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         <titleStmt>
            <title>Brief von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 17. Mai 1936</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
            <respStmt>
               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3229-6246">Ole Soldatow</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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            <msDesc type="typescript">
               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 721/3(7)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, handschriftlich</p>
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <encodingDesc>
         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
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      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
               <date when="1936-05-17">17. Mai 1936</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1923">Hannah Tillich</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1923">Korrespondenz mit Hannah Tillich</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1923" target="L10274.xml">Brief von Paul Tillich an Hannah Tillichvon Mai 1936</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1923" target="L10279.xml">Telegramm von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 17. Mai 1936</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10279.xml">Telegramm von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 17. Mai 1936</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10281.xml">Postkarte von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 27. Mai 1936</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1936-05-17"/></creation></profileDesc>
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         <change who="OS" when="2025-05-20">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
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         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline><date when="1936-05-17">d. 17. Mai 1936</date></dateline>
               <salute>Liebste süsse <rs ref="#tillic_person_id__1923" type="person">Geburtstagshannah, Frau, Freundin, Geliebte</rs>!</salute>
            </opener>
            <p>Nun bist Du aufgewacht, sitzest beim Frühstück und hast hoffentlich mein Telegramm
               erhalten. Ich aber sitze in <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID muss noch ergänzt werden-->Zaandvoort</rs>, dem Badeort von <rs ref="#tillich_place_id__12" type="place">Amsterdam</rs> im Strandkorb, zwischen
               Sonne- und Wasser-Badenden unter strahlend blauem Himmel und heisser Sonne. Eben hat
               sich <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- ID fehlt noch -->Fräulein
                  Menschke</rs>, meine Frankfurter Englisch-Lehrerin verabschiedet und gestern Abend
               waren <rs ref="#tillich_person_id__190" type="person">Geza Berger</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- ID fehlt noch -->Ina Rudolph</rs>
               bei <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- ID fehlt noch -->Landauers</rs>, den Psychoanalytikern aus Frankfurt ...
               dies die Stimmung - das Nähere im Tagebuch. Gestern Abend habe ich <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- ID fehlt noch -->Frl. Rudolph</rs>
               an den Kerzenabend erinnert, den sie uns bereitet <pb n="2"/>und wo sie und bedient
               hat, als Du für eine Nacht aus <rs ref="#tillich_person_id__567" type="place">Greiz</rs> kamst. _[Eben ertönt Musik und alle holländischen Mädchen fingen an,
               plump und komisch miteinander zu tanzen] Es ist toll, wie sich in diesen Tagen
               Vergangenheit und Gegenwart verbinden. Die Reise hat etwas Psycho-Analytisches,
               Regressionshaftes... Ich sehe Dich an jenem Abend, den <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- ID fehlt noch -->In Rudolph</rs>
               als einen der Glanzabende ihres Lebens empfindet, mit der Pudelütze auf dem <rs ref="#tillich_place_id__608" type="place">Anhalter</rs> Bahnhof ankommen mit
               schunkelndem Gang als erste aus dem Zug, ich sehe den Platz am Ofen und das Bett im
               blauen Zimmer. Ich sehe Dich im Morgengrauen entschwinden ... ich weiss keine
               schönere Nach in meinem Leben. Das ist nun 15 Jahre her und dazwischen steht viel
               Schicksal, aber kein Schicksal, das mich auch nur einen Augenblick an den hätte irre
               machen können, was in jener Nacht entschieden wurde, dass wir zusammengehören. Es
               gibt kein irdisches Ding, das mir so gewiss ist, wie du.</p>
            <p><pb n="3"/>Wie mögt Ihr feiern? Was mag der Bub beitragen, was <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs> Dir dichten, wer mag
               kommen? Was magst Du fühlen, denken, dichten? Was wünschen? Welchen Wunsch werde ich
               erfüllen können? Im nächsten Jahr, im Lauf der nächsten zehn Jahre? <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- wahrscheinlich eine Person, unklar, wer -->¿¿hainer</rs> schreibt mir, dass
               manche in <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID fehlt noch -->Oxford</rs> mich im nächsten Sommer haben wollen;
               vielleicht könntest Du dann mit und ich könnte Dir das geliebte und bewunderte <rs ref="#tillich_place_id__503" type="place">England</rs> zeigen. Denn ich möchte Dir
               alles zeigen, was ich gesehen habe, weil es erst durch Deine Augen hindurch ganz mein
               eigen wird.</p>
            <p>Kommen die Briefe mit den Tagebüchern so an, dass Du sie hintereinander lesen kannst?
               Ordne sie doch immer so ein, dass nichs verloren geht! Oft bedaure ich, dass ich sie
               nicht habe, denn es ist so unendlich viel passiert, dass selbst mein Gedächtnis
               versagt. Ich hätte Euch viel lieber am Meer als an <unclear reason="illegible">¿¿¿</unclear> gewusst. Hoffentlich gibt es nicht wieder <pb n="4"/>eine
               Enttäuschung. Wenn Du noch frei bist und es sich nicht um viel Geld handelt, gehe
               doch ans Meer, ich sorge für das Geld! Ich möchte, dass Ihr so glücklich seid wie ich
               es trotz aller Arbeit und Hetze bin.</p>
            <p>Ihr Lieben, Liebsten</p>
            <p>Süsse, süsse <rs ref="#tillic_person_id__1923" type="person">Hannah</rs>!!</p>
            <p>Ich küsse Dich!</p>
            <closer>
               <salute>Dein</salute>
               <signed><rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul.</rs></signed>
            </closer>
         </div>
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   <back><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__503">
                  <placeName>England</placeName>
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                  <placeName> Nouvron-Vingré</placeName>
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                  <placeName>Anhalter Bahnhof</placeName>
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                  <placeName>Amsterdam</placeName>
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               </listPlace><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__190">
                  <persName>Berger, Geza</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1">
                  <persName>Abaelard, Peter</persName>
                  <birth>
                     <date>1079</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Le Pallet</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1142-04-21</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Saint-Marcel (Chalon-sur-Saône)</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/11850004X</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>2016-03-26</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168750431</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__567">
                  <persName>Fabricius, Cajus</persName>
                  <occupation>Theologe und Universitätslehrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/117497657</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Cajus Fabricius (16. August 1884 – 5. August 1950) war ein evangelischer Theologe und Religionswissenschaftler aus Deutschland. Er wirkte in Berlin als Professor für systematische Theologie.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson></back></text>
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