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                <title>Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich von Frühjahr 1935</title>
                <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0000-0001-5007-7397">Emil Lusser</name>
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            </titleStmt>
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                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933-1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
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                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
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                </publisher>
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                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
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            </publicationStmt>
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                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                        <idno>bMS 721/3(6)</idno>
                    </msIdentifier>
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                        <p>Brief, eigenhändig</p>
                    </physDesc>
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                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
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            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
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                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                    <date notBefore="1935-01-01" notAfter="1935-02-28">01.1935</date>
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                    <persName ref="#tillich_person_id__1923">Hannah Tillich</persName>
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            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1923">Korrespondenz mit Hannah Tillich</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1923" target="L10126.xml">Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich von 1935</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1923" target="L10124.xml">Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich von 1935</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10124.xml">Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich von 1935</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10126.xml">Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich von 1935</ref></correspContext></correspDesc>
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        <creation><date type="sort" when="1935-01-01"/></creation></profileDesc>
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            <change when="2025-05-19" who="EL">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    <text type="letter">
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                <opener><dateline>Donnerstag Nachm.</dateline>
                    <salute>Mein liebes süsses <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1923">Hannahchen</rs>!</salute>
                </opener>
                <p>Gestern kam Dein Brief<note type="ea">Nicht überliefert.</note> mit den vielen Briefen, die ich korrigiert und abgefertigt habe; an <rs type="person" ref="#tillich_person_id__2804">Ilse-Margot</rs> habe ich noch einiges dazu geschrieben über meine Sachen. Ihre Adresse ist Berlin-Südende, Halskestr. 38<unclear>???</unclear>. Die Adresse von <rs type="person" ref="#tillich_person_id__757">Margot Faust</rs> ist nicht Höcknitzer' sondern Küknitzerstr. Hoffentlich klappt nun alles. Ich habe auch noch an <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1762">Elisabeth</rs> geschrieben, dass sie ja die eine Bücherkiste mitschickt. Ich habe sie ferner gebeten, mal auf dem Ministerium nachzusehen, wie eigentlich meine rechtliche Lage jetzt ist. –– Es ist gut, dass Du die Briefe <pb n="2"/>selbst umschreibst. Mach es nur recht deutlich und ohne Fehler! Übrigens weiss ausser 1-3 Leuten (<rs type="person" ref="#tillich_person_id__1887">Eckart</rs>, <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1723">K. L. Schmidt</rs>) von denen ich eine schnelle Antwort haben wollte<supplied>,</supplied> niemand etwas von meiner Adresse; und auch das war nur für <hi rend="u">eine</hi> Antwort berechnet, so dass weiter alles andere über <rs type="place" ref="#tillich_place_id__319">N.Y.