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         <titleStmt>
            <title>Brief von Paul Tillich an Johannes Tillich vom 7. Juni 1937</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1928"> Paul Tillich</author>
            <respStmt>
               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                  <postCode>1010</postCode>
                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 649/184(10)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, eigenhändig</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
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         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
               <date when="1937-06-07">06.06.1937</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1924">Johannes Tillich</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1924">Korrespondenz mit Johannes Tillich</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1924" target="L10330.xml">Brief von Johannes Tillich an Paul Tillich vom 01.01.1937</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1924" target="L10348.xml">Brief von Johannes Tillich an Paul Tillich vom 16. Juni 1937</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10345.xml">Brief von Paul Tillich an Elisabeth Tillich vom 6. Juni 1937</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10348.xml">Brief von Johannes Tillich an Paul Tillich vom 16. Juni 1937</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1937-06-07"/></creation></profileDesc>
      <revisionDesc status="approved">
         <change who="MI" when="2025-07-04">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
      <body>
         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
               <opener><dateline><rs ref="#tillich_place_id__843" type="place">Heyst sur mer</rs>,
                  <date when="1937-06-07">1. Juni 1937.</date></dateline> <!-- anders als in der Liste angegeben, ist der Brief auf den 1.06.1937, zwei Tage
                  vor Johnannes Tillichs Geburtstag datiert.-->
               </opener>
            <p>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1924" type="person">Papa</rs>! Übermorgen ist Dein Geburtstag, und wenn ich heut schreibe, kommt es rechtzeitig an, ein merkwürdiges Gefühl, nachdem ich
            in den letzten Jahren immer 2 Wochen vorher schreiben musste! Aber zugleich ein wehmütiges Gefühl, dass wir so nahe sind und uns doch nicht sehen 
            können. Ich weiss nun deutlicher als im vorigen Jahr, dass es für Dich unmöglich ist, und Du weisst deutlicher, dass es für mich unmöglich ist. Was
            ich und wir alle Dir wünschen ist, dass Du, frei von den gegenwärtigen Leiden, noch einige spätsommerliche <del>Tage</del> Jahre <!-- 
            Tage ist mit Jahre überschrieben--> erleben mögest, und was ich persönlich wünsche, ist, dass die Dinge sich so entwickeln, dass ich Dich noch 
            lange und gesund wiedersehen kann. Aber ich weiß auch, dass beide Wünsche in der gegenwärtigen Erfahrung wenig Grund haben; und doch:
            Hoffnung überfliegt immer und überwindet oft <pb n="2"/> die gegenwärtige Erfahrung.</p>
            <p>Ich schreibe die am Rand des Meeres, mit Blick auf die berühmte Mole von <rs ref="#tillich_place_id__844" type="place">Zeebrügge</rs>.
               <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">René</rs> sind seit
               bald einer Woche in der Pension, in der sie mindestens bis Ende Juli, der <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">Bube</rs>
            vielleicht bis Mitte September, bleiben sollen. Wir sind <hi rend="underline">sehr</hi> zufrieden mit den Leuten, einem deutschen
               Arzt-Ehepaar. Gesprochen wird Französich, Deutsch und Englisch, so dass <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs>
            auch für ihr künftiges Französich eine lebendige Grundlage erhält. Der Junge hat sich schnell und gut eingelebt; nur einmal, als wir
            ihn wiedersahen, gab es eine schwere Katastrophe. Wir sehen ihn jetzt nur von weitem, während <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs>
            oft bei uns ist. Es sind sehr nette Kinder dort; es scheint uns für beide Kinder gut, dass sie einmal in eine solche objektive, institutionell
               <unclear>fixierte</unclear>Welt kommen. Wir selbst wollen <del><unclear>???</unclear></del> vor der Oxford-Konferenz noch nach <rs ref="#tillich_place_id__818" type="place">Holland</rs> und <rs ref="#tillich_place_id__343" type="place">Paris</rs>. Es ist alles nur für <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">
                     Hannah</rs>. – Morgen kommen <rs ref="#tillich_person_id__2039" type="person"><rs ref="#tillich_person_id__2040" type="person">ihre Eltern</rs></rs>. Dann werde ich besonders viel an Dich denken. Und übermorgen stoßen
            wir auf Dich an!</p>
            <closer>
               <salute>In Liebe und Sehnsucht!</salute>
               <signed>Dein <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul</rs></signed>
            </closer>
         </div>
      </body>
   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1924">
                  <persName>Tillich, Johannes Oskar</persName>
                  <birth>
                     <date>1857-06-03</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Berlin, Deutschland</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1937-07-30</date>
                  </death>
                  <occupation>Pfarrer, Superintendent und Konsistorialrat</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631602</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Johannes Oskar Tillich (1857 – 1937) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Theologe. 1885 hatte er Wilhelmina Mathilde Dürselen geheiratet, die 1903 verstarb. Seine erste Pfarrstelle hatte er in der lutherischen Gemeinde Starzeddel bei Guben, wo 1886 sein Sohn Paul geboren wurde. Johannes Oskar Tillich und Wilhelmina Mathilde Dürselen waren also die Eltern des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. 1891 wurde Johannes Oskar Tillich Superintendent des Kirchenkreises Schönfließ in der Neumark, 1900 folgte seine Berufung nach Berlin, wo er zum Geheimen Konsistorialrat ernannt wurde.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2040">
                  <persName>Werner, Jean Otto Nikolaus</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Jean Otto Nikolaus Werner (1865–1943) war der Vater von Hannah Tillich, der Ehefrau des Theologen Paul Tillich. Nach seiner Ordination 1859 wirkte er zunächst als Pfarrer in Wippersheim, später als Schulinspektor und Kreisschulrat. Seine in New York geborene Frau Louise und er hatten drei Söhne, darunter August Adalbert Roland, der im Zweiten Weltkrieg als Hauptmann bei der Luftwaffe diente und später verhungerte.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1927">
                  <persName>Tillich, René Johannes Stefan</persName>
                  <birth>
                     <date>1935</date>
                  </birth>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631653</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>2016-03-26</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168750431</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2039">
                  <persName>Werner, Louise</persName>
                  <birth>
                     <date>18??-08-21</date>
                  </birth>
                  <note type="bio">
                     <p>Louise Werner (Lebensdaten unbekannt) war die Mutter von Hannah Tillich. Mehr biographische Informationen sind derzeit nicht bekannt.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__818">
                  <placeName>Holland</placeName>
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                  <placeName>Heist-aan-Zee</placeName>
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                  <placeName>Paris</placeName>
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