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      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>Brief von Johannes Tillich an Paul Tillich vom 9. August 1935</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1924">Johannes Tillich</author>
            <respStmt>
               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                  <postCode>1010</postCode>
                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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            <msDesc type="typescript">
               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 649/193</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, eigenhändig</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <encodingDesc>
         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1924">Johannes Tillch</persName>
               <date when="1935-08-09">09.08.1935</date>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1924">Korrespondenz mit Johannes Tillch</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1924" target="L10217.xml">Brief von Johannes Tillich an Paul Tillich vom 14. Juli 1935</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1924" target="L10258.xml">Brief von Johannes Tillich von Weihnachten 1936</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10220.xml">Brief von Elisabeth Tillich an Paul und Hannah Tillich vom 7. August 1935</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10222.xml">Brief von Alfred Fritz an Paul Tillich vom 12. August 1935</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1935-08-09"/></creation></profileDesc>
      <revisionDesc status="approved">
         <change who="MI" when="2025-06-08">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
      <!-- AB HIER GEHT DER EIGENTLICH BRIEF LOS -->
      <body>
         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline><rs ref="#tillich_place_id__37" type="place">Berlin</rs>, <date when="1935-08-09">d. 9.8.35</date></dateline>
               <salute>Mein lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul</rs>!</salute>
            </opener>
            <p>Gerade als ich gestern in den Theol. Blättern die Artikel von <rs ref="#tillich_person_id__3380" type="person">Dr. Haberger</rs> über Deine
               Religionsphilosophie zu Ende las, kam Dein lieber Brief <note type="ea">liegt nicht
                  vor</note> vom 29. Juli, der mir große Freude bereitet hat. Ich danke Dir dafür
               von Herzen und werde Dir auf den Brief später noch ausführlich antworten. </p>
            <p>Heute aber schreibe ich diese Zeilen, damit Du am 20.08 <pb n="2"/> einen Gruß von mit hast; hoffentlich treffen sie noch rechtzeitig ein.</p>
            <p>Nun also viel Segen zum neuen Lebensjahr! Gott, der Dich auf mancherlei Wegen gnädig
               geführt hat, der Dir im vergangenen Lebensjahr soviel geschenkt hat, Er sei ferner
               mit Dir und den Deinen, Er gebe Dir Gesundheit und Geisteskraft zu fernerem Wirken
               für seine Wahrheit und Gnade, für Deutsche Wissenschaft <pb n="3"/> und Kultur, zum
               Wirken im Glauben und – bei Deiner Lage – in Geduld. Er schenke Dir einen recht
               frohen Tag mit den Deinen, den ich im Geist mitfeiern werde.</p>
            <p>Zugleich danke ich auch <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs>
               für ihre lieben Zeilen mit dem Lichtbild. <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">Stephanlein</rs> sieht darauf schon sehr intelligent aus. Möge er
               sich zunächst nur animalisch weiter gut entwickeln. Ihr werdet Euch ja gewiß davor
               hüten, <pb n="4"/> den schlummernden Geist zu früh zu wecken; lieber frühe Regungen
               zurückhalten als schnell fördern, damit mens sana in corpore sano bleibe. Seit
               einigen Tagen wohnt nun <rs ref="#tillich_person_id__2355" type="person">Gisela
                  Fritz</rs> bei mir und besucht von hier aus Ihren Kursus in <rs ref="#tillich_place_id__799" type="place">Bethanien</rs>.
               Sie ist mir ein lieber Gast. </p>
            <p>Alle Gute, ob ihr in der Steppe oder am Meer oder in der Stadt weilt.</p>
            <closer>
               <salute>1000 Grüße! </salute>
               <signed> Dein tr. <rs ref="#tillich_person_id__1924" type="person">Vater.</rs></signed>
            </closer>
         </div>
      </body>
   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1924">
                  <persName>Tillich, Johannes Oskar</persName>
                  <birth>
                     <date>1857-06-03</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Berlin, Deutschland</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1937-07-30</date>
                  </death>
                  <occupation>Pfarrer, Superintendent und Konsistorialrat</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631602</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Johannes Oskar Tillich (1857 – 1937) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Theologe. 1885 hatte er Wilhelmina Mathilde Dürselen geheiratet, die 1903 verstarb. Seine erste Pfarrstelle hatte er in der lutherischen Gemeinde Starzeddel bei Guben, wo 1886 sein Sohn Paul geboren wurde. Johannes Oskar Tillich und Wilhelmina Mathilde Dürselen waren also die Eltern des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. 1891 wurde Johannes Oskar Tillich Superintendent des Kirchenkreises Schönfließ in der Neumark, 1900 folgte seine Berufung nach Berlin, wo er zum Geheimen Konsistorialrat ernannt wurde.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1927">
                  <persName>Tillich, René Johannes Stefan</persName>
                  <birth>
                     <date>1935</date>
                  </birth>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631653</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3380">
                  <persName>Dr. Haberger</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2355">
                  <persName>Walker, Gisela</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Gisela Walker (Lebensdaten unbekannt) war die Tochter von Alfred und Johanna Fritz und Patentochter des Theologen Paul Tillich. Mehr biographische Informationen sind derzeit nicht bekannt.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__799">
                  <placeName>Bethanien</placeName>
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                  <placeName>Berlin</placeName>
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