</rs> geht. <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1887">Eckart</rs> hat wieder Lust gezeigt zu kommen. Aber da sein Semester am <date when="1935-04-01">1. April</date> anfängt und ich im März nicht hier bin, so hat es nur Zweck, wenn er in diesem Kurz-Semester nicht liest und <del rend="s">herüber</del> von April-Mai herüberkommt. Aber ich glaube kaum daran. – Übrigens ist es komisch, wie sich das Schwer<pb n="3"/>gewicht der Post immer mehr nach <rs type="place" ref="#tillich_place_id__684">Amerika</rs> verlegt. Viele amerikanische Korrespondenz wegen Vorträge und Artikel (am <date when="1935-03-05">5<hi rend="sup">ten</hi> März</date> zwei Vorträge in <rs type="place" ref="#tillich_place_id__734">St. Louis</rs>, die aber nichts bringen). Mit <rs type="place" ref="#tillich_place_id__122">Deutschland</rs> die nächsten Verwandten und Freunde, ferner die Emigranten-Sachen ... dann Du und <rs type="person" ref="#tillich_person_id__570">Erdmuthe</rs>. Hier noch <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1965">Ulich</rs>, <rs type="person" ref="#tillich_person_id__2094">Wolfers</rs> u.s.w.<add type="footnote">Bitte schreibe mir doch die genaue Adresse meiner Bank, damit ich den ganzen Rest ausser dem, was ich für die Reise brauche, überweisen lassen kann.</add> Dies alles zusammen ist einfach zu viel ohne Sekretärin, wenn man nebenbei noch arbeiten soll. Dabei habe ich z.B. weder an <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1209">Löwe</rs>, noch an <rs type="person" ref="#tillich_person_id__846">Peter</rs> noch an <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1307">Karolus</rs> noch an den <rs type="person" ref="#tillich_person_id__2900">Küssel</rs> noch an ein Dutzend andere dringende Sachen, die sich anhäufen, geschrieben. Das Ganze wird immer <pb n="4"/>mehr zu einem unlöslichen Problem. Hier häufen sich die Dinge immer mehr. z.B. vorgestern von <formula notation="TeX">\frac{1}{2}</formula>6-<formula notation="TeX">\frac{1}{2}</formula>1 Nachts Vortrag<del rend="s">e</del> und Diskussion in einem Kollege. Gestern 6-8 <del rend="s">Lunch</del> Supper mit einem Professor. Dann der "Tillich-Diskussions-Kreis". Dazu immer von 11-12 Stunde und von <formula notation="TeX">\frac{1}{2}</formula>3-<formula notation="TeX">\frac{1}{2}</formula>4 Kolleg. Dazu vorige Woche 30 Examensarbeiten aus <rs type="place" ref="#tillich_place_id__319">New York</rs>. Jetzt kommen die Studenten und wollen Diskussions-Abende haben. (Eben die dritte Post ohne irgend etwas; hoffentlich hast Du nichts falsch geschrieben). – (Eben ruft Prof. <rs type="#tillich_person_id__3289">Palgi</rs> an und bittet dringend um eine Partie Schach. –– Heut Abend ist hier im Club Tanz; ich sitze mit <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1463"><rs type="person" ref="#tillich_person_id__1464"/>Paucks</rs> und ihren Freunden zusammen; man kann nur <pb n="5"/>am eignen Tisch auffordern)... Meine Spaziergänge, mein Tagebuch, alles hört auf; in die Stadt komme ich auch nicht mehr. ––</p>
                <p>Nun habe ich noch gar nicht ausführlich von <rs type="place" ref="#tillich_place_id__754">Detroit</rs> erzählt. Ich kam Freitag Abend an und wurde im Kinderspielzimmer ihres reizenden Hauses untergebracht; er ist fein, aber sehr dekadent. Am nächsten Morgen fuhr ich mit ihm durch Stadt, Seeufer, zwei Museen. Sie ist Redakteurin und konnte erst später. Das Museum ist die Glanzleistung von <rs type="person" ref="#tillich_person_id__3293">Valentiner</rs> und einigen anderen, die ich dann am Abend kennen lernte. Vor allem ein sehr guter Türke mit einer reizenden Türkischen Frau. Sie sind jetzt in <rs type="place" ref="#tillich_place_id__731">Ann Arbor</rs> ('Annas's Laube'), der Staats-Uni<pb n="6"/>versität von <rs type="place" ref="#tillich_place_id__755">Michigan</rs>, wo auch <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1149">Laun</rs> ist und Prof <rs type="person" ref="#tillich_person_id__3331">Werner</rs> aus <rs type="place" ref="#tillich_place_id__198">Hamburg</rs> und wohin ich für den <date when="1935-03-02">2<hi rend="sup">ten</hi> März</date> eingeladen bin. (Es liegt näher als <rs type="place" ref="#tillich_place_id__105">Chicago</rs>)<supplied>.</supplied> Ich wurde auch <rs type="person" ref="#tillich_person_id__3293">Valentiner</rs> vorgestellt. Er freute sich sehr über meine Wertschätzung der New Yorker <unclear>Riveres</unclear> und sagte, das wäre sehr selten. – Dann Lunchen mit <rs type="person" ref="#tillich_person_id__2755"><rs type="person" ref="#tillich_person_id__2816">Sterns</rs></rs> und wieder ins Museum; abgeholt und zu <rs type="person" ref="#tillich_person_id__2755"><rs type="person" ref="#tillich_person_id__2816">Sterns</rs></rs>, wo die Gäste bald kamen; nur Deutsche, gegen 12 Nachts noch 2 Museumsleute, die auf der Durchfahrt von <rs type="place" ref="#tillich_place_id__768">St. Franzisko</rs> nach <rs type="place" ref="#tillich_place_id__319">New York</rs> waren; prachtvoll freche Kerls, begeistert von <rs type="place" ref="#tillich_place_id__768">Franzisko</rs>: Da müssen wir bald hin. – Am nächsten Morgen eine Früh<pb n="7"/>stücks- Mittags- und Tee-Einladung an drei verschiedenen Stellen. Bei dem Frühstück einen 'weissen' Ukrainer, der anscheinend <sic>faszistische</sic> Propaganda treibt und von dem wir das Gefühl hatten, dass er uns bespitzelt. Mittags eine sehr kultivierte jüdische Familie, der Vater Hauptbaumeister bei