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                <title>Undatierter Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger vermutlich von August 1934</title>
                <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933-1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                        <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                        <postCode>1010</postCode>
                        <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
                        </placeName>
                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
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                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/184(7)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, eigenhändig</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
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            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
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            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                    <date notBefore="1934-08-02" notAfter="1934-08-15">02.08.1934</date>
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                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1762"> Elisabeth Seeberger</persName>
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            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1762">Korrespondenz mit  Elisabeth Seeberger</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1762" target="L10048.xml">Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger vom 7. Juni 1934</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1762" target="L10072.xml">Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger vom 24. November 1934</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10016.xml">Undatierter Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich, vermutlich von Juni 1934</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10019.xml">Undatierter Brief von Fedor Stephun an Paul Tillich vermutlich von August 1934</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1934-08-02"/></creation></profileDesc>
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            <change when="2025-05-11" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    <text type="letter">
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            <div type="writingSession">
                <pb n="1"/>
                <opener>
                    <salute>Liebe <rs ref="#tillich_person_id__1762" type="person">Elisabeth</rs>!</salute>
                </opener>
                <p>Heute kam die Nachricht von <rs ref="#tillich_person_id__2485" type="person">Hindenburgs</rs> Tod und allem, was darauf folgte.<note type="ea"><rs ref="#tillich_person_id__2485" type="person">Hindenburg</rs> ist am
                            <date when="1934-08-02">02. August 1934</date> gestorben. Am <date when="1934-08-01">01. August 1934</date> erließ das Kabinett-Hitler ein
                        Gesetz, das die Zusammenlegung der Ämter des Reichskanzlers und des
                        Reichspräsidenten in der Person <rs ref="#tillich_person_id__910" type="person">Hitler</rs> anordnete, wodurch <rs ref="#tillich_person_id__910" type="person">Hitler</rs> nach dem Tod <rs ref="#tillich_person_id__2485" type="person">Hindenburgs</rs> als Führer
                        und Reichskanzler regieren konnte.</note> Nach hiesiger Zeit ist er Nachts
                    um 3 gestorben. Ich habe kaum an der Stunde gezweifelt, auch ehe ich sie las;
                    denn genau um 3 gingen die Schatten des Todes durch meine Seele; so dass ich
                    aufwachte und <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs>
                    weckte; ich erzählte es ihr dann am Morgen und wir warteten auf die Bestätigung;
                    die kam heut – –</p>
                <p><!--Absatz nicht ganz sicher, <q>Es</q> minimal reingesetzt.-->Es war wohl die
                    alte Verbundenheit aus 4 Kriegsjahren und das alte Gefühl, das ich immer im
                    Krieg und nachher bis heute hatte: Dass wir eine zum Tode verurteilte Generation
                    sind; und wer zufällig dem Krieg entgangen ist, hat zu büssen, so oder so – –
                    Meine Seele ist dunkler denn je; und wenn ich<pb n="2"/> noch weinen könnte, ich
                    täte es jede Nacht. Denn ich kann mich nicht loslösen von Euch und allem
                    anderen; ich war mit Euch in Eurer schweren Nacht, von der ich innerlich wusste,
                    seitdem jemand schrieb, dass Ihr in Euren <q>wohlverdienten</q> Urlaub abgereist
                    seid; ich weiss nicht, warum mich dies Wort so traf, aber Du weisst ja, ich bin
                    eine gute <q>Antenne</q>... Leider ist die Berichterstattung betreffend Eure
                    Branche infolge der anderen Dinge sehr schlecht. Auch die Branche-Zeitschrift
                    kann nun nichts mehr bringen. So bitte ich Euch, da dies <hi rend="u">lebenswichtig</hi> für mich ist, schreibt gleich nach Eintreffen dieses
                    Briefes einen ungezeichneten Bericht in Schreibmaschine an die Adresse unseres
                    Freundes, dessen Mutter Euch die schönen Sachen mitgebracht hat...<note type="ea">Nicht ermittelt.</note> bitte; so lang und so schnell wie möglich.
