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            <title>Rundbrief von Paul Tillich vom 7. Dezember 1935</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
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               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3229-6246">Ole Soldatow</name>
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            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                  <postCode>1010</postCode>
                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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            <msDesc type="typescript">
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                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Princeton University</institution>
                  <repository>???</repository>
                  <collection>???</collection>
                  <idno>NL Pauck, Box 44, Folder 4</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Rundbrief, maschinenschriftlich</p>
               </physDesc>
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         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
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            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
               <date when="1933-12-01">07.12.1935</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName>Unbekannt</persName>
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         </correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1933-12-01"/></creation></profileDesc>
      <revisionDesc status="approved">
         <change who="OS" when="2025-04-09">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
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         <div type="writingSession">
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            <opener><dateline>99 Claremont Avenue, New York City.<date when="1935-12-07">Dez. 7,
                     1935</date></dateline>
               <salute>Ihr lieben Vier!</salute>
            </opener>
            <p>Dieses soll mein Weihnachts und Neujahrsgruss sein, der in diesem Jahr Ausdruck einer
               ganz besonders tiefen Verbundenheit mit Euch allen ist. Es ist wie ich an Lilly
               schrieb, dass wir fast täglich an Euch denken und wenn nichts anderes, so würde das
               Kampen-Bild, das meinem Esstisch Platz gegenüber hängt uns erinnern. Seid alle
               zusammen unter dem Weihnachtsbaum in der Kraft des Geistes, der aus jedem Eurer
               Briefe spricht und von dem wir durch diese Zeit erfahren haben, dass er einzig den
               Namen <hi rend="u">Geist</hi> verdient, dass er exclusiv ist, dass er die
               Entscheidung erzwingt und zur Zeugenschaft aufruft. Für mich wird immer mehr jede
               Gemeinschaft sinnlos, in der nicht dieser Geist das Fundament bildet. Fast möchte ich
               sagen, dass der religiöse So, der früher für mich eine Sache <del rend="s">xxx xxxxx
                  xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxx</del> des richtigen Denkens und des
               Aktivitäts- T<hi rend="sub">1</hi> war, jetzt Sache der Zeugenschaft geworden ist,
               was einerseits die Entschlossenheit beduetet, wieter für ihn zu arbeiten und
               andrerseits das Ja zu dem Schicksal der Heimatlosigkeit, so lange das Wirken für
               jenen Geist in der Heimat unmöglich ist. Weihnachten wird dadurch unromantischer, die
               Kerzen unmystischer, der transcendente Glanz des verzauberten Baumes ernster und
               grösser umgeben von der graunhaften Dunkelheit dieser Zeit und der mesnchlichen
               Existenz zu allen Zeiten.</p>
            <p>Und ich bitte Euch um ein <del rend="s">Wihn</del> Weihnachtsgeschenk: Am beiligende Adresse die im Furche-Verlag, Berlin erschienen, Religiöse Verwirklichung und möglichst viele meiner bei Mohr in Tübingen erschienenen Schrifften zu schicken. Ich kann von hier nichts machen, und wir sprechen dann später drüber. Habt Dank!</p>
            <p>Bald hoffe ich, Euch allerhand schicken zu können, vor allem meine kleine Autobiographie.   Bisher ging das noch nicht.</p>
            <p>In Weihnachtlicher Liebe und in Hoffnung auf ein <hi rend="u">neues</hi> 'Jahr'.</p>
            <p>Euer</p>
            <closer><salute><rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs></salute></closer>
         </div>
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   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
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                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
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                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson></back></text>
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