Ford, <del rend="s">G</del> Kreissler u.s.w. Nachher Besichtigung eines fabelhaften Landerziehungsheims mit prachtvollem Museum. Dann Tee zu der Familie eines französischen Belgius, dessen Frau mich am nächsten Tag zu Ford fahren sollte, da beide <rs type="person" ref="#tillich_person_id__2755"><rs type="person" ref="#tillich_person_id__2816">Sterns</rs></rs> im Dienst sein mussten. Sie sprechen franz<pb n="8"/>zösisch, was meiner Seele wohltat. Abends in <rs type="work" ref="#tillich__NMBDK393">David Copperfield</rs> (hat mich sehr gepackt) und nachher wieder bei der belgischen Familie. Am nächsten Morgen Ford. Schrecklicher Eindruck von laufendem Band. Das Auto desillusioniert: Alle Minute wird ein Spielzeug zusammengesetzt. – Dann Mittag mit <rs type="person" ref="#tillich_person_id__2755"><rs type="person" ref="#tillich_person_id__2816">Sterns</rs></rs> in der Stadt, Besichtigung ihrer Zeitung und Abfahrt. Du siehst höchst reichhaltig. Die Stadt ist grauenvoll. Leben darin ohne Auto unmöglich, meilen- und meilenlange Strassen, unermesslich. <rs type="place" ref="#tillich_place_id__122">Deutschland</rs> rückt langsam aus dem Horizont des 'Mittelwest'. Ich lese die Times nicht mehr <pb n="9"/>regelmässig und finde die Situation langweilig. Zum Sprechen komme ich viel; aber das Wichtigste ist doch Lesson. –––
                </p>
                <closer>Oft kann ich es vor Sehnsucht gar nicht mehr aushalten. Es war schon zu lange und wird noch lange dauern. Ach mein liebes <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1923">Hannahchen</rs>; wie sehr fühle ich mich zu Dir gehörig und zu nichts anderem!
                    <signed>Dein <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1928">Paulus</rs>!</signed>
                </closer>
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    <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1965">
                  <persName>Ulich, Robert</persName>
                  <birth>
                     <date>1890-04-21</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1977-06-17</date>
                  </death>
                  <occupation>Deutscher Ministerialbeamter, Germanist und Erziehungswissenschaftler</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/117281174</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Heinrich Gottlob Robert Ulich (21. April 1890 – 17. Juni 1977) war ein deutscher Ministerialbeamter, Germanist und Bildungsforscher. Nach Studien an verschiedenen Hochschulen und Promotion 1915 arbeitete er zunächst als Lehrer und Bibliothekar, bevor er von 1920 bis 1933 als Ministerialbeamter in Dresden für Hochschul- und Forschungsangelegenheiten zuständig war. Er stand der SPD und dem religiösen Sozialismus nahe und setzte sich für Reformpädagogik und internationale Bildungsprojekte ein. 1934 emigrierte er in die USA, wurde Professor in Harvard und gilt als Mitbegründer der vergleichenden Erziehungswissenschaft. 1970 kehrte er nach Deutschland zurück. Er war zunächst mit Elsa Brändström, später mit Mary Ewen Ulich verheiratet und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1958 mit dem Großen Verdienstkreuz.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2094">
                  <persName>Wolfers, Arnold</persName>
                  <birth>
                     <date>1892-06-14</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Sankt Gallen</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1968-07-16</date>
                  </death>
                  <occupation>Politikwissenschaftler</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119262819</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Arnold Wolfers (14. Juni 1892 – 16. Juli 1968) war ein schweizerisch-amerikanischer Politikwissenschaftler, geboren in St. Gallen. Nach juristischer Promotion 1917 wandte er sich Volkswirtschaft und Politikwissenschaft zu und habilitierte sich 1929 in Berlin. Ab 1922 arbeitete er an der Deutschen Hochschule für Politik, zunächst als Mitarbeiter Paul Tillichs in einer Arbeitsgemeinschaft zum religiösen Sozialismus, ab 1930 als Direktor. 1933 emigrierte er in die USA und lehrte von 1935 bis 1957 in Yale. Als Realist prägte er das Billardkugelmodell der Internationalen Beziehungen. Später beriet er das amerikanische Außenministerium.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1887">
                  <persName>Sydow, Eckart von</persName>
                  <birth>
