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         <titleStmt>
            <title>Rundbrief von Paul Tillich an Unbekanntvom 17. April 1935</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
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               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3229-6246">Ole Soldatow</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
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                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 649/219(19)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, maschinenschriftlich</p>
               </physDesc>
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         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
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            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
               <date when="1935-04-17">14.04.1935</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName>Unbekannt</persName>
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         </correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
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      <creation><date type="sort" when="1935-04-17"/></creation></profileDesc>
      <revisionDesc status="approved">
         <change who="OS" when="2025-05-31">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
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         <div type="writingSession">
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            <opener>
               <dateline>99 Claremont-Avenue, New York City <date when="1935-04-17">4/17
                  35</date></dateline>
               <salute>Liebe Freunde,</salute>
            </opener>
            <p>unser letzter Rundbrief berichtete über unsere Erlebnisse im vorigen Sommer. Leider
               sind einige Exemplare bei einigen Leuten monatelang liegen geblieben. Ich bitte
               dringend, keinen Brief länger als eine Woche zu behalten.</p>
            <p>Je länger wir hier sind, und je mehr wir in die Aufgabenfülle und menschlichen
               Beziehungen von <rs ref="#tillich_place_id__684" type="place">Amerika</rs>
               hereinkommen, desto schwieriger wird es uns, individuelle Korrespondenz durchzuführen
               und desto mehr müssen wir unsere Mitteilungen auf die Rundbriefe konzentrieren. Auch
               aus diesem Grunde bitten wir um schnelle Weitergabe.</p>
            <p>Das Semester vor Weihnachten verlief verhältnismässig ruhig vom Standpunkt des
               Reisens aus. Sonst sehr überlastet mit Arbeit und Menschen. Ich hatte zwei
               Vorlesungen, beide natürlich englisch. Die erste über die moderne Entwicklung der
               europäischen Religionsphilosophie, die zweite über die Lehre vom Menschen. Jede zwei
               Stunden. In beiden Vorlesungen hatte ich je 25 - 30 Studenten, eine für den hiesigen
               Universitätsbetrieb hohe Anzahl. In <rs ref="#tillich_place_id__105" type="place">Chicago</rs>, wo ich in dem Semester nach Weihnachten das Kolleg über
               die Geschichte der Religionsphilosophie vierstündig zu lesen hatte, hatten sich sogar
               vierzig Studenten angemeldet, so ziemlich die höchste Belegschaft in der Fakultät
               überhaupt. Wenn ich die amerikanischen Studenten mit den deutschen vergleiche, so
               fallen mir, für den guten Durchschnitt gesehen, folgende beide Punkte auf: Die
               deutschen Studenten sind geschichtlich und philosophisch besser ausgebildet, auch die
               Sprachkenntnisse, Lateinisch, Griechisch und Hebräisch sind verbreiteter als hier, wo
               man Theologie studieren kann ohne Hebräisch und Griechisch zu können. Das rein
               theoretische Interesse ist bei den deutschen Studenten intensiver, <pb n="2"/>dafür
               sind die amerikanischen Studenten menschlich reifer, dem Leben näher und in einem
               viel persönlicherem Verhältnis zu den Professoren. Typisch dafür ist, dass viele der
               Professoren mit dem Vornamen von den Studenten angeredet werden. Dieses Verhältnis
               wird auch dadurch unterstützt, dass die Studenten vielfach älter sind als in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs>, nach Jahren
               praktischer Tätigkeit auf Grund des damit verdienten Geldes zur Universität
               zurückkehren und den Doktorgrad erwerben. Der Zielpunkt alles ihres Denkens ist aber
               die Praxis. Nur von hier aus würdigen sie die theoretischen Probleme. Praxis bedeutet
               dabei nicht einfach Berufstätigkeit, sondern Gestaltung der Wirklichkeit. So gibt es
               in jeder theologischen Fakultät eine meistens recht grosse Abteilung für religiöse
               Erziehung und eine ebenso grosse für Sozialethik. Die zweite hat nur Zeit für die
