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         <titleStmt>
            <title>Brief von Hans-Jürgen Seeberger an Paul Tillich vom 2. Januar 1934</title>
            <author ref="#tillich_person_id__3208">Hans-Jürgen Seeberger</author>
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               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 649/184(18)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, eigenhändig</p>
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
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         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__3208">Hans-Jürgen Seeberger</persName>
               <date when="1934-01-02">02.01.1934</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
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         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__3208">Korrespondenz mit Hans-Jürgen Seeberger</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__3208" target="L10047.xml">Brief von Hans-Jürgen Seeberger an Paul Tillich vom 28. Mai 1934</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10018.xml">Undatierter Brief von Paul Tillich an Dolf Sternberger vermutlich von Januar 1934</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10025.xml">Brief von Paul Tillich an Johannes Tillich vom 06. Januar 1934</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1934-01-02"/></creation></profileDesc>
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         <change who="MI" when="2025-03-26">Transkription</change>
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   <text type="letter">
      <body>
         <div type="writingSessionHansJürgen" n="1">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline><rs type="place" ref="#tillich_place_id__49">Berlin-Tempelhof</rs>,
                     <date when="1934-01-02">den 2. Januar 1934</date></dateline>
               <salute>Lieber Onkel <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul</rs>,</salute>
            </opener>
            <p>Nun kommt endlich der Brief, den ich Dir schon lange schreiben wollte, aber immer
               nicht dazu gekommen bin.</p>
            <p>1933 ist vergangen und mit ihm das erste Jahr <rs ref="#tillich_person_id__910" type="person">Hitlers</rs>, das ein großer gewaltiger Umschwung in der Deutschen
               Geschichte bedeutet, wie wir es ja alle gefühlt haben. </p>
            <p>Auch Weihnachten ist vorbei, das, wie immer, sehr schön war und wir haben alle sehr
               viel geschenkt bekommen. Ich habe unter anderem ein Buch bekommen, das einen
               fabelhaften Wert hat und direkt ein Kunstwerk ist. Diese Buch hat eine Vorgeschichte:
               Im Herbst war in <rs ref="#tillich_place_id__37" type="place">Berlin</rs> die
               Ausstellung &lt; die Camera &gt;, die Photo Druck und Reproductionen zeigte. Und auf
               dieser lernte ich einen <rs ref="#tillich_person_id__3346" type="person">Doktor</rs>
               kennen, der der Erbe der <rs ref="#tillich_place_id__777" type="place">Glücksstadter</rs> (Universität) Buchdruckerei Augustin ist (<del rend="s">kennen
                  lernte</del>) ist, die ihre Bücher in allen Sprachen der Welt druckt, also
               Griechisch, türkisch, <unclear reason="illegible" resp="MI">koptisch</unclear>,
               russisch, <sic>siameisch</sic> hottentotisch und viele andere. <rs ref="#tillich_person_id__3346" type="person">Dieser Professor</rs> lehrt drei
               Monate in <rs ref="#tillich_place_id__343" type="place">Paris</rs>, als noch einziger
               Reichsdeutsche, die orientalischen Sprachen. In der übrigen Zeit ist er meistens auf
               Reisen. Er ist zum<pb n="2"/> Beispiel mit den Zigeunern durch die Pyrenäen gezogen,
               um ihre Sprache zu lernen und hat mir erzählt, daß er 12 lebendige Sprachen sprechen
               kann. Er war (zum) bei der nationalen Revolution in <rs ref="#tillich_place_id__684" type="place">Amerika</rs> und hat mir von der Meinung der Amerikaner über <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> auch viel erzählt. Ich
               habe mich so mit ihm angefreundet, daß ich von ihm allerlei Bücher bekommen habe. Das
               letzte zu Weihnachten ist die <rs ref="#tillich__3GUK39J3" type="work">Festschrift
                  der Buchdruckerei</rs>, die voriges Jahr ihr 300jähriges Jubiläum feierte, die