                     <date>1885-09-05</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Dobberphul</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1942-07-01</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__37">Berlin</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Kunsthistoriker</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/117387010</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Eckart von Sydow (5. September 1885 – 1. Juli 1942) war ein deutscher Kunsthistoriker und Ethnologe. Er wurde 1912 in Halle promoviert und arbeitete anschließend in Berlin im Umfeld der Staatlichen Museen sowie als Publizist zur zeitgenössischen Kunst. Nach dem Ersten Weltkrieg wandte er sich der außereuropäischen Kunst zu, leitete die Kestnergesellschaft und veröffentlichte grundlegende Studien zur afrikanischen Plastik. 1933 trat er der NSDAP bei und erhielt eine Stelle an der Universität Berlin, wo er zur Kunst sogenannter „Naturvölker“ lehrte. Forschungsreisen nach Afrika prägten seine Arbeiten, die sich mit ethnologischen und kunsthistorischen Fragestellungen verbanden.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3293">
                  <persName>Valentiner, ???</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
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                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3331">
                  <persName>Werner, Heinz</persName>
                  <occupation>Psychologe</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/129958867</idno>
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               <person xml:id="tillich_person_id__2900">
                  <persName>Bewohnerinnen und Bewohner des "Haus auf dem Küssel", ???</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Hierbei handelt es sich evtl. um Lily und Fritz Pincus sowie Claire und Günther Löwenfeld.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__757">
                  <persName>Hahl, Margot</persName>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1160519838</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Margot Hahl (geb. 1900), geborene Müller, war eine deutsche Theologin. Seit 1917 studierte sie in Berlin Evangelische Theologie, Ägyptologie und Philosophie und legte 1922 ihr Examen ab. Sie besuchte Vorlesungen von Paul Tillich und Ernst Troeltsch und stand seit ihrer Berliner Studienzeit in engem Kontakt zu Paul und Hannah Tillich; mit Paul Tillich verband sie zeitweise eine persönliche Beziehung. 1922 heiratete sie Erich Faust, von dem sie sich 1937 scheiden ließ. 1938 ging sie die Ehe mit Hans Hahl ein. Die freundschaftliche Verbindung zu den Tillichs bestand bis zu deren Tod fort.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1463">
                  <persName>Pauck, Marion</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>2016-03-26</date>
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                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168750431</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1464">
                  <persName>Pauck, Wilhelm</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1762">
                  <persName>Seeberger, Elisabeth</persName>
                  <birth>
                     <date>1893-06-17</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1986</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">Keine GND-Nummer</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Elisabeth Seeberger (17. Juni 1893 – 1986) war die Schwester des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Im Jahr 1917 heiratete sie Erhard Seeberger, der über viele Jahre als Pfarrer in Berlin-Tempelhof tätig war.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1723">
                  <persName>Schmidt, Karl Ludwig</persName>
                  <occupation>Evangelischer Theologe</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118608851</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Karl Ludwig Schmidt (5. Februar 1891 – 10. Januar 1956) war ein deutscher evangelischer Theologe und Neutestamentler. Nach Studium und Promotion lehrte er ab 1918 in Berlin, später in Gießen, Jena und Bonn. Unter Tillichs Einfluss näherte er sich dem religiösen Sozialismus an. 1933 wurde er entlassen und emigrierte in die Schweiz, wo er ab 1935 an der Universität Basel wirkte. Wissenschaftlich begründete er die formgeschichtliche Methode zur Auslegung neutestamentlicher Texte. Ein Schlaganfall führte 1953 zu seiner Emeritierung.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__846">
                  <persName>Heimann, Eduard</persName>
                  <occupation>Deutscher Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Eduard Heimann (11. Juli 1889 – 31. Mai 1967) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Gesellschaftstheoretiker. Nach Studien an mehreren europäischen Universitäten wurde er Anfang der 1920er Jahre in Kommissionen zu Verstaatlichungsfragen tätig. Ab 1925 lehrte er in Hamburg, verließ Deutschland jedoch 1933 und wirkte danach bis 1963 an einer New Yorker Hochschule. Sein theoretisches Werk konzentrierte sich auf die Analyse von Arbeitnehmerschutz, Versicherungssystemen und Tarifverträgen als Mechanismen zur Einkommensumverteilung und Innovation, die zugleich kapitalistische Strukturen stabilisieren, ohne sie zu zerstören. Er deutete Sozialpolitik nicht als Armenfürsorge, sondern als freiheitliche Gestaltung der Arbeitswelt mit paradoxer Doppelfunktion. Heimann entwickelte zudem ein Konzept der freiheitlichen Vergesellschaftung als Gegenmodell zu sowjetischen Systemen. Religionssoziologisch interpretierte er Glaubenssysteme als gesellschaftlich integrierende Kraft und rationalistisches Denken als desintegrierend.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2804">