               meisten Fakultäten die gleiche zentrale Bedeutung, die in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> die systematische
               Theologie hat. Die Frage der sozialen Gestaltung steht so sehr im Vordergrund des
               theologischen Interesses, dass die eigentlich theologischen Probleme häufig darunter
               leiden und ein Schweizer Student bei seiner Abschiedsrede sagte, er hoffe, dass die
               reine Theologie in den theologischen Fakultäten nicht ganz ausstürbe. Diesem
               Interesse verdanke ich selbst einen grossen Teil meiner hiesigen Tätigkeit, vor allen
               Dingen meiner ziemlich ausgedehnten auswärtigen Vertragstätigkeit. Dass ich ihm auch
               eine Reise nach <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID-->Florida</rs>
               verdanke, darüber später. Im übrigen ist die Lage beiden besten Studenten zur Zeit
               so, dass die naive Anwendung der Theologie für soziales und politisches Mandeln
               infolge der schweren Erschütterungen der Krise einigermassen ins Wanken geraten ist,
               so dass, wenn auch nur bei kleinen Gruppen ein gelockerter Boden auf für tiefere und
               grundsätzlichere Probleme vorhanden ist. Das war die Voraussetzung für einen wenn
               auch begrenzten Erfolg meiner Lehre vom Menschen. Ich habe sie in vier Vorlesungen,
               die ich auf Grund einer alten und berühmten Vorlesungsstiftung in der vorigen Woche
               an der Theologischen Fakultät der <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID-->Yale</rs>-Universität <pb n="3"/>gehalten habe, zum erstenmal
               zusammenfassend und systematisch dargeboten. Die erste Vorlesung enthielt einen
               Überblick über die wissenschaftliche Entwicklung in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> und Europa vom Standpunkt der Anthropologie, vor
               allem also der Psychologie und Biologie einerseits, der Lebens- und
               Existentialphilosophie andererseits. Die zweite Vorlesung betraf die Lehre von der
               menschlichen Freiheit, wo ich vor allem die Forschungen von <rs ref="#tillich_person_id__1" type="person"><!-- Wer?-->Gelb</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__697" type="person">Goldstein</rs> und meine eigenen
               religionsphilosophischen Analysen über Freiheit und Bedrohtheit der menschlichen
               Existenz entfaltet habe. Der dritte Vortrag bezog sich auf die wichtigsten Kategorien
                  <rs ref="#tillich_person_id__1094" type="person">Kierkegaards</rs> in der
               Existentialphilosophie und entwickelte zugleich meine Lehre von der tragischen und
               moralischen Schuld. Im vierten Vortrag versuchte ich unter dem Titel anthropologische
               Fragen und theologische Antworten eine Neuformulierung der christlichen Grunddogmen
               mit Hilfe der neugewonnenen Kategorien zu geben. Solche Dinge sind natürlich nur für
               wenige hier zugänglich. Es ist aber eine Hilfe, dass Leute wie <rs ref="#tillich_person_id__969" type="person">James</rs> und der
               von England gekommene Philosoph <rs ref="#tillich_person_id__2053" type="person">Whitehead</rs> vielfach in ähnlicher Richtung arbeiten. Die Mehrheit
               der amerikanischen Philosophen und Wissenschaftstheoretiker hält aber heute noch an
               Pragmatismus und Empirismus fest, so dass man auch hier in eine oft sehr schwere
               Kampfsituation eintritt. In der Theologie drückt sich diese Kampfsituation in dem
               Gegensatz zwischen einem sehr radikalen Liberalismus mit Fortschrittsglauben und
               reiner Immanenzlehre aus, und den Angriffen aus, die von <rs ref="#tillich_person_id__137" type="person">Barthianisch</rs> beeinflussten
               Theologen zum Teil mit Unterstützung der alten Orthodoxie gegen den herrschenden
               Liberalismus sich richten. Namentlich in <rs ref="#tillich_place_id__105" type="place">Chicago</rs> hatte ich regelmässige und sehr leidenschaftliche
               Diskussionen mit den Liberalen, die sich nur langsam davon überzeugen liessen, dass
               ich weder Orthodoxer noch <rs ref="#tillich_person_id__137" type="person">Barthianer</rs> bin. Immerhin habe ich eine fast völlige Übereinstimmung gefunden
               mit Professor <rs ref="#tillich_person_id__1390" type="person">Niebuhr</rs>, dem
               hervorragendsten Theologen des Union Theological Seminarys hier und <rs ref="#tillich_person_id__3379" type="person">Professor Fack</rs> in <rs ref="#tillich_place_id__105" type="place">Chicago</rs>, früher Student in
               meinen ersten <rs ref="#tillich_place_id__37" type="place">Berliner</rs> Vorle-<pb n="4"/>ungen, jetzt schon seit acht Jahren o. Professor an einer der theologischen
               Fakultäten in <rs ref="#tillich_place_id__105" type="place">Chicago</rs>.