                    Vor allem ist<pb n="3"/> mir wichtig zu erfahren, wie es Euch geschäftlich geht
                    und <add place="superlinear">dann</add> vor allem, ob die Inhaber der
                    Aktien-Minderheit ihre Opposition aufrecht erhalten und in welcher Form.</p>
                <p>Von uns ist abgesehen von jenen nächtlichen Träumen – nur indirekt um meinet-
                    direkt um Euretwillen – nur Gutes zu berichten: Wir waren nach den 4 Wochen auf
                    den <rs ref="#tillich_place_id__750" type="place"><q>1000 Islands</q></rs> 10
                    Tage in <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New York</rs> in einer der
                    grössten Hitze-Wellen; es war toll, schlimmer als wir <rs ref="#tillich_place_id__728" type="place">Sizilien</rs> im <date when="1934-08">August</date> erlebt haben. Dann fuhren wir – und sind jetzt
                    seit <date when="1934-07-16">1<del rend="ow">5</del>6 Juli</date> bis etwa <date when="1934-09-15">15. Sept.</date> auf <rs ref="#tillich_place_id__729" type="place">Marthas Vinyard Island</rs>, südöstlich von <rs ref="#tillich_place_id__70" type="place">Boston</rs>, eine Nachtfahrt von
                        <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New-York</rs> entfernt, eine
                    Vereinigung von <rs ref="#tillich_place_id__230" type="place">Kampen</rs>, <rs ref="#tillich_place_id__535" type="place">Hiddensee</rs> und <unclear reason="eccentric_ductus"><rs ref="#tillich_place_id__242" type="place">Korsika</rs></unclear>, der offene Ozean, gross in den Wellen und der
                    Weite, aber viel wärmer und südlicher als die<pb n="4"/> Nordsee und nicht so
                    wild-aggressiv wie sie. Wir haben eine Hütte, die nur einen Raum für Kochen,
                    Schlafen, Wohnen hat, am Abhang eines hohen Hügels mit Blick auf Ozean, Land und
                    Innenbuchten, mitten in <unclear>Haide</unclear>, bestehend aus dem Bay-Strand
                    (daher der Bay-<unclear>Rum</unclear>), wunderbar riechend, Brombeeren, wilde
                    Rosen in Feldern wie Alpenrosen, Gras <add place="superlinear"><unclear>¿¿¿</unclear></add> niedrige Kiefern, Kliff, Dünen, weiterhin
                    Eichenwälder, 15 Min im Auto ein Fischerhafen für Hummern in unbegrenzter Menge,
                    Schwertfischen, die sehr gut schmecken; auch Haie werden hier gefunden, die aber
                    verhältnismässig ungefährlich sein sollen. Neulich auf der Holzterasse im
                    Nachbarhaus, wo ich immer arbeite und wo nächstens <rs ref="#tillich_person_id__271" type="person"><rs ref="#tillich_person_id__1965" type="person">Ulichs</rs></rs> einziehen,
                    trat ich auf eine gross gelb-braune Schlange, die dann unter den Holzplanken
                    verschwand. Und das störte mich nicht mal! Ausser <rs ref="#tillich_person_id__271" type="person"><rs ref="#tillich_person_id__1965" type="person">Ulichs</rs></rs> (früher
                        <rs ref="#tillich_place_id__126" type="place">Dresden</rs>; die Frau ist die
                    berühmte <rs ref="#tillich_person_id__271" type="person">Elsa Brandström</rs>);
                    die von <date from="1934-08-15" to="1934-09-20">15 Aug – 20 Sept.</date> hier
                    sein werden, sind noch<pb n="5"/>
                    <unclear reason="illegible">¿¿¿</unclear> hier, ferner <rs ref="#tillich_person_id__638" type="person">Prof. Friess</rs> von Columbia,
                    mit dem ich damals in <rs ref="#tillich_place_id__203" type="place">Heidelberg</rs> zusammen war, und bei denen wir die ersten Tage eingeladen
                    waren, ehe wir unsere Hütte fanden. Es gibt hier weder Gas noch Wasserleitung
                    noch Elektrizität. Abends sitzen wir um die Petroleumlampe herum, während <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs> hinter dem Vorhang
                    schläft. Das Waschwasser kommt aus einer Cisterne, das Trinkwasser aus einer
                    Quelle, oder in großen Flaschen vom Kaufmann, der jeden Morgen und Mittag mit
                    seinem Wagen den Berg heraufkommt. Der Fischmann ist, wie die meisten Fischer
                    auf der Insel indianische Urbevölkerung, z. T. sehr schöne Gesichter; aber nicht
                    mehr ganz wie in Indianer-Geschichten. – Jedes Haus ist 5–10 Min vom anderen
                    entfernt, die Gäste meistens Professoren, Verleger, Maler, also wie in <rs ref="#tillich_place_id__230" type="place">Kampen</rs> und <rs ref="#tillich_place_id__535" type="place">Hiddensee</rs>. Am Strand
                        <unclear>nie</unclear> mehr als 20–30 Leute, ausser uns niemand den wir
                    kennen ohne Auto (ich glaube überhaupt niemand) Strandleben wie in
                        <unclear>¿¿¿<!-- Gachien, Gochien --></unclear> nicht vorhanden. Man liegt
                    eine bis 2 Stunden im Sand, badet und ist sonst auf den<pb n="6"/><unclear>Hügeln</unclear>. Nur die von weiter kommen, bringen Lunch mit
                    und liegen den ganzen Tag da herum. Burgen gibt es nicht. Wir haben fast immer
                    warmes sonniges Wetter, dazwischen mal einen Nebeltag, wo unser Hügel völlig
                    isoliert ist und man sich wie auf einer Alp fühlt. <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs> hat viel mit der
                    Wirtschaft zu tun, da es hier keine Hülfe gibt. Die schwere Arbeit mache ich
                    natürlich, Wasser schleppen, <unclear>Müll-</unclear> und andere Gruben graben.