               erst über das Werden und Wachsen und dann über die <unclear reason="illegible" resp="MI">Nationalfest</unclear> aller orientalischen und asischen Völker (<del rend="s">spricht</del>) in Deutscher und in der Sprache und Schrift der einzelnen
               Völker spricht. Es besteht aus echtem Japanpapier, jede Seite ist dreifach. –
               Wirklich ein Kunstwerk! </p>
            <p>Nun will ich Dir etwas von meiner Schule erzählen: Sie ist für eine Schule sehr nett,
               sie ist erst vier Jahre alt und daher sehr modern und neu. Wir sitzen nicht mehr auf
               Bänken, sondern auf Stühlen, unsere Aula hat sogar eine Orgel. Unsere Lehrer kommen
               teilweise aus Auslandsschulen, so zum Beispiel unser Mathematiklehrer aus <rs ref="#tillich_place_id__992" type="place">Argentinien</rs> und <rs ref="#tillich_place_id__993" type="place">Peru</rs>, unser Lateinlehrer aus den
               polnisch gewordenen Ostmarken, unser Physiklehrer aus <rs ref="#tillich_place_id__738" type="place">China</rs>, unser Franzose aus <rs ref="#tillich_place_id__690" type="place">Athen</rs>. Unser Deutschlehrer, der uns
               auch Geschichte und Religion gibt kennt Dich sogar, weil er oft in <rs ref="#tillich_place_id__230" type="place">Kampen</rs>
               <pb n="3"/> war. – Er heißt Studienrat <rs ref="#tillich_person_id__3257" type="person">Schwarzbeck</rs>.</p>
            <p>Ich muß Dir die traurige Mitteilung machen, daß Studienrat <rs ref="#tillich_person_id__3259" type="person">Zitzke</rs> infolge einer aufs Herz
               gegangener Grippe gestorben ist. Ich <add place="superlinear">war</add> tief
               erschüttert, als ich das hörte und wollte es erst gar nicht glauben. Er ist hier auf
               dem Mariendorfer Friedhof beerdigt. </p>
            <p>
               <rs ref="#tillich_person_id__1763" type="person">Vati</rs> hat viel zu tun gehabt,
               aber jetzt hat er sich Urlaub genommen und ist nach <rs ref="#tillich_place_id__740" type="place">Storkow</rs> zu <rs type="person"><unclear>Mucksens</unclear></rs>
               gefahren. Seine Arbeit gedeiht im vollem <sic>Maßen</sic>. Eben habe ich zu Pfarrer
                  <rs type="person">Buchholtz</rs> Stühle geschafft, er hat einen offenen Abend
               veranstaltet, und sämtliche unteren Stuben sind voll von Menschen. Sein Geschäft
               blüht! Ebenso wie das Geschäft von seinen und Vatis Freunden in <rs type="place">Dahlem</rs>.</p>
            <p> Ich <add place="superlinear">und mit mir der B. K</add> stehe kurz vor der
               Eingliederung in die Hitlerjugend, die im Begriff ist Staatjugend zu werden, man
               sucht nur noch eine glückliche Form für diese zu finden. Sonntag haben wir hier im
               Gemeindehaus einen Familienabend, wo <unclear reason="illegible" resp="MI">Udo
                  Schmidt</unclear> unsere Reichswart sprechen wird. Vorher ist von den
                  <sic>den</sic> B.K. Führern Sitzung in <rs type="place">Dahlem</rs>. Die
               evangelische Jugend kämpft für eine rechte Einigung der Kirche auf dem Boden des
                  <hi>wahren</hi> Evangeliums. Und sie kämpft auch in er Staatsjugend für dieses
               Ziel.–</p>
            <p><rs ref="#tillich_person_id__1762" type="person">Mutti</rs> geht es auch gut, sie ist
               von der vielen Arbeit auch etwas abgespannt. Sie geht jetzt acht Tage zu Tante
                  <unclear reason="illegible" resp="MI"> Wietze von Quast</unclear>. Was sie bitter
               nötig hat. <rs ref="#tillich_person_id__3311" type="person"> Heidi</rs>
               <!-- Vermutlich Schwester oder Bruder von H.J. Seeberger Heidi Kurzform von Adelhard?-->
               und <rs ref="#tillich_person_id__3310" type="person">Waltraud</rs>
               <!-- Vermutlich Schwester von H.J. Seeberger -->sind immer lustig und singen und
               lachen viel. Sie denken<pb n="4"/> viel an <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs>. Ihre Photos haben uns sehr großen Spaß gemacht, und
                  <rs ref="#tillich_person_id__3310" type="person">Waltraud</rs> trägt ihre liebe
               Karte noch immer mit sich herum.</p>

            <p><rs ref="#tillich_person_id__1924" type="person">Großvati</rs>
               <!-- sehr 
               wahrscheinlich Großvater mütterlicherseits, also Johannes Tillich, da dieser vom 24.-26.12. 