               Beide sind sehr einflussreich in Amerika und fast uneingeschränkt Repräsentanten
               meiner eigenen Theologie. <rs ref="#tillich_person_id__1390" type="person">Niebuhr</rs> ist zugleich Führer der religiös-sozialistischen Bewegung in <rs ref="#tillich_place_id__684" type="place">Amerika</rs>, deren wesentlicher
               Unterschied von uns der ist, dass das Friedensproblem der allbeherrschende
               Mittelpunkt ihres Denkens ist. Ich mache in dieser Beziehung bei jeder Diskussion mit
               amerikanischen Theologen, Pfarrern und Studenten die gleiche mich überraschende
               Erfahrung, dass dies der Punkt ist, von dem aus in einer oft höchst primitiven Weise
               alle sozialen Probleme aufgerollt werden.</p>
            <p>Ich bemühe mich in Verbindung mit <rs ref="#tillich_person_id__697" type="person">Kurt Goldstein</rs>, dem <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurter</rs> und <rs ref="#tillich_place_id__37" type="place">Berliner</rs>
               Neurologen und <rs ref="#tillich_person_id__1621" type="person">Robert Ulrich</rs>,
               dem <rs ref="#tillich_place_id__126" type="place">Dresdener</rs> praktischen und
               theoretischen Pädagogen ein Zentrum für die anthropologische Problematik zustande zu
               bringen, wobei das frühere <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurter</rs> Institut für Sozialforschung das jetzt mit der hiesigen Colombia-Universität in
               der gleichen Verbindung steht wie früher mit der <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurter</rs> Universität wesentliche Unterstützung geben kann. Es
               ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn von den Teilnehmern unserer <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurter</rs>
               philosophisch-soziologischen Diskussionsabende genau 50% hier in <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New York</rs> die Diskussion fortsetzen.
               Die deutsche Fakultät für politische Wissenschaften, die vor zwei Jahren hier
               gegründet wurde, hat es jetzt auf 17 Ordinariate gebracht, davon 15 deutsche, die ich
               alle von <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> her kenne.
               Sie haben das Recht zur Doktorierung erhalten, und beginnen eine wichtige Rolle im
               amerikanischen Geistesleben zu spielen. Das alles bedeutet für mich natürlich neben
               der wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft eine sehr grosse persönliche Belastung, so
               dass ich es als eine Wohltat empfand, auf ein Vierteljahr vollkommen zu verschwinden,
               nämlich nach <rs ref="#tillich_place_id__105" type="place">Chicago</rs>.</p>
            <p>In <rs ref="#tillich_place_id__105" type="place">Chicago</rs> hatte ich einen
               Professor der Religionsphilosophie, der ein Quartal aussetzen wollte, zu vertreten.
               Ich wohnte im Quadrangle-Club <pb n="5"/>dem Ort, wo sich das Clubleben aller
               Fakultäten der <rs ref="#tillich_place_id__105" type="place">Chicago</rs>-University abspielt. Ich hatte ein sehr schönes Zimmer im
               oberen Stock, wo lauter vorübergehende oder dauernde Professorsungesellen wohnen und
               wo ich völlig einsam und ungestört sein konnte. Ein grosses Glück nach dem
               überwältigenden <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New Yorker</rs> Betrieb
               (so hatten wir in den letzten Wochen vor Weihnachten vier Gesellschaften mit je 16
               Leuten, wo wir Amerikaner und Deutsche mischten zum grossen Vergnügen aller
               Teilnehmer. Und doch hatten wir da mit höchstens zwei Drittel aller Leute erfasst.)
               Unterbrochen wurde die <rs ref="#tillich_place_id__105" type="place">Chicagoer</rs> Ruhe nur durch drei Reisen, eine nach <rs ref="#tillich_place_id__1" type="place"><!-- ID-->Saint Louis</rs> mit Vorträgen
               in einem deutsch-lutherischen Seminar, eine nach <rs ref="#tillich_place_id__754" type="place">Detroit</rs>, um deutsche Freunde und die Fordwerke zu
               besuchen, eine nach <rs ref="#tillich_place_id__731" type="place">Ann
                  Arbor</rs>, der sehr hübsch gelegenen Staatsuniversität von <rs ref="#tillich_place_id__755" type="place">Michigan</rs>, wo verschiedene
               Hamburger Professoren wirken und wir, da Faschingszeit war, sogar ein richtiges
               deutsches Kostümfest aufbauen konnten und eine Tagesschule nach <rs ref="#tillich_place_id__795" type="place">Milwaukee</rs>, der Stadt der
               besonders deutschen Mitarbeiterschaft, sehr schön im Staate <rs ref="#tillich_place_id__796" type="place">Wisconsin</rs> im hügeligen
               Lande gelegen. Deutsch, sauber und anständig gebaut. In <rs ref="#tillich_place_id__797" type="place">Saint Louis</rs> der westlichste
               Punkt, den ich bisher erreicht habe, überschritt ich zum erstenmal den Mississippi,
               der sich breit und schmutzig gelb daherwälzt. Abgesperrt durch grauenvoll verfallende
               Negerviertel und Industrianlagen. In der Mitte der Altstadt das alte in bestem
               klassizistischem Stil erbaute Rat- und Gerichtshaus, auf dessen Freitreppen früher
               die Sklavenmärkte abgehalten wurden. <rs ref="#tillich_place_id__797" type="place">Saint Louis</rs> liegt am Ausläufer des Ozark-Gebirges, eines sehr