                    Im übrigen arbeite ich den ganzen Tag. Eben habe ich eine grosse
                    Auseinandersetzung mit <rs ref="#tillich__67WTG8HS" type="work">Emmanuel Hirschs
                        Buch</rs> fertig (nichts davon
                    sagen!).<!--Vgl.: <q>The Totalitarian State ant the Claims of Church</q> oder (mit mehr Hirsch-Bezug): <q>Die Theologie des Kairos und die gegenwärtige geistige Lage</q>-->
                    Jetzt Vorbereitung eines schweren Kollegs: Die Lehre vom Menschen. Dazwischen
                    Englisch lesen. – Nun bitte ich nur: Haltet mich genau auf dem Laufenden, über
                    Euch, Euren Betrieb und Eure Branche. Den Kirchen, besonders <rs ref="#tillich_person_id__3208" type="person">Hans Jürgen</rs>, dem ich
                    herzlich für seine Briefe<note type="ea">Liegen nicht vor.</note> danke, viele
                    Grüsse. – Dieser Brief ist auch für <rs ref="#tillich_person_id__1924" type="person">Vaterchen</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__641" type="person">Frede</rs>!</p>
                <closer>
                    <salute>Lebt wohl und schreibt bald.</salute>
                    <signed>Euer <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul</rs>.</signed>
                </closer>
            </div>
        </body>
    <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1965">
                  <persName>Ulich, Robert</persName>
                  <birth>
                     <date>1890-04-21</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1977-06-17</date>
                  </death>
                  <occupation>Deutscher Ministerialbeamter, Germanist und Erziehungswissenschaftler</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/117281174</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Heinrich Gottlob Robert Ulich (21. April 1890 – 17. Juni 1977) war ein deutscher Ministerialbeamter, Germanist und Bildungsforscher. Nach Studien an verschiedenen Hochschulen und Promotion 1915 arbeitete er zunächst als Lehrer und Bibliothekar, bevor er von 1920 bis 1933 als Ministerialbeamter in Dresden für Hochschul- und Forschungsangelegenheiten zuständig war. Er stand der SPD und dem religiösen Sozialismus nahe und setzte sich für Reformpädagogik und internationale Bildungsprojekte ein. 1934 emigrierte er in die USA, wurde Professor in Harvard und gilt als Mitbegründer der vergleichenden Erziehungswissenschaft. 1970 kehrte er nach Deutschland zurück. Er war zunächst mit Elsa Brändström, später mit Mary Ewen Ulich verheiratet und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1958 mit dem Großen Verdienstkreuz.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1924">
                  <persName>Tillich, Johannes Oskar</persName>
                  <birth>
                     <date>1857-06-03</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Berlin, Deutschland</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1937-07-30</date>
                  </death>
                  <occupation>Pfarrer, Superintendent und Konsistorialrat</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631602</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Johannes Oskar Tillich (1857 – 1937) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Theologe. 1885 hatte er Wilhelmina Mathilde Dürselen geheiratet, die 1903 verstarb. Seine erste Pfarrstelle hatte er in der lutherischen Gemeinde Starzeddel bei Guben, wo 1886 sein Sohn Paul geboren wurde. Johannes Oskar Tillich und Wilhelmina Mathilde Dürselen waren also die Eltern des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. 1891 wurde Johannes Oskar Tillich Superintendent des Kirchenkreises Schönfließ in der Neumark, 1900 folgte seine Berufung nach Berlin, wo er zum Geheimen Konsistorialrat ernannt wurde.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__638">
                  <persName>Friess, Horace</persName>
                  <occupation>Philosoph</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>2016-03-26</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168750431</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__910">
                  <persName>Hitler, Adolf</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Adolf Hitler (20. April 1889, Braunau am Inn – 30. April 1945, Berlin) war Vorsitzender der NSDAP, seit 1933 Reichskanzler und ab 1934 als „Führer“ diktatorischer Staats- und Regierungschef des Deutschen Reiches. Er entfesselte 1939 mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg, der über 70 Millionen Menschen das Leben kostete, und trug die Hauptverantwortung für den Holocaust an den europäischen Juden. Als oberster Befehlshaber der Wehrmacht führte er eine totalitäre Herrschaft, die Terror, Propaganda und aggressive Expansion vereinte und große Teile Europas verwüstete. Beim Zusammenbruch des „Dritten Reiches“ beging Hitler am 30. April 1945 in Berlin Suizid; eine Grabstätte gibt es nicht.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__641">
                  <persName>Fritz, Alfred</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-09-26</date>