               in Tempelhof war siehe sein Brief vom 27.12.33 an P. Tillich -->ist
               immer noch sehr frisch; es geht ihm leidlich, wie er mir heute sagte. Weihnachten war
               er bei uns, und auch die beiden Feiertage.<rs ref="#tillich_person_id__2707" type="person">Eckehardt</rs>
               <!-- Zuordnung unklar --> wohnt ja bei ihm und ist jetzt Sturm-Flieger und dem
               Minister <rs ref="#tillich_person_id__3262" type="person">Goe<del>h</del>ring</rs>
               <sic>untergeorndenet</sic>. </p>
            <p>In <rs ref="#tillich_place_id__48" type="place"> Teltow</rs> geht es auch allen gut,
               die beiden Jungens<!-- unklar wer gemeint ist --> haben eine kleine Halsentzündung
               gehabt, die aber jetzt vorrüber ist.</p>
            <p><rs ref="#tillich_person_id__2041" type="person">Tante M. L.</rs> war erst bei ihrem
               Bruder
               <!-- unklar welcher Bruder tillich_person_id__2585 oder tillich_person_id__2587 -->
               und ist jetzt bei ihren Eltern
               <!-- tillich_person_id__2039 und tillich_person_id__2040 --> in <rs ref="#tillich_place_id__236" type="place">Kassel</rs> und muß heute Abend
               zurückkommen, da ja morgen die Schule anfängt. </p>
            <p>Viele Grüße an <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person"> Tante Hannah</rs>
               und <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs> von meinen Eltern
               und <sic>Geschwister</sic> und sei selbst herzlich gegrüßt </p>
            <closer>
               <salute>von Deinem</salute>
               <signed><rs ref="#tillich_person_id__3208" type="person">Hans-Jürgen.</rs></signed>
            </closer>
         </div>
         <div type="writingSessionElisabeth" n="2">
            <p>vielen 1000 Dank für deinen Weihnachtsbrief und die Bilder, über die wir uns <hi rend="uu">so sehr gefreut</hi> haben. Ich schreibe bald ausführlich. Heute soll
               erst einmal H. J. Brief <unclear>fort</unclear>. Andere Postsachen kamen nicht bis
               jetzt. Habt ihr alles von uns bekommen? Wir waren soviel bei Euch in Gedanken. Heut
               erwarten wir <rs ref="#tillich_person_id__2041" type="person">M. L.</rs> aus den
               Ferien zurück.</p>
            <closer><salute>Gruß und Kuß</salute> Eure <signed><rs type="person" ref="#tillich_person_id__1762">Elisabeth</rs></signed></closer>
         </div>

      </body>
   <back><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__49">
                  <placeName>Berlin-Tempelhof</placeName>
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                  <placeName>Deutschland</placeName>
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                  <placeName>Peru</placeName>
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                  <placeName>China</placeName>
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               </listPlace><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__3262">
                  <persName>Göring, Hermann</persName>
                  <birth>
                     <date>1893.01.12</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__511">Rosenheim</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1946.10.15</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__327">Nürnberg</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Deutscher Politiker</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118540157</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Deutscher nationalsozialistischer Politiker und Kriegsverbrecher</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3257">
                  <persName>Schwarzbeck, Studienrat</persName>
                  <occupation>Lehrer</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1924">
                  <persName>Tillich, Johannes Oskar</persName>
                  <birth>
                     <date>1857-06-03</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Berlin, Deutschland</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1937-07-30</date>
                  </death>
                  <occupation>Pfarrer, Superintendent und Konsistorialrat</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631602</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Johannes Oskar Tillich (1857 – 1937) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Theologe. 1885 hatte er Wilhelmina Mathilde Dürselen geheiratet, die 1903 verstarb. Seine erste Pfarrstelle hatte er in der lutherischen Gemeinde Starzeddel bei Guben, wo 1886 sein Sohn Paul geboren wurde. Johannes Oskar Tillich und Wilhelmina Mathilde Dürselen waren also die Eltern des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. 1891 wurde Johannes Oskar Tillich Superintendent des Kirchenkreises Schönfließ in der Neumark, 1900 folgte seine Berufung nach Berlin, wo er zum Geheimen Konsistorialrat ernannt wurde.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>2016-03-26</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168750431</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__910">
