und dann bei <rs ref="#tillich_person_id__2588" type="person">Walther</rs> noch 2 Wochen zu verbringen. <rs ref="#" type="person">Mutter</rs>s
               Geburtstag am 21.8. werden wir bei <rs ref="#tillich_person_id__2586" type="person">Liesel</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__5536" type="person">Erich</rs> feiern. Heute ist <rs ref="#tillich_person_id__2585" type="person">Roland</rs>s Geburtstag. Wir erwarten ihn nachmittags. Von <rs ref="#tillich_person_id__2041" type="person">Marie-Luise</rs> haben wir gute
               Nachricht. Ihr Besuch hat uns große Freude gemacht.</p>
            <p><rs ref="#tillich_person_id__2587" type="person">Helmuth</rs>s Söhnchen entwickelt
               sich nach meiner Arznei recht gut. Er sitzt jetzt meist aufrecht in seinem Wagen und fängt
               an zu schreien. <rs ref="#tillich_person_id__5535" type="person">Elfriede</rs> geht es auch gut.</p><closer>
               <salute><rs ref="#tillich_person_id__2041" type="person">Mutter</rs> und ich grüßen
                  Euch alle herzlich.<lb/> In Liebe</salute>
               <signed><rs ref="#tillich_person_id__2040" type="person">Vater</rs>.</signed>
            </closer>
         </div>
      </body>
   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1924">
                  <persName>Tillich, Johannes Oskar</persName>
                  <birth>
                     <date>1857-06-03</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Berlin, Deutschland</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1937-07-30</date>
                  </death>
                  <occupation>Pfarrer, Superintendent und Konsistorialrat</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631602</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Johannes Oskar Tillich (1857 – 1937) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Theologe. 1885 hatte er Wilhelmina Mathilde Dürselen geheiratet, die 1903 verstarb. Seine erste Pfarrstelle hatte er in der lutherischen Gemeinde Starzeddel bei Guben, wo 1886 sein Sohn Paul geboren wurde. Johannes Oskar Tillich und Wilhelmina Mathilde Dürselen waren also die Eltern des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. 1891 wurde Johannes Oskar Tillich Superintendent des Kirchenkreises Schönfließ in der Neumark, 1900 folgte seine Berufung nach Berlin, wo er zum Geheimen Konsistorialrat ernannt wurde.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2588">
                  <persName>Werner, Walther</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Er war der jüngere Bruder von Hannah Tillich.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2040">
                  <persName>Werner, Jean Otto Nikolaus</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Jean Otto Nikolaus Werner (1865–1943) war der Vater von Hannah Tillich, der Ehefrau des Theologen Paul Tillich. Nach seiner Ordination 1859 wirkte er zunächst als Pfarrer in Wippersheim, später als Schulinspektor und Kreisschulrat. Seine in New York geborene Frau Louise und er hatten drei Söhne, darunter August Adalbert Roland, der im Zweiten Weltkrieg als Hauptmann bei der Luftwaffe diente und später verhungerte.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2585">
                  <persName>Werner, Roland</persName>
                  <birth>
                     <date>1893-08-07</date>
                  </birth>
                  <note type="bio">
                     <p>Er war der älteste Bruder von Hannah Tillich und diente im 2. Weltkrieg als Hauptmann bei der Luftwaffe. Er verhungerte jedoch später.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2587">
                  <persName>Werner, Hellmuth</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Er war der jüngere Bruder von Hannah Tillich.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2586">
                  <persName>Werner, Elisabeth</persName>
                  <occupation>Krankenschwester</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Liesel Werner, später Klahre (Lebensdaten unbekannt) war die jüngere Schwester von Hannah Tillich. Sie hat als Krankenschwester gearbeitet. Mehr biographische Informationen sind derzeit nicht bekannt.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2041">
                  <persName>Werner, Marie Luise</persName>
                  <occupation>Psychoanalytikerin</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Marie Louise Werner (1894–1978) war eine deutsche Psychoanalytikerin und Lehrerin. Nach ihrer Ausbildung unterrichtete sie ab 1918 an Berliner Schulen. In den 1920er Jahren besuchte sie gestaltpsychologische Vorlesungen und begann eine Ausbildung am Berliner Psychoanalytischen Institut mit Lehranalysen bei Karen Horney (1928–1931) und Carl Müller-Braunschweig (1940–1942). 1936 wurde sie Mitglied der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft. Nach dem Krieg arbeitete sie als Psychotherapeutin und zählte zu den ersten Lehr- und Kontrollanalytiker:innen der 1950 gegründeten Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung. Sie war die Schwester von Paul Tillichs Ehefrau Hannah. Ihre Schwerpunkte waren Kinderpsychologie und die Beziehung zwischen Psychoanalyse und bildender Kunst.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__5536">
                  <persName>?, Erich</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__5535">
                  <persName>?, Elfriede</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__5325">
                  <persName>Tillich, Elisabeth</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Zweite Ehefrau von Georg Tillich (5320)</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__236">
                  <placeName>Kassel</placeName>
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                     <geo>51.31667 9.50000</geo>
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                  <idno type="wikidata">http://www.wikidata.org/entity/Q32067925</idno>
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               </listPlace></back></text>
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