               weiten Mittelgebirges im Staate <rs ref="#tillich_place_id__798" type="place">Missouris</rs>, durch das ich von dem Präsidenten des Seminars in
               wundervoller Autofahrt geführt wurde. In den entlegenen Tälern dieses Gebirges leben
               noch Nachkommen der ersten weissen Ansiedler, die niemals mit der übrigen Geschichte
               in Berührung gekommen sind und deren Religion auf das Niveau eines primitiven
               Aberglaubens zurückgesunken ist, das das Interesse aller Anthropologen erregt. Die
               Sprache ist das Shakespearesche Englisch.</p>
         </div>
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                  <placeName>Vereinigte Staaten von Amerika</placeName>
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                  <placeName> Nouvron-Vingré</placeName>
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               </listPlace><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1390">
                  <persName>Niebuhr, Reinhold</persName>
                  <occupation>US-amerikanischer Theologe</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Niebuhr, Karl Paul Reinhold (21.6.1892 Wright City, Missouri – 1.6.1971 Stockbridge, Massachusetts) war ein US-amerikanischer evangelischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler. Er stammte aus einer deutschen Einwandererfamilie, studierte an der Yale Divinity School, wurde 1915 ordiniert und war bis 1928 Pfarrer in Detroit. Von 1928 bis 1960 lehrte er Religionsphilosophie am Union Theological Seminary in New York. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften, hielt 1939 die Gifford Lectures und erhielt mehrere Ehrendoktorate. 1931 heiratete er Ursula Mary Keppel-Compton.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1621">
                  <persName>Robert, Ulrich</persName>
                  <occupation>Deutscher Diplomat</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__137">
                  <persName>Barth, Karl</persName>
                  <occupation>Theologe</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118506803</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Karl Barth (10. Mai 1886 – 10. Dezember 1968) war ein Schweizer reformierter Theologe und einer der bedeutendsten evangelischen Dogmatiker des 20. Jahrhunderts. Nach dem Studium arbeitete er als Pfarrer, später lehrte er als Professor in Deutschland und Basel. 1935 wies ihn das NS-Regime wegen seiner Gegnerschaft aus. Mit der Auslegung des Römerbriefs begründete er die Dialektische Theologie und wandte sich gegen den liberalen Protestantismus. Hauptwerk blieb die Kirchliche Dogmatik. Mit Paul Tillich verband ihn ein anhaltender theologischer Austausch, in dem beide gegensätzliche Positionen vertraten, etwa zur analogia entis.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2053">
                  <persName>Whitehead, Alfred North</persName>
                  <birth>
                     <date>1861-02-15</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Ramsgate</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1947-12-30</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Cambridge, Mass.</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118632175</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__697">
                  <persName>Goldstein, Kurt</persName>
                  <occupation>Deutsch-amerikanischer Neurologe und Psychiater</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/122194292</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Kurt Goldstein (6. November 1878 – 19. September 1965) war ein Neurologe und Psychiater aus Deutschland. Nach dem Medizinstudium in Breslau und Heidelberg arbeitete er als klinischer Assistent in Frankfurt und Heidelberg, bevor er 1906 nach Königsberg wechselte, wo er als Privatdozent lehrte und sich habilitierte. Von 1916 bis 1930 wirkte er in Frankfurt als Direktor des Neurologischen Instituts, danach in Berlin. Nach kurzer SA-Haft emigrierte er 1933 über Amsterdam in die USA. Dort lehrte er an mehreren New Yorker Hochschulen sowie an der Tufts University und führte nach dem Krieg bis zu seinem Tod eine Privatpraxis in New York.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1">
                  <persName>Abaelard, Peter</persName>
                  <birth>
                     <date>1079</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Le Pallet</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1142-04-21</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Saint-Marcel (Chalon-sur-Saône)</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/11850004X</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1094">
                  <persName>Krebs, Engelbert</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__969">
                  <persName>James, William</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>William James (1842-1910) ist einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Philosophie. Zunächst wurde er aber durch sein Grundlagenwerk zur Psychologie The Principles of Psychology (1890) bekannt, das man heute als interdisziplinäre Untersuchung par excellence verstehen muss. Aufgrund seiner Studien zur Religion The Varieties of Religious Experience (1902) gilt er außerdem bis heute als bedeutender Religionswissenschaftler. Mit seinen Werken The Will to Believe (1897) und Pragmatism (1907) legte er den Grundstein für den amerikanischen Pragmatismus.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3379">
                  <persName>Professor Fack</persName>
               </person>
               </listPerson></back></text>
</TEI>