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         <titleStmt>
            <title>Brief von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 13. Juni 1936</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
            <respStmt>
               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3229-6246">Ole Soldatow</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                  <postCode>1010</postCode>
                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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            <msDesc type="typescript">
               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 721/3(7)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, handschriftlich</p>
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <encodingDesc>
         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
               <date when="1936-06-13">13.06.1936</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1923">Hannah Tillich</persName>
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         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1923">Korrespondenz mit Hannah Tillich</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1923" target="L10285.xml">Brief von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 4. Juni 1936</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1923" target="L10359.xml">Postkarte von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 12. Juli 1937</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10285.xml">Brief von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 4. Juni 1936</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10359.xml">Postkarte von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 12. Juli 1937</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1936-06-13"/></creation></profileDesc>
      <revisionDesc status="approved">
         <change who="OS" when="2025-05-20">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
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         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener>
               <salute>Liebste süsse<rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs>.</salute>
            </opener>
            <p>Nun kommen in 2 Tagen mehr Briefe von Dir als in den letzten 14 Tagen zusammen. Nur
               schliesst Dein letzter Brief: Ich lebe hier in dem grössten Mist der Weltgeschichte?
               Solche Schlüsse sind nicht gut, weil man dann wartet, wie Du wieder aus dem Mist
               herauskommen kannst und unter Umständen 14 Tage darauf warten muss. So war es mit dem
                  <unclear reason="illegible">¿¿¿</unclear> Fischer des Jungen, so war es <pb n="2"/>damals in <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID fehlt-->Chicago</rs>,
               wo ich telegraphiert habe. Also liebste, süssee <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs>, bitte bitte: Schreibe das Negative nur wenn es
               überwunden ist oder wenn Du sofort darauf wieder etwas befördern kannst. Aber 14 Tage
               in der Luft hängen: C'est trop. Noch bin ich nicht ganz in der alten Parister
               Stimmung. Der Strom der Menschen und die ständige Organisation der Reise ist zu viel
               neben der Unendlichkeit von <rs ref="#tillich_place_id__343" type="place">Paris</rs>.
               Und <pb n="3"/>doch ist jede neue Stunde ein neuer Jubel. Ich kann mir kaum denken,
               dass es noch etwas Schöneres gibt als der Platz im Louvre-Garten, wo ich dies
               schreibe. Wann wirst Du hier neben mir sitzen? Leider ist <rs ref="#tillich_place_id__343" type="place">Paris</rs> entsetzlich teuer, weil es
                  <unclear reason="illegible">¿¿</unclear>vabatarisch ist ... Sage <rs ref="#tillich_person_id__1390" type="person">Niebuhr</rs> nur: Ich kämpfe in allen
               Diskussionen für <rs ref="#tillich_place_id__684" type="place">Amerika</rs> und meine
               Arbeit dort, aber was Schönheit des Lebens be-<pb n="4"/>trifft, so müssten sie noch
               500-1000 Jahre warten, ehe sie an <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID fehlt-->Europa</rs> herankönnten. Sage ihm zweitens, dass ich den Artikel
               frühstens nach <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID fehlt-->Genf</rs>,
               also für die November-Nummer schreiben könnte, denn erst dann könnte ich eine
               Übersicht haben und unter Umständen meine dortigen Vorträge zusammenfassen. Das
               gleiche gilt für <rs ref="#tillich_person_id__2600" type="person">Schneider</rs>: Ich
               muss während der Reise <unclear reason="illegible">¿¿¿</unclear> und kann nichts <pb n="5"/>wegnehmen von den wirklich schwer erkämpften Möglichkeiten, hier zu sein.
               Ich müsste auch erst mehr über die Zeitschrift, Thema, Länge etc. wissen, ehe ich was
               machen könnte. Aber <hi rend="u">nicht</hi> auf der Reise.</p>
            <p>Danke sehr und sage allen, dass ich <hi rend="u">niemand</hi> schreibe ausser Dir,
               weil es weder zeitlich noch geldlich möglich ist.</p>
            <closer>
               <salute>Viele liebe Grüsse Euch Dreien!</salute>
               <signed><rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Euer Paulus</rs></signed>
            </closer>
         </div>
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   <back><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__684">
                  <placeName>Vereinigte Staaten von Amerika</placeName>
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                     <geo>39.76000 -98.50000</geo>
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                  <idno type="wikidata">http://www.wikidata.org/entity/Q30</idno>
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                  <placeName> Nouvron-Vingré</placeName>
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                  <placeName>Paris</placeName>
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               </listPlace><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1390">
                  <persName>Niebuhr, Reinhold</persName>
                  <occupation>US-amerikanischer Theologe</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Niebuhr, Karl Paul Reinhold (21.6.1892 Wright City, Missouri – 1.6.1971 Stockbridge, Massachusetts) war ein US-amerikanischer evangelischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler. Er stammte aus einer deutschen Einwandererfamilie, studierte an der Yale Divinity School, wurde 1915 ordiniert und war bis 1928 Pfarrer in Detroit. Von 1928 bis 1960 lehrte er Religionsphilosophie am Union Theological Seminary in New York. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften, hielt 1939 die Gifford Lectures und erhielt mehrere Ehrendoktorate. 1931 heiratete er Ursula Mary Keppel-Compton.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2600">
                  <persName>Schneider, Gotthold</persName>
                  <birth>
                     <date>1899-06-29</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__103">Chemnitz</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1975-06-13</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__1750">Höchenschwand</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/110485919X</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson></back></text>
</TEI>