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      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>Brief von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 24. August 1936</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
            <respStmt>
               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3229-6246">Ole Soldatow</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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            <msDesc type="typescript">
               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 721/3(7)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, handschriftlich</p>
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
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      <encodingDesc>
         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
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      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
               <date when="1936-08-24">24.08.1936</date>
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               <persName ref="#tillich_person_id__1923">Hannah Tillich</persName>
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         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1923">Korrespondenz mit Hannah Tillich</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1923" target="L10303.xml">Brief von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 5. August 1936</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1923" target="L10302.xml">Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich31. August 1936</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10303.xml">Brief von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 5. August 1936</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10302.xml">Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich31. August 1936</ref></correspContext></correspDesc>
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            <language ident="deu">Deutsch</language>
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      <creation><date type="sort" when="1936-08-24"/></creation></profileDesc>
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         <change who="OS" when="2025-05-28">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
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         <div type="writingSession">
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            <opener>
               <dateline><date when="1936-08-24">Chamonise, 24. Aug. 1936</date></dateline>
               <salute>Geliebte <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs>!</salute>
            </opener>
            <p>Ich sitze im Café in <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID-->Chamonise</rs>, wohin ich von allen und vor allen Menschen geflohen
               bin. Ich habe alle abgelehnt, die mitkommen wollten, um 2 Tage allein zu sein mit den
               Bergen und meinen Gedanken. Und meine Gedanken laufen an Dir und Euch. Die Sehnsucht
               wird immer grösser. Aber erst am <date when="1936-09-19">19. Sept.</date> wird sie
               befriedigt werden: Ich fahre am <date when="1936-09-11">11. Sept.</date> mit der
               Lafayette ab. Meine Adresse bis Schluss ist am besten zu <rs ref="#tillich_person_id__1209" type="person">Löwe</rs>, 10 Wilbrahamstr., <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID-->Manchester</rs>. Von <rs ref="#tillich_person_id__1209" type="person">Löwe</rs> habe ich die offizielle
               Anfrage, ob ich eine Professur für Religionsphilosophie in <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID-->Manchester</rs> mit 500 Pfund
               jährlich, etwa = 2500 Dollar, also sehr schlecht; aber verbunden mit Möglichkeiten in
                  <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID-->Cambridge</rs>. Ich habe
               dilatorisch geantwortet. Was denkst Du? Gib unter Umstände eine night-letter an <rs ref="#tillich_person_id__1209" type="person">Löwes</rs> Adresse! Wir wollen die
               letzten Tage die Schlussarbeiten an unserem Programm machen. Er hat ein Haus an der
               südenglischen Küste gemietet. Auch bei <pb n="2"/><rs ref="#tillich_person_id__1256" type="person"><rs ref="#tillich_person_id__1255" type="person">Mannheims</rs></rs>
               auf der Isle of Wight will ich sein. Vorher noch einmal <rs ref="#tillich_place_id__343" type="place">Paris</rs> und vielleicht vorher Fausts
               in <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID-->Luxemburg</rs>. Morgen nach
                  <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID-->Genf</rs> zur
               Geburtstagsnachfeier mit <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- ID-->Hullmanns</rs>, <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- Stepmus??-->Stepmus</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__1699" type="person">Schairer</rs>. Der <rs ref="#tillich_place_id__660" type="place">Asconenser</rs> Geburtstag war so phantastisch wie die ganze Reise. Bericht schon
               abgeschickt. Am Nachmittag kam die Mappe mit den Beiträgen der Freunde: <hi rend="u">Dein</hi> Werk! Hab Dank! <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthes</rs> Puppe steht in allen Räumen, wo ich mehr als 2-3 Tage schlafe. Sie
               ist mein Fetisch. In <rs ref="#tillich_place_id__660" type="place">Ascona</rs> hängen
                  <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthes</rs> Köpfe an der Wand.