                  <persName>Ilse-Margot</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Ilse-Margot (Lebensdaten und Nachname unbekannt) wird im Briefverkehr von Paul Tillich mit Hannah Gottschow erwähnt. Weitere biographische Informationen sind derzeit nicht bekannt.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1209">
                  <persName>Löwe, Adolf</persName>
                  <occupation>deutscher Soziologe und Nationalökonom</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119383292</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Adolph Lowe (4. März 1893 – 3. Juni 1995) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Sozialtheoretiker und Philosophiefachmann. Nach akademischer Ausbildung unter führenden Ökonomen begann er 1922 eine Karriere in der staatlichen Wirtschaftsverwaltung. 1926 erwarb er seine Lehrbefähigung durch Forschungen zu Konjunkturbewegungen und trug zur Gründung eines bedeutenden Wirtschaftsforschungsinstituts bei. Zwischen 1926 und 1931 leitete er eine Forschungsabteilung am Kieler Institut und war Vertreter einer angesehenen ökonomischen Schule. Ab 1931 hatte er eine Professur in Frankfurt inne und arbeitete in einem Forschungsinstitut mit soziologischem Schwerpunkt. 1933 emigrierte er nach England und lehrte später ab 1940 an einer New Yorker Universität, wo er bis 1963 die Verbindung von Verhaltenswissenschaften und Wirtschaftslehre erforschte. 1983 kehrte er nach Deutschland zurück.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1307">
                  <persName>Mennicke, Carl August</persName>
                  <occupation>Deutscher Sozialpädagoge</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119264250</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>August Carl Mennicke (5. September 1887 – 15. November 1959) war ein bedeutender deutscher Sozialpädagoge und Vertreter des religiösen Sozialismus. Nach seinem theologischen Studium wirkte er ab 1917 als Geistlicher im Ruhrgebiet, wo er die Arbeiterbedingungen unmittelbar kennenlerte. Er gehörte dem Kreis um Paul Tillich an und publizierte in einschlägigen Zeitschriften. 1923 etablierte er an der Berliner Hochschule für Politik eine Ausbildungsstätte für männliche Fachkräfte in der Wohlfahrtspflege – eine Neuerung in diesem bis dahin weiblich dominierten Feld. 1930 übernahm er die Leitung des Frankfurter Instituts für Berufspädagogik und lehrte gleichzeitig an der dortigen Universität. Aufgrund seiner Nähe zum Tillich-Kreis wurde er 1933 aus dem Dienst entlassen; sein Buch wurde verbrannt. Er flüchtete 1934 in die Niederlande und dirigierte dort ein philosophisches Schulungszentrum. Nach Verhaftung und Gefängnisaufenthalt während des Krieges arbeitete er als Fabrikarbeiter. Ab 1945 kehrte er nach Frankfurt zurück und lehrte dort bis 1952. Kurz vor seinem Tod erhielt er Auszeichnungen der Bundesrepublik.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2816">
                  <persName>Stern, ???</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2755">
                  <persName>Stern, William</persName>
                  <occupation>Psychologe</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118798758</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>(Geb: Louise William Stern) Er war der Begründer der differentiellen Psychologie und Entwickler des ersten Intelligenzquotienten, hatte 1900 über Psychologie und individuelle Differenzen publizierte beim Verlag von Johann Ambrosius Barth. (aus Graf Edition)</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1149">
                  <persName>Laun, Margarete von</persName>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__755">
                  <placeName>Michigan, USA</placeName>
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                  <placeName>Deutschland</placeName>
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                  <placeName>Detroit, USA</placeName>
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                  <placeName>Chicago, Illinois</placeName>
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               </listPlace><listBibl><biblStruct type="book" xml:id="tillich__NMBDK393" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/NMBDK393" n="Dickens, David Copperfield, 1850">
          <monogr>
            <title level="m">David Copperfield</title>
            <author>
              <forename>Charles</forename>
              <surname>Dickens</surname>
            </author>
            <imprint>
              <date>1850</date>
            </imprint>
          </monogr>
        </biblStruct>
        </listBibl></back></text>
</TEI>