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         <titleStmt>
            <title>Brief von Walter??? Fritz an Paul Tillich vom 14. Dezember 1934</title>
            <author ref="#tillich_person_id__">Walter?? Fritz</author>
            <respStmt>
               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
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               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 143(26)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, eigenhändig</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
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            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
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         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__">Walter? Fritz</persName>
               <date when="1934-12-12">14.12.1934</date>
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               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
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         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__">Korrespondenz mit Walter? Fritz</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__" target="L10472.xml">Brief von Paul Tillich an Allert de Lange vom 15. Oktober 1939</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10072.xml">Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger vom 24. November 1934</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10010.xml">Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger von Weihnachten 1934</ref></correspContext></correspDesc>
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            <language ident="deu">Deutsch</language>
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      <creation><date type="sort" when="1934-12-12"/></creation></profileDesc>
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         <change who="MI" when="2026-07-19">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
      
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            <opener><dateline>abs. <rs ref="#" type="person">G. Fritz</rs><lb/>
               <rs>Montmirail</rs><lb/>
               Institution Marave? <rs>Montmirail</rs><lb/>
               Thielle, Suisse d. <date when="1934-12-14">14.12.34</date></dateline>
               <salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Onkel Paul</rs>,,</salute>
            </opener>
            <p>Zu Weihnachten sollst Du von Deinem Patenkind ein Grüsslein bekommen aus fremden Land
            ins fremde Land. Es ist das erste Mal, das ich dies besonders deutsche Fest nicht zu Hause
            feiern kann. Aber ich darf nach <rs ref="#tillich_place_id__55" type="place">Bern</rs> 
            gehen und darauf freue ich mich schon.</p>
            <p>Jetzt will ich Dir ein wenig von meinem Leben hier im Pensionat erzählen. Die Eltern
            haben gewiss schon einmal geschrieben, dass ich hier in <rs>Montmirail</rs> bin, um franz.
            zu lernen. Jetzt sind es schon bald 3 Monate und die Zeit ist schnell vergange. Wir sind
            30 Mädels, fast alle deutsch-Schweizerinnen. Nur zwei Engländerinnen und 1 Holländerin und
            4 Deutsche. Das Leben ist sehr nett und besonders interessant<pb n="2"/><pb/>für
            mich, weil ich ja früher viel allein war. Man lernt eben sehr viel im Zusammenleben 
            mit den anderen. Wir haben jeden Tag 3 franz. Stunden hintereinander und 3x in der Woche
            englisch; dann 5 Arbeitsstunden oder Klavierstunde, Gymnastik oder Gesang. Unser Tag fängt
            mit einem <q>Tultz?</q> an, denn dies ist ja ein Herenhuter Institution <del rend="s">ist</del>.
            Aber sonst sonst ist der Geist garnicht eng. Im Gegenteil, wir sind sehr lustig und fröhlich.
            Es ist natürlich schwer, immer französisch zu sprechen weil wir ja fast alle deutsch-sprachig
            sind. Am Abend wird immer gefragt was man gesprochen hat und da muss man oft sagen <q>allemand</q>.
            In unserer Freizeit können wir in unseren gemeinsamen Zimmer sein. Wir schlafen zu 3. und
            zu 4. in ganz netten Zimmern zusammen. Das ist sehr nett, Du kannst Dir wohl denken, das man
            da viel Dummheiten macht.</p>
            <p>Über das Geschehen in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs>
            hört man nicht viel. Man ist sehr uninteressiert hier und redet nur von 
            <q>Monsieur <rs ref="#tillich_person_id__910" type="person">Hitler</rs></q> wie Kinder
            vom Weih-<pb n="3"/>nachsmann sprechen. Aber man ist keineswegs deutschfeindlich. Trotzdem
            bin ich stolz mich immer als Deutsche bekennen zu dürfen bei allem was geschieht. Ich finde,
            das wir durch die Umwalzung viel nachdenkender geworden <del rend="s">bin</del><add place="across">sind</add>.
            Wenn ich z.B. mit den anderen spreche, die nicht wissen, was es heisst: Arbeitslosenteuer
            keine Kohlen, usw. Die ihr Geld verbrauchen wie nichts und keine Angst vor einem Winter zu
            haben brauchen, wie wir in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs>. 
            Denken lernt das deutsche Volk und ist das nicht eine Stufe weiter in seiner Entwicklung?
            möchtest Du nocheinmal die Vorkriegszeit haben, dies lasche Dahinleben?– Und beten lernt 
            <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs>, beten füreinander. Ich habe
            das Gefühl, das <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> wieder
            seine eigene Stellung bekommt in <rs ref="#tillich_place_id__736" type="place">Europa</rs>.
            Nicht weil ich blind nachredem dazu käme ich nicht in der Atmosphäre die zu Hause ist auch
            bin ich nicht B.D.M. Mädel, nein, weil ich es glauben muss.</p>
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                  <persName>Hitler, Adolf</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Adolf Hitler (20. April 1889, Braunau am Inn – 30. April 1945, Berlin) war Vorsitzender der NSDAP, seit 1933 Reichskanzler und ab 1934 als „Führer“ diktatorischer Staats- und Regierungschef des Deutschen Reiches. Er entfesselte 1939 mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg, der über 70 Millionen Menschen das Leben kostete, und trug die Hauptverantwortung für den Holocaust an den europäischen Juden. Als oberster Befehlshaber der Wehrmacht führte er eine totalitäre Herrschaft, die Terror, Propaganda und aggressive Expansion vereinte und große Teile Europas verwüstete. Beim Zusammenbruch des „Dritten Reiches“ beging Hitler am 30. April 1945 in Berlin Suizid; eine Grabstätte gibt es nicht.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
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                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson></back></text>
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