               Die Bilder, besonders in vergrösserter Form sind zauberhaft. Die Mattei-Mittel habe
               ich erhalten, aber nicht geschickt, da sie sonst Zoll kosten. An <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- ID-->Zander</rs> habe ich
               geschrieben, den Faculty-Club an <rs ref="#tillich_person_id__1464" type="person"><!-- Wilhelm Pauck?-->Pauck</rs> gegeben. Die Gelder von <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- ID-->Lehmann</rs>, <rs ref="#tillich_place_id__480" type="place">Zürich</rs> waren eine Anleihe an mich,
               die infolge der grauenvollen Preise der Schweiz ganz verbraucht sind, und die ich <hi rend="u">beliebig</hi> an Emigranten zurückzahlen <hi rend="u">kann</hi>, ca. 150
               Dollar. Über <rs ref="#tillich_person_id__931" type="person">Horkheimer</rs> bin ich
               sehr glücklich. Hoffentlich reichts recht lange! Von <rs ref="#tillich_person_id__664" type="person"><!-- wahrscheinlich Adhemar Gelb -->Gelbs</rs> Tod hatte ich schon durch Frau <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- ID-->Felberer</rs> gehört, die mit
                  <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- ID-->Marie Scheler</rs> sehr
               befreundet <pb n="3"/> ist (die Frau von <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- ID-->Maler Frisk</rs>). Ich habe es nach <rs ref="#tillich_person_id__697" type="person"><!-- Wahrscheinlich Kurt Goldstein-->Goldsteins</rs> Anweisungen nie anders
               erwartet, bin aber doch erschüttert, da es zu dem allgemeinen Lebensabbau gehört, in
               dem wir stehen, und da ich ihn liebte. Merkwürdigerweise hatte ich in den
               betreffenden Tagen den dringenden Wunsch, <rs ref="#tillich_person_id__2396" type="person">Nelly</rs> zu treffen, was in <rs ref="#tillich_place_id__11" type="place">Amersfoort</rs> misslungen war! Für Typen wie <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- Wisch, Wunsch?-->Wisch</rs> war die
               Welt nicht mehr eingerichtet. Ob noch für uns? Jedenfalls ist gefühlsmässig das
               Ergebnis meiner Reise Nicht die verzweiflungsvolle Schönheit von Europa sondern die
               hoffnungsvolle Hässlichkeit von Amerika!</p>
            <p>Ich schreibe dies im Bett nach einer tränenreichen Nacht. Thema: Ein Haftbefehl gegen
               mich auf 1/2 Jahr gefängnis liegt auf einer deutschen Polizeistation. Ich soll ihn
               abholen, finde ihn aber nicht trotz vielen Suchens. Schliesslich berate ich die Sache
               mit jemand, vielleicht <rs ref="#tillich_person_id__1762" type="person"><!-- wahrscheinlich Seeberger-->Elisabeth</rs>, und wir beschliessen, dass ich
               über die Grenze fliehen soll, um das <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New-Yorker</rs> Semester nicht zu versäumen. Wie deutest Du das? - Hab Dank für
               das Gedicht <pb n="4"/>Ich habe es niemand gezeigt! Wie liebe ich Deine Gedichte und
               alles, was von Dir kommt, fast bräutlich.</p>
            <closer>
               <salute>Bald bin ich bei Dir!</salute>
               <signed>Dein <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs>.</signed>
            </closer>
         </div>
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   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__2396">
                  <persName>Gelb, Nelly</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Sie war die Frau von Adhémar Gelb und die Tochter von Max Alvary.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1256">
                  <persName>Mannheim, Julia</persName>
                  <occupation>Psychoanalytikerin</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__931">
                  <persName>Horkheimer, Max</persName>
                  <occupation>Sozialphilosoph</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118553615</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Max Horkheimer (14. Februar 1895 – 7. Juli 1973) war ein deutscher Sozialphilosoph und zentrale Figur der Frankfurter Schule. Nach kaufmännischer Lehre und Kriegsdienst studierte er Philosophie, Psychologie und Nationalökonomie, promovierte 1922 in Frankfurt und habilitierte sich dort 1925. Auf Betreiben Paul Tillichs erhielt er 1930 das Ordinariat für Sozialphilosophie und damit die Leitung des Instituts für Sozialforschung. 1933 emigrierte er über Genf in die USA, wo mit Adorno die Dialektik der Aufklärung entstand. Sein Programm einer interdisziplinären Gesellschaftsforschung nannte er ab 1937 Kritische Theorie. 1949 kehrte er nach Frankfurt zurück und leitete 1951 bis 1953 die Universität.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>2016-03-26</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168750431</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__697">
                  <persName>Goldstein, Kurt</persName>
                  <occupation>Deutsch-amerikanischer Neurologe und Psychiater</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/122194292</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Kurt Goldstein (6. November 1878 – 19. September 1965) war ein Neurologe und Psychiater aus Deutschland. Nach dem Medizinstudium in Breslau und Heidelberg arbeitete er als klinischer Assistent in Frankfurt und Heidelberg, bevor er 1906 nach Königsberg wechselte, wo er als Privatdozent lehrte und sich habilitierte. Von 1916 bis 1930 wirkte er in Frankfurt als Direktor des Neurologischen Instituts, danach in Berlin. Nach kurzer SA-Haft emigrierte er 1933 über Amsterdam in die USA. Dort lehrte er an mehreren New Yorker Hochschulen sowie an der Tufts University und führte nach dem Krieg bis zu seinem Tod eine Privatpraxis in New York.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1464">