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                        <placeName key="#tillich_place_id__420">Stuttgart</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1963</date>
                  </death>
                  <occupation>Evangelischer Pfarrer und Heimleiter</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1162904755</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Alfred Fritz (1886 – 1963) war ein deutscher reformierter Pfarrer und kirchlicher Funktionsträger. Von 1904 bis 1908 studierte er Theologie in Tübingen und Halle, wo er sich mit seinem Mitstudenten Paul Tillich anfreundete und wie dieser im Wingolf engagiert war. Seit 1912 wirkte er als Pfarrer in Butterfelde; im selben Jahr heiratete er Johanna Tillich, die Schwester Paul Tillichs, die jedoch 1920 bei der Geburt des dritten Kindes verstarb. Von 1916 bis 1922 war Alfred Fritz als Missionsinspektor in Bremen tätig, anschließend von 1922 bis 1927 Pfarrer der französisch-reformierten Gemeinde in Frankfurt am Main sowie Leiter des dortigen Magdalenenstifts. Ab 1927 arbeitete er im Diakonissenhaus Teltow, wo er die Leitung des Magdalenenstifts und der Fürsorgeabteilung übernahm. In zweiter Ehe war er mit der Pastorentochter Gertrud „Trude“ Fritz, geborene Horn, verheiratet.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1762">
                  <persName>Seeberger, Elisabeth</persName>
                  <birth>
                     <date>1893-06-17</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1986</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">Keine GND-Nummer</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Elisabeth Seeberger (17. Juni 1893 – 1986) war die Schwester des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Im Jahr 1917 heiratete sie Erhard Seeberger, der über viele Jahre als Pfarrer in Berlin-Tempelhof tätig war.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3208">
                  <persName>Seeberger, Hans-Jürgen</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__271">
                  <persName>Brändström, Elsa</persName>
                  <birth>
                     <date>1888-03-26</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Sankt Petersburg</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1948-03-04</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Cambridge, Mass.</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Philanthropin, Lehrerin und Krankenschwester</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118514407</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Elsa Brändström (26. März 1888 – 4. März 1948) war eine schwedische Philanthropin, geboren in Sankt Petersburg. Im Ersten Weltkrieg betreute sie als Krankenschwester deutsche und österreichische Kriegsgefangene in sibirischen Lagern und erhielt dafür den Beinamen „Engel von Sibirien". Später gründete sie Heime für Kinder von Kriegsgefangenen, veröffentlichte 1922 einen Erlebnisbericht und gehörte zu den Mitbegründern der Studienstiftung des deutschen Volkes. 1929 heiratete sie Robert Ulich; 1933 emigrierte die Familie in die USA, wo sie Flüchtlingshilfe organisierte. Sie starb in Cambridge. Paul Tillich würdigte sie nach ihrem Tod als Verkörperung tätiger Liebe.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2485">
                  <persName>Hindenburg, Paul von</persName>
                  <birth>
                     <date>1847-10-02</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Posen</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1934-08-02</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Kisielice (Ermland-Masuren)</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118551264</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul von Hindenburg (7. Juli 1847 – 2. August 1934) war im Ersten Weltkrieg gemeinsam mit Erich Ludendorff de facto der militärische Führer der deutschen Kriegsführung. Später gewann er 1932 unter anderem gegen Adolf Hitler die Reichspräsidentschaftswahl in Deutschland und wurde erneut Reichspräsident. Er war, bis zu seinem Tod, der letzte Präsident der Weimarer Republik.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__70">
                  <placeName>Boston</placeName>
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                  <placeName>New York City</placeName>
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               </listPlace><listBibl><biblStruct type="book" xml:id="tillich__67WTG8HS" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/67WTG8HS" n="Hirsch, Die gegenwärtige geistige Lage im Spiegel philosophischer und theologischer..., 1933">
          <monogr>
            <title level="m">Die gegenwärtige geistige Lage im Spiegel philosophischer und theologischer Besinnung: Akademische Vorlesungen zum Verständnis des deutschen Jahres 1933</title>
            <author>
              <forename>Emanuel</forename>
              <surname>Hirsch</surname>
            </author>
            <imprint>
              <pubPlace>Göttingen</pubPlace>
              <publisher>Vandenhoeck &amp; Ruprecht</publisher>
              <date>1933</date>
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          </monogr>
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</TEI>