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            <title>Brief von Maria Klein an Paul Tillich vermutlich aus dem Herbst 1913</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1594">Maria Klein</author>
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               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0004-5500-0611">Sara-Sophie Rosenheimer</name>
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            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1887-1933</title>
            </edition>
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            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
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            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
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                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886‒1965. Papers, 1894‒1974</collection>
                  <idno>bMS 649/178</idno>
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                  <p>Brief, eigenhändig</p>
               </physDesc>
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            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1887-1933.</p>
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         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl. https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
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<persName ref="#tillich_person_id__1594">Maria Klein</persName>
<date notBefore="1913-09-01" notAfter="1913-12-31">1913</date>
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               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
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         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1594">Korrespondenz mit Maria Klein</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1594" target="L00368.xml">Brief von Maria Klein an Paul Tillich vom 30. August 1913</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1594" target="L00371.xml">Brief von Maria Klein an Paul Tillich vom 17. September 1913</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L00369.xml">Brief von Eckart von Sydow an Paul Tillich vom 30. August 1913</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L00371.xml">Brief von Maria Klein an Paul Tillich vom 17. September 1913</ref></correspContext></correspDesc>
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            <language ident="deu">Deutsch</language>
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      <creation><date type="sort" when="1913-09-01"/></creation></profileDesc>
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   <text type="letter">
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<salute>Lieber <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1928">Tillich</rs>,</salute>
            <p>
nach Mitternacht. ‒ Schreiben muss ich Ihnen. Schon über eine Std. sitze ich, und überlege, <hi rend="u">wie</hi>. ‒ Bitte, fassen Sie meine Briefe nie falsch auf! ‒ Wenn ich Sie gekränkt, bitte ich um Vergebung. Ich habe das Gefühl, daß im Grunde <del rend="s">mich</del> Sie <del rend="s">Ihnen</del>  mir doch nichts entfremden kann. Lassen Sie auch um‒ 
</p>
            <pb n="2"/>
            <p>gekehrt es nicht sein! <del rend="s">D</del> Briefe taugen nichts; anstatt zu verständigen, machen sie Mißverständnisse; besonders bei mir. Denn Sie sehen ja nicht die Lage, in der ich sie schrieb, sondern nur die toten Buchstaben. Tillich, lassen Sie nichts derart zwischen uns sein! Ihr Brief war kalt, aber ich verdiente es.
Ich habe beständig ein Gefühl der Aufregung, der Unruhe. Nirgends, auch im Bett 
</p>
            <pb n="3"/>
            <p>nicht mehr Ruhe. ‒ ‒ Nur noch bei Ihnen! ‒ ‒ Ich will heraus aus der Verzweiflung. ‒ Ich wünschte, Sie beruhigten mich mal wieder. ‒ ‒ ‒ 
Am Donnerstag bin ich nun schon zu Mittag bei meiner Kusine Arnold im Gotheinschen Hause. ‒ Danach könnte ich mich mit Ihnen treffen. Um 5 ¼ am Untergrundbahnhof Potsdamer Platz vor Piccadilly. Ich hoffe, Sie kommen. Ich bleibe über Mittag in 
</p>
            <pb n="4"/>
            Berlin, schreiben geht also nicht mehr, da ich morgens die Post nie mehr sehe. Falls Sie nicht könnten, was mich sehr traurig machen würde, denn ich fühle mich in Ihrer Schuld, u. möchte Ihnen gern alles erklären, ‒ könnten Sie zwischen 2 u. 4 telephonieren (<unclear reason="illegible">Churfürst</unclear> 922 an Gothein) u. mich rufen lassen. ‒ Ich habe keine Ruhe mehr, bis ich Sie getroffen habe. ‒ Und kommen Sie doch Sonnabends Abends. ‒ Vielleicht ist es das letzte Mal <hi rend="u">für immer</hi>, daß ich Sie einen Abend
            <pb n="5"/>
            hätte.
            <closer>
               <salute>Ach, machen Sie es möglich, Geliebter ‒ ‒ Seien Sie nicht böse. ‒</salute>
               <signed><hi rend="u">Ihre</hi> Maria Klein</signed>
            </closer>
         </div>
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   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
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                     <date>1886-08-20</date>
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                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
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                     <date>1965-10-22</date>
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                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
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                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
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                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
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