                  <persName>Pauck, Wilhelm</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1762">
                  <persName>Seeberger, Elisabeth</persName>
                  <birth>
                     <date>1893-06-17</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1986</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">Keine GND-Nummer</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Elisabeth Seeberger (17. Juni 1893 – 1986) war die Schwester des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Im Jahr 1917 heiratete sie Erhard Seeberger, der über viele Jahre als Pfarrer in Berlin-Tempelhof tätig war.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1">
                  <persName>Abaelard, Peter</persName>
                  <birth>
                     <date>1079</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Le Pallet</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1142-04-21</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Saint-Marcel (Chalon-sur-Saône)</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/11850004X</idno>
               </person>
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                  <persName>Löwe, Adolf</persName>
                  <occupation>deutscher Soziologe und Nationalökonom</occupation>
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                  <note type="bio">
                     <p>Adolph Lowe (4. März 1893 – 3. Juni 1995) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Sozialtheoretiker und Philosophiefachmann. Nach akademischer Ausbildung unter führenden Ökonomen begann er 1922 eine Karriere in der staatlichen Wirtschaftsverwaltung. 1926 erwarb er seine Lehrbefähigung durch Forschungen zu Konjunkturbewegungen und trug zur Gründung eines bedeutenden Wirtschaftsforschungsinstituts bei. Zwischen 1926 und 1931 leitete er eine Forschungsabteilung am Kieler Institut und war Vertreter einer angesehenen ökonomischen Schule. Ab 1931 hatte er eine Professur in Frankfurt inne und arbeitete in einem Forschungsinstitut mit soziologischem Schwerpunkt. 1933 emigrierte er nach England und lehrte später ab 1940 an einer New Yorker Universität, wo er bis 1963 die Verbindung von Verhaltenswissenschaften und Wirtschaftslehre erforschte. 1983 kehrte er nach Deutschland zurück.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1699">
                  <persName>Schairer, Reinhold</persName>
                  <occupation>Bildungsexperte und Verbandsfunktionär</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/117101265</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Reinhold Schairer (26. Oktober 1887 – 10. Mai 1971) war ein deutscher Bildungsexperte und Verbandsfunktionär, geboren in Pfeffingen. Nach dem Studium der Rechte, Philosophie und Pädagogik promovierte er 1914. Von 1915 bis 1920 leitete er in Kopenhagen die deutsche Kriegsgefangenenhilfe. 1921 gehörte er zu den Gründern des Deutschen Studentenwerks, dessen Geschäftsführung er bis 1933 innehatte, ebenso der Studienstiftung des deutschen Volkes. Zugleich förderte er den Kreis um die von Paul Tillich herausgegebenen Neuen Blätter für den Sozialismus. 1934 emigrierte er nach London, 1940 in die USA. Später war er an der Gründung der Stiftung Volkswagenwerk beteiligt.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1255">
                  <persName>Mannheim, Karl</persName>
                  <occupation>Ungarischer Soziologe</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118577190</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Karl Mannheim (27. März 1893 – 9. Januar 1947) wirkte als Soziologe. Von 1930 bis 1933 lehrte er als Professor in Frankfurt am Main, bevor er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach London emigrierte und an der London School of Economics tätig wurde. Er gilt als Begründer der Wissenssoziologie, die Wissen als perspektivisch und gesellschaftlich geprägt versteht. Denkstile deutete er als Ausdruck von Weltanschauungen, die an bestimmte Herrschafts- und Wirtschaftsformen gebunden sind, und erschloss mit der dokumentarischen Methode kulturelle Phänomene als Spiegel sozialer Wirklichkeit. Besondere Bedeutung erlangten seine Untersuchungen zum konservativen Denken und zur Soziologie der Generationen.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__664">
                  <persName>Gelb, Adhémar</persName>
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                  <note type="bio">
                     <p>Adhémar Gelb (18. November 1887 – 7. August 1936) war ein Psychologe aus Deutschland. In Moskau geboren, studierte er Philosophie und promovierte 1910 bei Carl Stumpf in Berlin. Ab 1915 erforschte er gemeinsam mit Kurt Goldstein hirnverletzte Soldaten. Nach der Habilitation 1919 wurde er in Frankfurt Professor und Mitdirektor des Psychologischen Instituts, 1931 wechselte er nach Halle. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er aus rassistischen Gründen entlassen und emigrierte in die Niederlande. International anerkannt ist seine experimentell fundierte Analyse von Wahrnehmungs-, Sprach- und Erkenntnisstörungen nach Hirnverletzungen.</p>
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