                  <persName>Hitler, Adolf</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Adolf Hitler (20. April 1889, Braunau am Inn – 30. April 1945, Berlin) war Vorsitzender der NSDAP, seit 1933 Reichskanzler und ab 1934 als „Führer“ diktatorischer Staats- und Regierungschef des Deutschen Reiches. Er entfesselte 1939 mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg, der über 70 Millionen Menschen das Leben kostete, und trug die Hauptverantwortung für den Holocaust an den europäischen Juden. Als oberster Befehlshaber der Wehrmacht führte er eine totalitäre Herrschaft, die Terror, Propaganda und aggressive Expansion vereinte und große Teile Europas verwüstete. Beim Zusammenbruch des „Dritten Reiches“ beging Hitler am 30. April 1945 in Berlin Suizid; eine Grabstätte gibt es nicht.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3310">
                  <persName>Seeberger, Waltraud</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1762">
                  <persName>Seeberger, Elisabeth</persName>
                  <birth>
                     <date>1893-06-17</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1986</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">Keine GND-Nummer</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Elisabeth Seeberger (17. Juni 1893 – 1986) war die Schwester des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Im Jahr 1917 heiratete sie Erhard Seeberger, der über viele Jahre als Pfarrer in Berlin-Tempelhof tätig war.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3208">
                  <persName>Seeberger, Hans-Jürgen</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2707">
                  <persName>Fritz, Eckehardt</persName>
                  <birth>
                     <date>1914</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1946</date>
                  </death>
                  <note type="bio">
                     <p>Eckehardt Fritz (1914–1946) war der Sohn von Alfred und Johanna Fritz. Er war der Bruder von Gisela Walker, der Patentochter des Theologen Paul Tillich. Sein Spitzname war Ekke. Mehr biographische Informationen sind derzeit nicht bekannt.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2041">
                  <persName>Werner, Marie Luise</persName>
                  <occupation>Psychoanalytikerin</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Marie Louise Werner (1894–1978) war eine deutsche Psychoanalytikerin und Lehrerin. Nach ihrer Ausbildung unterrichtete sie ab 1918 an Berliner Schulen. In den 1920er Jahren besuchte sie gestaltpsychologische Vorlesungen und begann eine Ausbildung am Berliner Psychoanalytischen Institut mit Lehranalysen bei Karen Horney (1928–1931) und Carl Müller-Braunschweig (1940–1942). 1936 wurde sie Mitglied der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft. Nach dem Krieg arbeitete sie als Psychotherapeutin und zählte zu den ersten Lehr- und Kontrollanalytiker:innen der 1950 gegründeten Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung. Sie war die Schwester von Paul Tillichs Ehefrau Hannah. Ihre Schwerpunkte waren Kinderpsychologie und die Beziehung zwischen Psychoanalyse und bildender Kunst.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3311">
                  <persName>Seeberger, Adelheid</persName>
                  <birth>
                     <date>1922</date>
                  </birth>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3259">
                  <persName>Zitzke, Studienrat</persName>
                  <death>
                     <date>vor dem 02.01.1934</date>
                  </death>
                  <occupation>Lehrer</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3346">
                  <persName>Augustin, Heinrich Wilhelm</persName>
                  <occupation>Buchdrucker</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/127794913</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1763">
                  <persName>Seeberger, Erhard</persName>
                  <birth>
                     <date>1891-11-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Aschbach b. Bamberg</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1969</date>
                  </death>
                  <occupation>Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/12680446X</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Georg Seeberger (1891–1969) war ein deutscher protestantischer Geistlicher, Dekan und Kirchenrat in Bamberg. Er war mit Elisabeth, der Schwester des Theologen Paul Tillich, verheiratet. Er verfasste mehrere Publikationen, darunter ein Handbuch zur Amtsführung für protestantische Geistliche im Königreich Bayern.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listBibl><biblStruct type="book" xml:id="tillich__3GUK39J3" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/3GUK39J3" n="Oesau, 300 Jahre Buchdrucker in Glückstand: Festschrift, 1932">
          <monogr>
            <title level="m">300 Jahre Buchdrucker in Glückstand: Festschrift</title>
            <author>
              <forename>Wanda</forename>
              <surname>Oesau</surname>
            </author>
            <imprint>
              <pubPlace>Glückstadt</pubPlace>
              <publisher>J. J. Augustin</publisher>
              <date>1932</date>
            </imprint>
          </monogr>
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